Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Da hatte ich doch vor einiger Zeit eine Frau an der Strippe. Sie meckerte, dass in in den letzten Vorausschauen gewarnt hatte, es könnten in Beziehungen dunkle Wolken aufziehen.
Also habe ich den guten Rat gegeben, dem Partner gegenüber besonders rücksichtsvoll zu sein. Und besonders liebevoll. Eine Beziehung ist schnell zerstört, oft durch Worte, die schnell in der Erregung dem Mund entfleucht sind.
"Kannst du nicht wieder schreiben, dass mit den Beziehungen alles in Ordnung ist?"
"Tja, wenn ich das Gefühl habe, dass da einiges zum Nachteil passieren kann, dann warne ich davor. Und du gehst halt liebevoller mit deinem Partner um als sonst. Wo ist das Problem?"
"Ich denke nicht dran, bei meinem alten Sack liebevoll zu sein!" Dann legte sie los, ich schaltete auf Durchzug. Als sie mal Luft holte, kam ich zu Wort: "So wie du über deinen Partner redest, das ist doch keine liebevolle Beziehung!" Sie unterbrach mich:
"Ich brauche mit dem keine liebevolle Beziehung, ich brauche nur sein Geld. Und wenn du Probleme ankündigst, und ich soll dann liebevoll sein, dass er mir nicht flöten geht, das passt mir nicht. Ich will doch nicht tagelang liebevoll sein. Das fehlte noch ..."
Ich ließ sie dann reden und legte den Hörer beiseite. Nach fünf Minuten redete sie immer noch. Ich ließ sie reden ...
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