Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Heute nachmittag schauten wir "zufällig" auf unseren Kraftplatz und erschraken: da qualmte es. Wir liefen gleich hin und tatsächlich, im alten Gras gab es verschiedene Brandnester. Und wir sahen frische Spuren, die in Richtung Dorf wiesen ...
Mein Bär wollte schon Wasserfässer an der Quelle füllen, aber ich meinte, wir schleppen ein paar Eimer, damit löschen wir die Feuer. Und es klappte wunderbar. Ich erinnerte mich an meinen Ausbilder bei der Roten Armee, da wurden uns auch beigebracht, wie mit wenig Hilfsmitteln ein Feuer gelöscht werden kann.
"Liebevoll wie einen Braten begießen und dann austreten!" hörte ich seine Stimme. Und ich hielt mich daran. Solches Wissen war überlebenswichtig. Ich war ja nicht nur zur Scharfschützin, sondern auch zur Einzelkämpferin ausgebildet. Und wenn ich da im feindlichen Gebiet in einen Brand geriet, da konnte ich kaum die feindliche Feuerwehr rufen.
Ich habe den Eindruck, dass den Soldaten von heute solche Kenntnisse nicht beigebracht werden. Ich unterhielt mich mal mit einer Polizistin darüber, wie der Angriff von einem Kerl abgewehrt wird. "Nicht in die Eier treten, darauf warten die Kerle nur! Sondern ganz schnell und mit aller Kraft von oben seitlich am Fußgelenk entlang, da schreit der Typ vor Schmerzen. Und dann an seinen Ohren packen, nach unten ziehen und mit dem Kinn auf dein hochgerecktes Knie. Es kann sein, dass er dann ein neues Gebiss braucht."
Aber ich kenne da kein Pardon, wenn einer mir an die Wäsche will oder Schlimmeres, da ist es aus mit Licht und Liebe!
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