Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Fritzchen fragt Papa, was er mal werden soll. Papa liest gerade den Wirtschaftsteil der Zeitung und brummt: "Banker bei der HRE!"
Fritzchen ist schlau und informiert: "Das ist doch die Bank, die verstaatlicht wurde und dem Steuerzahler bis jetzt über 140 Milliarden Euro gekostet hat?"
"Genau! Erst jüngst wurden denen weitere 40 Milliarden übern Tresen geschoben! Und sie haben ihren Leuten insgesamt 25 Millionen Euro Bonuszahlungen gezahlt!"
"Wofür eigentlich?"
"Angeblich stehen diese Banker vor einer ganz schweren Aufgabe: Sie müssen giftige Papiere im Wert von 200 Milliarden Euro beseitigen. Der Name für den Müllhaufen steht schon fest: Bad Bank."
"Das verstehe ich nicht. Diese Papiere sind doch nichts mehr wert, wieso sind dann diese Papiere noch 200 Milliarden Euro wert?"
"Ja, um das zu verstehen, musst du ein besonders gewiefter Banker sein, normale Banker wissen das nicht!"
"Und deshalb bekommen sie Bonuszahlungen? Schon bevor sie die Giftpapiere entsorgen? All diese Banker zusammen 25 Millionen Euro?"
"Genau, das ist eine Menge Holz!"
"Aber wieso bekommen sie die Prämie vor der Aktion, und nicht erst hinterher?"
"Das ist doch klar, sie könnten sich dabei die Finger verbrennen. Und wenn etwas schief geht, haben sie wenigstens die Prämie. Und diese Prämie beträgt höchstens 500.000 Euro pro Nase."
"Also, dann haben die kaum ein Risiko?"
"Nö, das Riskio trägt in jedem Fall der Steuerzahler!"
"Papa, dann werde ich auch HRE-Banker!"
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