Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Ganz bei mir in der Nähe war eine Treibjagd. Es sollten Hasen gejagt werden. Getroffen wurde ein Jäger. Dabei gelten Menschen nicht als jagdbares Wild.
Diese Treibjagden finde ich schlimm: da werden auch Jugendlichen, manchmal auch Kindern, Signalwesten übergestülpt und die Kinder rennen schreiend durch den Wald, um das Wild aufzuscheuchen. Diese Kinder kreischen "Wir schießen alle Tiere tot!" oder andere widerwärtige Sprüche. Wie heißt es doch? Schon früh übt sich ...
Allein schon wie so manche Jäger ihre Flinten tragen? Da gibt es die Variante "Zinnsoldat": Das gespannte Gewehr über der Schulter, Lauf nach hinten. Und dann marschiert!
Oder die lässige Variante: Gespannte Büchse mit beiden Händen vor sich her tragend.
Beide Varianten stellen sicher, dass beim Stolpern sich höchstwahrscheinlich ein Schuss löst.
Vor ein paar Jahren hat ein Jäger bei einer Treibjagd in einem nahegelegenen Dorf einer Jägerin das Gesicht angeschossen, die Frau wurde sofort in die Klinik nach Erlangen geflogen.
Und nun, bei der letzten Treibjagd schoss ein Jäger, 39 Jahre alt, mit einer Schrotflinte, einem älteren Jäger, 52 Jahre alt, ins Bein. Schrot! Der getroffene Jäger muss geblutet haben wie eine Sau. Er wurde gleich ins Krankenhaus gebracht.
Die Lokalzeitung berichtete nicht über diesen Jagdunfall. Sollte das wieder vertuscht werden? Nun erscheint die Lokalzeitung zusammen mit den Nürnberger Nachrichten, von denen wird der Mantelteil bezogen. Und in den Nachrichten über die "Metropolregion" wurde über diesen "Jagdunfall" geschrieben.
Sind lokale Jäger unantastbar, so dass über ihr Fehlverhalten nicht berichtet werden darf?
Quellen:
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