Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Ja, unser entgelter Freiherr flog aus Connecticut nach Berlin und traf sich mit einem Piraten. Und zwar mit dem Piraten Stephan. Stephan wollte wissen, was so ein EU-Berater so macht. Der Freiherr soll sich ja im Auftrag der EU für die Freiheit im Internet einsetzen.
In Europa? Nein! In Europa wird es ACTA geben. Freiheit im Fernen Osten. In China beispielsweise. Man stelle sich vor: Die Chinesen twittern auch - aber Twitter verdient nichts - absolut nichts! Wieso? Weil die Chinesen ein eigenes Twitter haben - sie nennen es Weibo - und es ist sehr beliebt bei den Chinesen.
Das geht natürlich nicht! Freiheit für alle! Vor allem für die ausländischen Märkte. Ja, Twitter muss die Freiheit haben, auch in China benutzt zu werden. Das versteht die Denkfabrik, für die unser entgelter Freiherr ehrenamtlich "arbeitet", unter Freiheit! Auch Freiheit für Twitter!
Ja, da wollte Pirat Stephan das näher wissen und traf sich zu einem informellen Gespräch mit dem Freiherrn in Berlin - ganz auf neutralem Boden - in einem Café. Und da saßen beide und unterhielten sich. Und nach dem Café nahmen sie Bier - beide. Zumindest geschmacklich gab es eine gemeinsame Wellenlänge!
Vielleicht wurde der Freiherr nur deshalb losgeschickt, um sich den Piraten anzusehen, der den "Revolutionären" in Nordafrika beigesprungen ist. Ja, der offenbar geglaubt hat, dass es sich um spontane Revolutionen gehandelt hat. Es soll ja böse Zungen geben, die behaupten, dass diese "Revolutionen" von US-amerikanischen Denkfabriken aus vorbereitet und gelenkt wurden.
Und da ist es doch sehr wichtig, einen Piraten kennenzulernen, der das glaubt. Vielleicht lässt er sich wieder einmal einspannen. Oder zu einer "Kooperation" mit den Denkfabriken übereden. Ein Versuch ist es wert!
Aber was fehlte an diesem Treffen, waren die Medien! Und dann kam am Ende des Gespräches zwischen den zwei Männern ein Paukenschlag: Angebliche Netzaktivisten warfen dem Freiherrn eine Torte ins Gesicht!
Der Freiherr atmete auf! Endlich steht er jetzt wieder in der deutschen Presse: Als Opfer eines Torten-Attentates! Wenn das kein Presserummel ist! Und er kann stolz in Facebook melden, dass er in Berlin dem Hungertod entkommen ist, wegen der Torte. Ja, richtig dankbar ist der Freiher für die geworfene Torte.
Ich für meinen Teil habe etwas gegen das Werfen von Torten. Nicht, dass ich es albern finde, sondern weil auch eine Torte etwas zum Essen ist. Und wer Nahrung missbraucht, gegen solche Menschen habe ich etwas. Ich kann nicht anders. In meiner Kindheit wurde ich so geprägt. Da war jeder Tag ein Kampf um das Essen - so habe ich mir angewöhnt, keine Nahrung zu verschwenden oder gar wegzuwerfen. Und auch nicht einem Mitmenschen ins Gesicht.
Quelle: WELT ONLINE Netzaktivisten drücken Guttenberg Torte ins GesicHT
Guttenberg in Berlin getortet! #OPCREAMSTORN