Wenn Menschen sich eine Hündin anschaffen, sage ich oft: "Hündinnen sind ja auch klüger als Rüden!"
"Warum?"
"Na ja, Rüden laufen ja meistens auf fünf Beinen durch die Gegend, immer auf der Suche nach einer läufigen Hündin. Bei Hündinnen gibt es dieses Problem nur zweimal im Jahr." Und ich setze meist hinzu: "Bei Menschen ist es ja oft ähnlich ..."
Da muss ich mich doch getäuscht haben oder war das die berühmte Ausnahme von der Regel? Als ich heute abend noch die Zeitung durchblätterte, stieß ich auf die Affäre der Frau Robinson. Frau Robinson? Ich muss gestehen, ich hatte vorher noch nie von dieser Frau gehört. Aber sie ist mit dem Präsidenten von Nordirland verheiratet und sie sitzt im britischen Parlament. Und sie ist 60 Jahre alt. Was stört mich daran?
Nichts! Nur sie hatte ein Verhältnis mit einem 19-Jährigen. Der junge Mann wollte ein Café aufmachen und bat seine Geliebte um Hilfe. Die saß ja sozusagen an der Quelle und konnte Zuschüsse verteilen. So erhielt ihr jugenlicher Liebhaber 50.000 Pfund (das entspricht 56.000 EUR, das Pfund ist ja nicht mehr viel wert). Jetzt kam es raus. Und Frau Robinson begab sich in psychiatrische Behandlung.
Mir geht es nicht darum, dass eine Frau einen wesentlich jüngeren Liebhaber hat. Nur Frau Robinson ist mit dem Präsidenten verheiratet, also müsste doch der Gattin klar sein, dass die Opposition nur auf so etwas wartet. Ich werde wohl meine These ändern müssen, dass (zumindest bei Menschen) die Frauen immer klüger als Männer sind ...
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