Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Die Geschichte wiederholt sich doch: Erinnern wir uns, da gab es im Landkreis Fürth eine allseits beliebte Landrätin, Dr. Gabriele Pauli. Und sie hat es geschafft, was vor ihr kein Mann geschafft hatte: Sie löste die Abwahl des damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber aus!
Gedankt hat es ihr keiner - heute fristet sie ihr Politikerinnendasein als parteilose Abgeordnete im Bayerischen Landtag. Doch was sich derzeit im bayerischen Regen abspielt, lässt Erinnerungen an Frau Pauli wach!
Da gibt es die Josefa Schmid, seit 2008 Bürgermeisterin von Kollnburg. Und schon die Art und Weise wie sie Bürgermeisterin wurde! Die CSU-Männer hatten nämlich einen anderen für diesen Posten vorgesehen. Aber Josefa ließ sich von den Freien aufstellen und siegte - mit absoluter Mehrheit.
Das ließen sich die CSU-Männer nicht gefallen und mobbten von da an die Josefa. Ja und jetzt kandidiert sie gegen den Kandidaten der CSU zur Wahl des Landrates im niederbayerischen Landkreis Regen. Der amtierende Landrat Heinz Wölfl hatte sich das Leben genommen - wegen Spielschulden.
Aber die Josefa ist "beratungsresistent"! Sagt der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Nun ja, der muss es ja wissen. Die CSU hat einfach Angst, dass jetzt wieder eine Art "Pauli" aufersteht, und was solche studierten Frauen wie die Josefa - sie ist Juristin und Politikwissenschaftlerin - mit der CSU anstellen können.
Der Stoiber Eddie kann gewiss ein Liedchen davon singen. Also muss doch der Josefa Einhalt geboten werden. Aber wie? Als Erstes wird in ihrer Vergangenheit gestöbert - und die Schergen der CSU-Männer werden fündig:
Die Josefa hat sich fotografieren lassen - für ein Männermagazin wie Penthouse! Den Schergen läuft das Wasser im Mund zusammen, ist ihnen doch eine saftige Belohnung sicher! Aber dann schauen sie sich die Fotos an: Die Josefa hat ja einen schwarzen BH an! Also, was ist da so schlimm?
Hätte sie sich im roten BH fotografieren lassen, dann könnten wir sie als heimliche Kommunistin beschimpfen! Aber so! Ja, die bayerischen CSU-Männer haben es schwer: Da macht ihnen wieder eine Frau das Leben schwer! Und wieder will eine Landrätin werden!
Dabei sind doch Frauen für diesen schweren Job allein als Frau denkbar ungeeignet! Beim Treffen im Bierzelt, da kann ja eine Frau überhaupt nicht mitsaufen - und immer das Heben der schweren Maßkrüge, das packen die Frauen doch nicht!
Aber die Josefa will es wissen, sie kandidiert für das Amt der Landrätin! Da werden die CSU-Männer noch weiter nach belastenden Fotos suchen müssen. Irgendwie sind die Männer der CSU scheinheilig. Über die Fotos der Josefa regen sie sich auf, aber dass die Dagmar Wöhrl, einst Wirtschaftsekretärin der CSU, einmal im Pornofilm "Die Stoßburg" mitgewirkt hat - darüber regt sich keiner auf.
Quellen: