Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Hessen ist ein Bundesland, ein ganz besonderes. Da gibt es eine Polizeidienstverordnung, da steht, dass ein Polizist mindestens einen funktionierenden Hoden haben muss. Wie denn das?
Nun, da gab es einen Bewerber für den Polizeidienst, der mit Bravour alle Aufnahmeprüfungen besteht, er erreicht 900 Punkte von 1.000 möglichen. Die Auswahlkommission gratuliert, er werde garantiert übernommen. Er muss nur noch zum Polizeiarzt zur Untersuchung.
Da passiert es: Der Polizeiarzt sieht, dass er einen künstlichen Penis und keine Hoden hat. Wie denn auch, vor 15 Jahren war dieser Mensch eine Frau und unterzog sich einer Geschlechtsanpassung. Der Polizeiarzt blättert eifrig in den Verordnungen und wird fündig: Ein Polizist muss mindestens einen funktionierenden Hoden haben!
Witzig ist, hätte sich der Anwärter vor seiner Geschlechtsanpassung als Polizistin beworben, hätte es kein Problem gegeben, und noch etwas ist seltsam: auch in Hessen gibt es transsexuelle Polizisten. Der Unterschied: Sie haben sich einer Geschlechtsanpassung erst dann unterzogen, als sie schon Polizisten waren.
Der hodenlose Anwärter hat vor dem Verwaltungsgericht geklagt und verloren, jetzt klagt er vor dem Verfassungsgericht. Er will unbedingt beweisen, dass auch ein Mensch ohne Hoden ein guter Polizist sein kann.
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