Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
In Tokio wurde außergewöhnlich hohe radioaktive Strahlung gemessen. Ja, da denkt doch jeder an die mehrfachen GAUs in Fukushima im März diesen Jahres, Nicht jedoch die Verantwortlichen. Da scheint es so, als ob das Wort Fukushima zu einem Tabuwort erklärt wurde. Das darf nicht öffentlich genannt werden.
Was wurde gemessen? 3,35 Mikrosievert pro Stunde! Wird dies auf ein Jahr hochgerechnet, dann ergibt sich ein Wert nahe der Grenze, ab der die Bevölkerung evakuiert werden muss. Was? Die Großstadt Tokio mit ihren 35 Millionen Einwohnern soll evakuiert werden? Ja, wohin denn?
Hier zeigt sich in aller Deutlichkeit, wie dumm jeder Entscheider ist, der sich für den Einsatz der Atomenergie entscheidet. Japan wurde Opfer des Restrisikos, das angeblich nie eintreten werde. In Japan trat es ein. Und wie helfen sich die Verantwortlichen?
Sie setzen die Grenzwerte herauf. Wie dumm können Menschen sein. Noch dümmer! Da schwafeln einige von einer geheimnisvollen Flasche, aus der die Radioaktivität ausströme. Es fehlt nur noch, dass aus dieser Flasche ein böser Dschinn entsteigt.
Aber immer mehr Japaner und Japanerinnen glauben ihren Politikern nicht mehr. Sie wollen die Wahrheit hören! Ja, es gibt immer mehr Menschen in Japan, die demonstrieren - gegen die Verharmlosung der Katastrophe. Spätestens in einigen Jahren, wenn dann die ersten schweren Krankheiten auftreten und dann immer mehr Menschen sterben - was dann?
Es ist schon seltsam mit den Medien - da wird anfangs berichtet, dann gibt es immer weniger Artikel zu lesen. Die Atommanager freuen sich - sobald etwas Stille eingekehrt ist, planen und bauen sie das nächsten Atomkraftwerk.
Quellen:
Radioaktives Strontium nahe Tokio