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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Glosse: Sarazzin macht in Bildungspolitik

Der frühere Berliner Finanzsenator Dr. Thilo Sarazzin sitzt jetzt in der Bundesbank und fühlt sich unterfordert. Also widmet er sich - wie gehabt - der Unterschicht und - das ist neu - der Bildungspolitik.

Sein Job als Bundesbanker füllt ihn nicht aus, also lehnt er sich aus dem Fenster und sieht einen himmelschreienden Skandal: Da gibt es Eltern - natürlich aus der Unterschicht - die passen nicht auf, dass ihre schulpflichtigen Kinder ihre Hausaufgaben machen! Aber Sarazzin hat die Lösung:

Die Lehrer müssen täglich überprüfen, ob die Schüler ihre Hausaufgaben gemacht haben! Und wenn sie feststellen, dass zweimal hintereinander keine Hausaufgaben gemacht wurden, dann wird das Kindergeld um die Hälfte gekürzt!

Sarazzin ist ganz stolz auf seine "Lösung" und überzeugt, dass so das Bildungsproblem in der Unterschicht gelöst ist. Und bundesweit trommeln die Stammtische mit! Da schaut her, wir brauchen keine Kultusministerien in den Ländern! Holt den Sarazzin, er wird es richten!

Kein Wunder, dass Sarazzin in der Bundesbank wenig Aufgaben hat! Wer komplizierte Sachverhalte so einfach löst, hat wenig Freunde. Sarazzin ist 65, lässt der sich nicht in Rente schicken? Dann kann er ehrenamtlich durch die Republiki reisen und die Stammtische erfreuen!
  
