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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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GLOSSE: Wie bringen wir die Politiker los? - Blog von Kiat Gorina

Wenn ich mich mit anderen Menschen unterhalte, dann passiert es immer öfter, dass sich immer mehr Menschen über Politiker beschweren.  Ja, wenn das so weiter geht, dann kommt bald der Zeitpunkt, dass das Volk die Politiker aus ihren Ämtern und weg von ihren Posten jagen will.

Als unsere Nachbarn - die Franzosen - die Revolution ausriefen, entwickelte sich das zu einer blutigen Angelegenheit, viele der Herrschenden landeten auf der Guillotine. Oder in anderen Ländern - auch heute - wird gleich geschossen. Wir in Deutschland brauchen kein Blut vergießen. Wir haben eine andere - viel wirksamere Waffe: WikiPlag.

Viele unserer Politiker haben ja einen Doktortitel erworben - und WikiPlag untersucht, ob es da mit rechten Dingen zuging, ob alle Textstellen von anderen Autoren auch richtig gekennzeichnet sind. Erst heute hörte ich in den Nachrichten, dass WikiPlag wieder zugeschlagen hat; diesmal bei einem Europa-Politiker!

Und wenn ich mir das Thema seiner Dissertation ansehe: "Informationeller Globalismus. Kooperationsmodell globaler Ordnungspolitik am Beispiel des Elektronischen Geschäftsverkehrs" - das scheint ja wieder ein Laberthema zu sein. Irgendwie sind solche Themen gefährlich. Grund: Da ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass jemand anders auch darüber gelabert hat. Und auch die Versuchung ist groß, sich die Arbeit zu erleichtern und halt nachzulabern - vielleicht marginal modifiziert - Achtung: Alliteration 

Was mir auffällt, es sind bisher nur schwarze und gelbe Politiker gewesen, bei denen WikiPlag Nachlaberei nachgewiesen hat. Ob es da einen gewissen signifikanten Zusammenhang gibt? Ich denke schon. Gerade die Schwarzen und die Gelben reden ja gerne von Ordnung und Recht und Sicherheit - also, solchen PolitikerInnen traut doch niemand einen Gesetzesverstoß zu! 

Die Zeiten haben sich auch geändert. Noch vor ein paar Jahren hätte sich doch niemand getraut, die Doktorarbeit der Stoibertochter Veronika Saß einer Prüfung zu unterziehen und Frau Saß als Abschreiberin zu entlarven. Diese WikiPlag-Leute werden immer frecher - ja, es wird Zeit, denen das Wahlrecht zu entziehen! Das sind wohl alles verkappte Linke! Da lobe ich mir die Rechten - die haben zwar manchmal Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache, so dass die ARD ihrem Bildungsauftrag nachkommt und spezielle Sprachkurse anbietet. Also in dieser Hinsicht brauchen unsere Doktorhutträger nichts zu befürchten! Das haben ja auch die Geheimdienste bestätigt!

Ja, wenn wir  WikiPlag immer wieder an- und einsetzen, dann müssen diese PolitikerInnen von ihren Ämtern zurücktreten - ob sie wollen oder nicht. Und es gibt kein Blutvergießen wie bei der Französischen Revolution. Obwohl, die heutige Zeit mit Internet und WikiPlag ist wirklich revolutionär! Es ist auch spannend, welche Variante der betroffene Politiker wählt: die schnelle Abgangsmethode wie die einstige Vorzeigefrau der Gelben oder eine lang andauernde Salamitaktik, die darin besteht, nur das zuzugeben, was sowieso schon bekannt ist und sonst alles andere zu "abstrusieren" - wie der gegelte Freiherr aus Guttenberg.

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