Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Wohin mit den verstrahlten Atomkraftwerken? Die Ukraine macht es vor: Die eignen sich doch für Touristen!
Aber so abgeschaltete Atommeiler, die strahlen doch immer noch. Tschernobyl soll ja immer noch strahlen! Und das sollen Touristen besuchen? Ach, so schlimm strahlen die doch nicht mehr.
Wer sich röntgen lassen muss, bekommt viel mehr an Strahlung ab. Und wer fliegt, der wird ja auch verstrahlt, viel mehr als in Tschernobyl.
Und außerdem braucht die Ukraine Geld: Der alte Schutzmantel aus Stahl und Blei und Beton ist ja schon ziemlich zerbröselt und müsste längst erneuert werden. Aber die Ukraine ist ein armes Land. Also, liebe Touristen, fahrt nach Tschernobyl und besucht den Reaktor und lasst euch verstrahlen, ihr tut ein gutes Werk.
Die ukrainische Tourisus-Industrie blüht auf und wenn ihr dann wegen der Strahlung ein bisschen Krebs bekommt, ihr müsst ja auch an die Arbeitsplätze in der Pharmaindustrie denken. Sonst passiert es, dass keiner mehr die Antikrebsmittel verordnet!
Und wir müssen auch etwas gegen die zunehmende Übervölkerung dieses Planeten unternehmen. Es gibt einfach zu viele Menschen auf der Erde. Da passt doch, dass ein Tschernobyl-Besuch menschliche Samenzellen unfruchtbar macht ...
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