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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Großverlage - zum Schaden der deutschen Literatur?

Wie zuletzt die Geschichte um Helene Hegemann gezeigt hat, werden Großverlage immer dreister, wenn es darum geht, Bücher hochzupuschen. Nur haben es diesmal mündige Leser verhindert und den Beteiligten die Suppe gründlich versalzen.

Das Buch der HH wurde zwar für den Buchpreis der Leipziger Buchmesse nominiert, allein, im Online-Voting bestimmten die Leser anders. Dieses Buch gibt es immer noch, eine Buchhändlerin erzählte mir, dass sich dieser Titel nur schleppend verkauft.

Die Verlegerin meines Buches machte mich auf zwei sehr lesenswerte Artikel der FAZ aufmerksam:

Gründet endlich den Gegenkonzern von Urf Erdmann Ziegler

Die Unabhängigen stärken von Stefan Weidle

Ziegler schlägt drei Modelle für die Zukunft der kleinen Verlage vor:

  • den flagship store
  • privat geführte Geschäfte mit Kettensignet und
  • das Buchkaufhaus

Lest seinen Artikel, er ist fundiert und enthält viel Wahres!

Weidle blickt nach Frankreich, dort gibt es ein Förderprogramm für unabhängige Buchhandlungen, auch dieser Arteikel ist hochinteressant. Nur, ob diese Maßnahmen allein ausreichen, ich habe meine Zweifel. Deshalb schlage ich ein weiteres Modell vor, das sich in der Vergangenheit bestens bewährt hat:

Blicken wir doch in der deutschen Geschichte zurück und zwar ins Ende des 19. Jahrhunderts. Da befand sich die Landwirtschaft in einer ähnlichen Situation wie heute die unabhängigen Verlage. Wie half sie sich damals die Landwirtschaft? Mit der Gründung von Genossenschaften.

Denken wir an Friedrich Wilhelm Raiffeisen, sein System der Genossenschaften linderte die Not von wenig bemittelten Landwirten. Ich bin überzeugt, dass das Raiffeisen-System sich auf die unabhängigen Verlage umsetzen lässt.

Parallel zu Raiffeisen gab es ja ein weiteres Genossenschaftssystem, die BayWa

Mitglieder dieser Genossenschaften sollten nicht nur Verlage sein, sondern auch Autoren, Dienstleister, Stiftungen und Privatpersonen. In der Bündelung von Dienstleistungen wie

  • Lektorierung
  • Druck
  • Marketing
  • Werbung
  • Zentrallager
  • Vertrieb

liegt ein immenses Einsparpotential. Stellen wir uns nur vor: Diese Genossenschaften geben gemeinsam ein periodisches Magazin heraus, von dem die Großverlage und ihre Ketten ausgeschlossen sind! Da sind dann diese "Großen" bestimmt am Säuern.

Noch gibt es hier in Deutschland mündige Leser, die unabhängige Literatur selbst aussuchen wollen und die sich nicht von Feuilletonredaktionen hochgepuschte Bestseller vorschreiben lassen.

Diese Zukunft wird höchst interessant!

 

 

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

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F
<br /> na sowas ! ^^<br /> <br /> <br />
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F
<br /> da knurre ich mal einen diesen Großverlagshirnis an .<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> hast ziemlich laut geknurrt, das war bis zu mir zu hören <br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> vermutlich schon, heutzutage gilt man ja nur noch als Konsument ! |-/<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Flora,<br /> <br /> <br /> wenn es nach dem Willen der Mammutverlage geht, der ideale Kunde ist der, der sich ein Buch kauft, es ins Regal stellt und es nicht liest. Dann merkt er nämlich nicht, was für einen Mist er<br /> gekauft hat. Die Beurteilung des Buches überlässt er gekauften Schreiberlingen und nickt brav alles ab.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
J
<br /> Sehr interessant, vielen Dank!<br /> Darauf werde ich eine ehemalige Buchhändlerin mal aufmerksam machen, vielleicht bekommt sie damit Mut, sich wieder in´s Getümmel zu werfen.<br /> Liebe Grüße<br /> Juliane<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Liebe Juliane,<br /> <br /> <br /> was die Startfinanzierung einer solchen Genossenschaft angeht, wenn jede Leserin nur ein paar Euros als Einlage für diese Genossenschaft mitbringt, da kommen in HUllkommanix Millionen zusammen.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> ^^ stimmt<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Flora,<br /> <br /> <br /> bei der ganzen HH-Aktion habe ich verbale Prügel einstecken müssen ("Du maulst bloß noch rum!"), aber es hat sich gelohnt. Besonders stolz bin ich, dass ich lange bevor der Blogger HH des<br /> Plagiats überführte, in einem Kommentar zu einem ZEIT Beitrag öffentlich zweifelt, ob HH das alles selbst geschrieben hat. Und in den meisten Fällen täuschen ich meine Bilder nicht.<br /> <br /> <br /> Jedenfalls wurde damit dem Ullstein Verlag und damit der Bonniergruppe das fest eingeplante Geschäft vermasselt.<br /> <br /> <br /> Was mich allerdings sehr stört, dass keine Staatsanwaltschaft gegen HHs Buch und ihrem Verlag wegen Gewaltverherrlichung vorging. Ist die Bonniergruppe so mächtig?<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />