Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Wenn ein Gast eines größeren Hotels Lust auf Damenbesuch hat, was macht er? Er fragt den Portier ... oder ... Wenig später klopft es an die Tür des Hotelgastes.
Der freundliche "Vermittler" macht das ja nicht unbedingt aus Nächstenliebe, er erwartet ein Trinkgeld vom Gast und bestimmte "Vergünstigungen" von Vertretern der "Vergnügungsbranche". So läuft es halt - auch in Ländern, in denen solche Vergnügen strengstens verboten sind.
Der "Vermittler" würde sehr dumm dreinschauen, wenn jetzt auf einmal die "Dame" vom Portier Geld dafür fordert, dass er sie an einen Gast vermittelt hat. Und das ist nachvollziehbar.
Oder ein Taxifahrer: Wenn er von einem Gast gefragt wird, welche Restaurants er empfehlen kann und dann diesen Gast zu einem Restaurant fährt, das den Taixifahrer dafür "belohnt"- Das ist doch selbstverständlich: MANUS MANUM LAVAT (Eine Hand wäscht die andere) sprachen die alten Römer - und auch heute der Papst? Ist es da denkbar, dass das Restaurant jetzt auf einmal Geld vom Taxifahrer verlangt, dafür, dass er einem Gast das Restaurant "verrät"? Wie reagiert dann der Taxifahrer? Ihr habt doch wohl nicht alle? Ich bringe euch Gäste und ihr wollt Kohle dafür? Und der Taxifahrer beschließt, dieses Restaurant von seiner anzufahrenden Liste zu streichen. Verständlich.
Wer jetzt glaubt, solche Geschäftsleute gibt es in der Wirtschaft nicht, der irrt sich. Wie sich herausstellt, sind es Verlage, namentlich die "Süddeutsche" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die genau das machen!. Was ist passiert?
Nun, da gab es seit Anfang diesen Jahres eine Internetseite commentarist.de. Kaum war sie gestartet, musste sie gleich wieder verschwinden. Warum das? Anwälte der vorgenannten Zeitungen kündigten fürchterliche Schritte an, so dass die Macher von commentarist ihre Seite vom Netz nahmen.
Welche Sünde hat denn commentarist.de begangen? Haben sie von den Zeitungen abgeschrieben? Einfach kopiert? Nein, sie haben Kommentare gesammelt, kurze Anrisse der Zeitunstexte gezeigt und wer sich dafür interessierte und anklickte, gelangte auf den Originalartikel der Originalquelle. Also wo ist das Problem?
Eigentlich ist das doch eine phantastische Werbung für die Zeitungen gewesen! Wieso wollten die das nicht kapieren? Was hindert sie daran? Vielleicht die Angst vor Transparenz? Wer sich heute die großen Titel anschaut, sieht halt, dass viele Zeitungen simultan die gleichen Themen behandeln - und oft im gleichen Duktus. Meinungsvielfalt wird vorgegaukelt - gibt es leider kaum noch.
Ein anderer Grund dürfte der sein, dass unsere Elite gar nicht will, dass Leser und Leserinnen sich über politisches Geschehen informieren und laut darüber nachdenken und - schlimmer noch - über ihre Nachdenkergebnisse berichten - nicht in der Mainstreampresse, sondern in alternativen Medien wie den Blogs. Und das dürfte der Hauptgrund sein, die SZ und FAZ sind nur die Vorhut, die mal die Rechtslage testen sollen, wie das gesamte "Blog-Unwesen" ausgetrocknet werden kann.
Was können wir dagegen unternehmen? Nun, ich persönlich werde weder in die SZ noch in die FAZ schauen - also werde ich auf sie nicht verlinken. Und wenn das mehr Leute machen und wenn sie andere treffen, die in der SZ und der FAZ lesen, dann ansprechen: "Was, du liest noch die SZ (oder die FAZ)? Weißt du nicht, was die vorhaben?" Und schon haben wir für die deutschen Sprachforscher zwei weitere Unwörter: SZ und FAZ!
Quelle: SPIEGEL ONLINE "Start-up offline Verlage kippen commentarist.de aus dem Netz"
(C) Copyright 2004-2011 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.