(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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G
<br /> Hallo Kiat,<br /> <br /> meines Wissens ist das schon durchgerechnet worden und floss dann in den Bürgergeldrechner (siehe Internet, mit Berechnungsmöglichkeit, wenn man ein Erwerbseinkommen hat) von Dieter Althaus ein.<br /> Entweder kamen die Zahlen von der Adenauer-Stiftung oder der Böckler-Stiftung.<br /> <br /> Würde man noch bestimmte Steuern wieder einführen und manche erhöhen (wo den Reichen etwas genommen wird) und die Geldschöpfung in die Hand des Staates (nicht Regierung) legen - dann wäre alles<br /> geritzt (behaupte ich in meiner "Naivität").<br /> <br /> Vor fast einem Jahr (20 /21.Mai 2009) hatte sich eine Gruppe wohlhabener Bürger zu Wort gemeldet. Zu dieser Gruppe gehörten damals 23 Leute (heute sind es mehr)<br /> Der Initiator, Dieter Lehmkuhl fordert eine Vermögensabgabe, die jeder zu bezahlen hat, der mehr als 500 000 € besitzt. Sie soll jeweils 5 Prozent vom Vermögen in den Jahren 2009 und 2010 betragen<br /> und würde mindestens 50 Milliarden Euro einbringen. Für Lehmkuhl ist das nur gerecht: "Vom Boom an den Finanzmärkten haben vor allem die Reichen profitiert, nun sollen sie auch die Zeche zahlen."<br /> Quelle: taz<br /> <br /> www.appell-vermögensabgabe.de<br /> <br /> Dieter Lehmkuhl ist Psychiater.<br /> Erst jetzt im Alter kann Lehmkuhl gelassen mit seinem Vermögen umgehen. "Ich will nicht sagen, dass ich auf den Tod zugehe, aber die Fragen werden grundsätzlicher." Seit einigen Jahren befasst er<br /> sich daher systematisch mit dem Problem, wie er sein Vermögen sinnvoll spenden kann. "Man braucht Kriterien", hat Lehmkuhl festgestellt, um den vielen Spendenanfragen nicht hilflos ausgeliefert zu<br /> sein. Inzwischen ist seine wichtigste Leitlinie, dass er nicht karitativ spendet - sondern strategisch.<br /> Er unterstützt Organisationen, die sich für Umwelt, Menschenrechte, Demokratie oder Frieden einsetzen.<br /> "Ich will keine Symptombekämpfung, sondern gesellschaftlichen Wandel." Quelle: weiterhin taz<br /> <br /> Wer weiß, welche positiven Bestrebungen es noch gibt, wir haben es nur noch nicht registriert, weil das Augenmerk der Presse meistens woanders liegt. Ich war jedenfalls von dieser Aktion sehr<br /> angenehm überrascht. Und hatte Peer Steinbrück damals nicht auch diese 5%-Abgabe in´s Gespräch gebracht? Keine Ahnung, warum das wieder untergegangen ist. Damit will ich aber keine "Pluspunkte" für<br /> die SPD verteilen, sie haben h4 miteingeführt und sich immer noch nicht davon distanziert.<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Liebe Juliane,<br /> <br /> wenn ich zurückblicke auf die Hatz auf Althaus durch die Mainstreampresse, dann komt mir das sehr gesteuert vor. Jetzt nachdem Althaus dem Kapital resp. Magne ergeben hat, ist plötzlich Ruhe.<br /> <br /> Stimmt es gibt mehr Menschen als vermutet wird, die sich mit dem bedingungslosen Grundeinkommen befassen. Immer mehr Menschen wird klar, dass die derzeitige "Arbeitslosenindustrie" eine besonders<br /> menschenverachtende und zynische Ausbeutung darstellt. Wer weiterhin darauf beharrt und nur marginal "nachbessern" will, zündelt gewaltig an einer sozialen Bombe.<br /> <br /> Was die SPD angeht, die lernt es offenbar nie: Da haben immer noch ihre Altgranden in ihren Reihen, die an H4 festhalten. Sie verschließen einfach die Augen vor der Tatsache, dass mit H4 erst die<br /> SPD und dann H4 untergehen und auf dem Misthaufen der Geschichte landen werden.<br /> <br /> Vielen Dank für deine vielen Infos, ich hoffe, viele lesen sich das durch und denken drüber nach!<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
M
<br /> Liebe Kiat!<br /> <br /> Damit hat die SPD dann ihrem Verrat die Krone aufgesetzt:<br /> Wer keine Arbeit hat,bräuchte auch nichts zu essen,also wer arbeitslos ist hat damit sein Lebensrecht verwirkt???<br /> <br /> Denn genau darauf läuft diese skandalöse Aussage ja raus.<br /> Doch der Haken ist doch,daß es gar nicht genug Arbeit gibt. Selbst wenn jeder Arbeitslose sich die Hacken ablaufen würde nach einem Job hätte die Mehrheit trotzdem keinen Job.<br /> <br /> Wann kapieren die endlich,daß man sich vom Denken Arbeit=Einkommen lösen muß wenn man dieses neoliberale,kapitalistische System beibehalten will bei dem immer mehr Menschen durch Maschinen ersetzt<br /> werden bzw die Arbeitsplätze in absolute Billiglohnländer verlagert werden?<br /> <br /> Aber obwohl es nicht genug Jobs gibt werden Frauen,die ihre Mutterpflichten ernst nehmen und zuhause bei den Kindern bleiben,wie sich das gehört,als Sozialschmarotzerinnen bezeichnet und müssen<br /> sich doofe Kommentare anhören<br /> wenn sie sich bewerben sobald die Kinder 10-12 Jahre alt sind von wegen :<br /> "Warum bewerben Sie sich erst jetzt,Ihre Kinder sind doch schon lange aus dem Gröbsten raus.Andere Kolleginnen können auch Beruf und Familie unter einen Hut bringen",das Ammenmärchen eben,denn die<br /> Kinder sind immer diejenigen,die draufzahlen,wenn sie in den Hort abgeschoben werden.(Sofern sie nicht das Glück haben und bei Großeltern oder einer netten Tagesmutti landen).<br /> <br /> Da fällt es mir sehr schwer ruhig zu bleiben und meine Emotionen zu kontrollieren,wenn ich so einen Schwachsinn lese und höre.Deshalb mußte ich da meinen Senf dazugeben.<br /> <br /> So,jetzt ist mir wohler,<br /> liebe Grüsse und einen schönen Sonntag wünschen Moira und Fellnasen<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Liebe Moira,<br /> <br /> das ist ja die große Lüge: Es gibt keine Arbeit für alle. Und mit Arbeit meine ich Arbeit, von der sich leben lässt. Und um nun diese große Lebenslüge aufrecht zu erhalten, werden Statistiken<br /> gefälscht und Menschen gezwungen, umsonst zu arbeiten. Diese ganz "Arbeitslosenindustrie" verschlingt Unmengen an Steuergeldern, das ist der totale Wahnsinn.<br /> <br /> Und vom bedingungslosen Grundeinkommen wollen die Leute in den Arbeitsagenturen natürlich nichts wissen, weil sie dann ihre überbezahlten Jobs los sind. Ich frage mich, wieso rechnet keiner mal das<br /> durch? Irgendwann kommt es sowieso!<br /> <br /> Nachdenkliche Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
F
<br /> ^^<br /> <br /> <br />
Antworten
G
<br /> Hallo Kiat,<br /> <br /> Münte soll das auf einem Parteikongress gesagt haben und bezog sich da wohl auf August Bebel und der auf die Bibel, da sei man sich mit den Christen einig ...<br /> Das wiederum hatte ich aus einem Kommentar beim Spiegelfechter (glaub ich) und wo noch, vielleicht bei Brigitte Vallenthin, aus dem Erwerbslosenforum, dem Sozialticker.<br /> Eine ganz konkrete Quelle habe ich im Mment nicht, ich war auch auf keiner Parteiversammlung, bin und war auch in keiner Partei, auch nicht in der SED, in die man mich in "jungen Jahren" einmal<br /> locken wollte.<br /> <br /> Herzliche Grüße<br /> Juliane<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Liebe Juliane,<br /> <br /> jedenfalls passt dieser Satz vom Duktus her zu Müntefering. Vielleicht finde ich noch eine nachweisbare Quelle, mit der ich ihn festnageln kann. Mir war Müntefering nie geheuer. Und die Entwicklung<br /> der SPD hat mir ja recht gegeben ...<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
F
<br /> Beidem kann ich nur zustimmen !<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Bravo, wieder eine Stimme mehr!<br /> <br /> <br />