Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Fritz wird von seinem Vater gefragt, was er mal werden will. Wie aus der Pistole geschossen, antwortet Fritz: "Bundesbanker!"
"Wieso Bundesbanker?"
"Ist doch klar, Mann! Da gibt es einen ganz schlauen Job! Schau dir doch den Sarrazin an. Der geht morgen zur Arbeit!"
"Das wird er wohl müssen, er kriegt ja ne Menge Kohle dafür!"
"Dabei braucht er nicht zu arbeiten, ihm wurden alle Geschäftsbereiche entzogen."
"Häh, was macht er dann?"
"Briefe öffnen. Da gibt es Leute, die schreiben an die Bundesbank Briefe. Die werden dann dem S. auf den Schreibtisch gekippt, die öffnet dann der S. und wenn der Absender ein Türke ist, dann antwortet ihm der S., dass er schon genug Kopftuchmädchen produziert hat und in die Türkei zurückgehen soll, mit seinen Mädchen!"
"So kannst du doch nicht reden, Junge, wenn das einer hört!"
"Wieso? Es stimmt doch! Guck mal, was da steht: Morgen vormittag nimmt S. mit Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth an einer Podiumsdiskussion teil. Thema. Migration und demografischer Wandel."
"Haben die keinen anderen?"
"Siehste. Da gibt es soviele Fachleute und Fachfrauen, die haben das studiert, die haben sich jahrelang mit diesen Themen befasst und dann nehmen die diesen S. Ich fasse es nicht!"
"Sohnemann, da bin ich deiner Meinung!"
"Ich weiß, warum die den S. nehmen!"
"So, warum denn?"
"Na, damit es nicht auffällt, dass da leuter Dampfplauderer rumschwätzen."
"Aber Sohn, so darfst du nicht reden."
"Ach was, nach der Diskussion fährt er mit dem Zug nach Frankfurt, natürlich umsonst, der braucht doch nichts zu bezahlen. Dann kommt er zu seinem Schreibtisch mit den Briefen und geht nach Hause. Wenn das kein schlauer Job ist!"
"Er wird schon was anderes auch machen müssen!"
"Ja, am nächsten Donnerstag ist er auf einer Buchlesung in Potsdam und am Freitag bei der Peter-Weiss-Stiftung. Da muss er dann keine Briefe beantworten. Der führt ein schlaues Leben!"
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