Deutschland hat gewählt, Schwarz-Geld, ich meine natürlich Schwarz-Gelb, ist an der Macht. Aber schon ein paar Wochen nach der Wahl wachen immer mehr Deutsche auf und erkennen, wer mit der FDP an die Macht kam.
Nehmen wir den neuen Außenminister: nach neuesten Umfragen lehnen über die Hälfte der Deutschen Westerwelle als Außenminister ab. Das war ja schon bei der Verabschiedung seines Vorgängers Steinmeier zu erkennen:
Als Steinmeier sich von seinen Mitarbeitern verabschiedete, standen alle auf und applaudierten heftig und lang. Dann begann Westerwelle mit seine Antrittsrede vor seinen Mitarbeitern: alle blieben sitzen und es gab nur einen sehr mageren Applaus. Deutlicher können Menschen wohl nicht ausdrücken, was sie von ihrem neuen Chef halten.
Tja, und die Reaktionen der amerikanischen Presse anlässlich seines Besuches bei seiner US-Kollegin Clinton fragte die Presse "Guido Who?" und mokierte sich über sein holpriges Englisch. Und mit Recht! 14 Jahre hatte Westerwelle Zeit zu üben, seit 14 Jahren arbeitete er darauf hin, dass er Außenminister werden will. Und nun ist er es, und kann nicht richtig Englisch! Ich finde das nur peinlich! Er hätte doch all die Jahre üben können.
Der Empfang des deutschen Außenministers war schon bescheiden. Nur unbedeutende US-vertreter waren anwesend, empfangen wurde Westerwelle vom deutschen Botschafter, die Diplomaten nennen das "silent arrival", stiller Empfang. Irgendwie demütigend.
Ich denke, so manche Deutsche sind aufgewacht, aber gewählt ist gewählt! Westerwelle als Außenminister wird den Deutschen für einige Zeit erhalten bleiben. Leider! Die Bundeskanzlerin wird mit den Gelben auch ihre Mühe haben, die Zeit des angenehmen Dahinregierens mit den Roten ist vorbei, sie wird wenig Freude haben. Eigentlich steht die Bundeskanzelerin mit ihrem Kabinett vor einem Scherbenhaufen:
- Opel: GM hat zwar die Milliarden der Bundeskanzlerin nicht verschmäht, aber Opel geben sie trotzdem nicht her und schon gar nicht an die Russen. Was passiert jetzt mit den Milliarden, die GM einkassiert hat? Gibt GM die wieder zurück? Wohl kaum, für GM scheint Opel und damit Deutschland eine Kolonie zu sein, die ohne Rücksicht auf Verluste ausgeplündert wird.
- Steuersenkungen: das ist angesichts der Verschuldung Deutschlands einfach eine Lachnummer. Die Normalbürger sind anscheinend klüger als ihre politischen Entscheider, kein Mensch mit klarem Menschverstand glaubt an Steuersenkungen.
- Klientelpolitik: Die Gelben wollen den ermäßigten Mehrwertsteuersatz auch für die Gastrononmie. Klar, da sind ja Stammwähler der Gelben. Nur die Mehrheit der Deutschen ist dann bestimmt sauer. Auch wenn Westerwelle von einem Rand spricht, der nichts zu sagen hat ...
Hier fällt mir ein Spruch eines von mir hoch verehrten Professors ein, er sagte mir zum Abschied: "Mulmig, mulmig sind die Zeiten, denen wir entgegen gleiten!"
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