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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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GLOSSE: Bugarach und Mainstreampresse

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist offensichtlich für Zeitungen eine Saure-Gurken-Zeit. Es passiert zu wenig. Und immer nur Schneemeldungen, das wird langsam öde.

Ja, diese ereignislosen Tage sind schon ziemlich rau für die schreibende Zunft. Deshalb heißen die Nächte ab Heiligabend bis zum Vortag der Heiligen Drei Könige auch "Rauhnächte". Und Journalisten schreiben ja meistens nachts, den Redaktionsschluss im Nacken.

Und irgendein Mensch muss da voller Verzweiflung auf der Suche nach einem Aufreißer in den Esoterikforen gelandet sein, oder bei irgendwelchen "Geheimwissenschaften". Und er oder sie stieß da auf Bugarach. 

Bugarach? Nie gehört! Das soll ein klitzekleines Dorf in Südfrankreich sein. Südfrankreich?

Ja, da gab es doch die Katharer. Und der Schatz der Templer soll dort irgendwo vergraben sein. Und Bugarach. Das soll der einzige Ort sein, der angeblich beim Weltuntergang Ende des Jahres 2012 verschont wird. Und es soll dort UFOs bereits jetzt schon geben.

Na, das ist doch ein Stoff, der lässt sich ausbauen. Da passen dann so ziemlich alle Klischees von esoterischen Anschauungen rein. Damit lassen sich Seiten füllen. Und in den Online-Ausgaben gibt es dann Kommentare, und manche schicken auch Leserbriefe.

Was mich wundert, ist, dass von den Journalisten keiner den Dr. rer. nat. Andreas Fuls nennt. Fuls wen? Ein Dr. rer. nat.? Ein Wissenschaftler? Ja! Er hat schlüssig bewiesen, dass der Weltuntergang - falls überhaupt - nicht 2012 stattfinden wird und auch nicht kann. Grund: Die Leute, die das Ende des Maya-Kalenders interpretiert haben, haben sich geirrt. Lest selbst in meinem Artikel nach. Wie gesagt, wenn überhaupt, findet der Weltuntergang 208 Jahre später statt.

Also, dieser Fuls ist ein richtiger Miesepeter und Spielverderber. Da hat der Roland Emmerich seinen Katastrophenfilm "2012" in diesem Jahr gedreht und als Premiere laufen lassen. Und da kommt ein Wissenschaftler - dazu noch promoviert - und sagt: Leute, ihr müsst noch 208 Jahre warten!

Über welche Legitimation verfügt eigentlich ein Wissenschaftler, bei esoterischen Themen mitzureden? Aus Sicht der "Esoteriker" keine. Im Gegenteil, solche Menschen sind höchstgefährlich und sehr schädlich für das Geschäft mit der Esoterik. Sie könnten ja plausible Argumente haben, die die Konsumenten gar zum Nachdenken verleiten.

Da lobe ich mir doch einen selbsternannten Guru, mit einer zusammengebastelten Vita, die nicht nachprüfbar ist, und der in direktem Kontakt mit seinen Meistern steht, die wiederum auf höheren Ebenen schweben, für Uneingeweihte und Ungläubige deshalb unerreichbar. Also wird für die Übermittlung der Botschaften der Meister der Guru benötigt, der dann irgendwann sich als inkarnierter Meister zu erkennen gibt und so weiter und so weiter. Und schon rollt der Euro ...

Ich erlebe es selbst immer wieder, dass mir vorgeworfen wird: "Ach, du, mit deiner Wissenschaft! Du zerlegst alles! Du zerstörst alle Illusionen!" Und dergleichen mehr.

Um es klar zu stellen: Ich weiß, dass wir Menschen längst nicht alles wissen. Es gibt sehr viele Phänomene, die wir mit den vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht erklären können. Und es gibt Bereiche wie zum Beispiel "Magie", die wir wissenschaftlich betrachten sollten. Machen wir das nicht, dann verfallen wir allzuleicht in Selbsttäuschung bis hin zu Wahnvorstellungen.

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

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W
<br /> Tja wers braucht ! ;o)<br /> <br /> <br />
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W
<br /> und dann kommt 2012 und nix passiert ! ;o)<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Und dann werden sie merken, dass sie sich verrehnet haben und sie beginnen von Neuem mit dem Rechnen <br /> <br /> <br /> <br />
E
<br /> Liebe Kiat,<br /> es gab in der Nähe meiner Oma ihres Dorfes eine Stadt. Wenn die Menschen aus den Dörfern in diese Stadt gingen und wiederkamen so sprachen die Menschen immer über einen gar fürchterlichen Schamanen<br /> in der Stadt. Angsterfüllt war die Rede von einem Schamanen der Kinder zerreißen konnte und dann wieder zusammengemacht hat. Meine Oma schmunzelte meist bei diesen Erzählungen, denn der Schamane<br /> aus der Stadt war in seinem alltäglichen Leben einfach nur ein Kinder-Chirurg, also ein Arzt.<br /> <br /> Meine Oma war als Schamanin ihres Dorfes auch noch Hanf-Feld-Besitzerin, da müsste man als Stadtmensch wenn man auf Dorf zu Besuch war auch auf merkwürdige Ideen kommen.<br /> <br /> Deshalb, aus meiner Sicht sollte man im Bereich Magie die Wissenschaft niemals aus-schliessen, man kommt sonst auf seltsame Ideen.<br /> <br /> In diesem Sinne einen fröhlichen Start ins Neue Jahr und liebe Grüße,<br /> Alma<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Alma,<br /> <br /> <br /> das ist eine sehr schöne Geschichte: Wenn Menschen etwas nicht erklären können oder wollen, dann geraten sie manchmal ins Geheimnisvolle, ins Mystische usw. In meinem Buch habe ich ja mehrere<br /> solche Beispiele beschrieben, wie die "Medizindämonen" oder die fliegenden Maschinen der Langnasen, die kein Langnasenzauber sind, weil sie stinkiges Wasser trinken müssen, damit sie fliegen.<br /> <br /> <br /> Das glaube ich dir gern, dass Menschen aus der Stadt auf abstruse Ideen kamen, wegen des Hanffeldes deiner Oma <br /> <br /> <br /> Und deshalb versuche ich - wenn möglich - auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben.<br /> <br /> <br /> Ich wünsche dir einen geglückten Übergang ins Neue 2011!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
T
<br /> Liebe Kiat,<br /> <br /> wir scheinen den gleichen Artikel gelesen zu haben. Es soll sogar Menschen geben, die ein One-way-Ticket dorthin gebucht haben, um in der (angeblich) kritischen Zeit dort zu überleben. Himmel<br /> hilf!<br /> <br /> Erst musste ich über die Vorstellung, dass dort alle Esoteriker aufklatschen, total lachen. Irgendwann kam mir, was das für die Bewohner des Ortes bedeutet, wenn das wirklich Massen an schwebenden<br /> "Licht-Kriegern" vorhaben. Uuuuuuahhhh, ich glaube, dann würde ich lieber dort wegziehen, an einen Ort, der hundertpro dem Untergang geweiht ist.<br /> <br /> Schicken wir doch lieber mal alle den Bewohnern von Bugarach eine große Portion Licht und Liebe. *g*<br /> <br /> Viele Grüße, Tatzelwurm<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Liebe Tatzelwurm,<br /> <br /> <br /> tja, dieser Artikel wurde ja zeitgleich in vielen Zeitungen abgedruckt. Da ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass wir denselben Artikel lesen. Mir ging es in erster Linie darum, wieso geht kaum jemand auf die Entdeckung des Andreas Fuls ein? Für mich sind seine<br /> Ausführungen logisch und nachvollziehbar. Aber trotzdem versteifen sich die meisten auf das Datum im Dezember 2012 - für mich total unverständlich ...<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
W
<br /> ^^<br /> <br /> <br />
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