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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Horst Köhler: Häme

Teile der Mainstreampresse haben sich auf Horst Köhler gestürzt und Kannen voller Häme über ihn ausgeschüttet. Wer hat ihn zum Abschuss preisgegeben?

Erinnern wir uns, Horst Köhler hat wie alle anderen auch der Regierungskoalition 100 Tage Zeit gegeben, bevor er Kommentare abgab. Erst Ende März nannte er in einem FOCUS-Interview die ersten Monate der neuen Regierung "enttäuschend".  Das schlug bei Schwarz-Gelb wie eine Bombe ein. Kanzlerin und Vizekanzler waren sauer. Dieser Köhler, Präsident von unseren Gnaden, was fällt ihm ein?

Ebenfalls im März spricht Köhler in der Berliner Elisabethkirche über die Finanzkrise. Er griff die Banker voller Schärfe an, das war zuviel für die Banker.

Dann formierte sich die "Elite", denn Köhler war ja "nur" Sohn einer Bauernfamilie, er gehörte nicht zur Elite, also ließ diese ihn wissen, was sie von ihm hält. Das sagte keiner der Elite direkt, dafür gibt es die bezahlte Journaille.

Da wurden vor und nach seinem Rücktritt über ihn geschrieben:

  • "Schwadroneur im Schloss Bellevue" (Süddeutsche Zeitung)
  • "Horst Lübke" (Der Spiegel)
  • "Ich hatt einen Kameraden" (FAZ) etc.

Meine Meinung ist, das hat Horst Köhler nicht verdient. Diese Journalisten haben damit nicht Köhler beleidigt, sondern das Amt des Bundespräsidenten diskreditiert. Man stelle sich vor, im Ausland wird gelesen, wie deutsche Zeitungen über den höchsten Repräsentanten dieser Republik schreiben. Undenkbar!

Köhler hat diesem Possenspiel ein Ende bereitet und ist - mit sofortiger Wirkung - von seinem Amt zurückgetreten. Und das war gut so!

Er ist nicht geflüchtet und er ist auch kein Weichei, wie jetzt den Massen eingeredet werden soll. Nein, auch Köhler wurde das Opfer von Schwarz-Gelb mit ihrem "Elite-Denken".

 

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

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S
<br /> Richard von Weizäcker hätte mehr als tausend Gründe gehabt, unter der Regierung Kohl zurück zu treten.<br /> Und er tat es nicht.<br /> Als Präsident muss ich über den Dingen stehen und weit über dem politischen Geplänkel.<br /> Zumindest erwarte ich für meine Wenigkeit dies.<br /> LG<br /> Sabine<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Liebe Sabine,<br /> <br /> <br /> ich habe ja in meinem gestrigen Blog "Häme" einige Beleidigungen genannt, mit denen die Mainstreampresse den Bundespräsidenten bedacht hat. Und  meiner bescheidenen Meinung nach<br /> haben sie damit nicht Horst Köhler, sondern die Republik beleidigt. Wahrscheinlich hängt das mit meiner Herkunft zusammen. In meinen schamanischen Augen ist eben Horst Köhler ein Alter, den darf<br /> ich sehr wohl sachlich kritisieren, aber nicht beleidigen. In meiner damaligen Mikrowelt der Steppe gehörte sich so etwas einfach nicht. Der Älteste in der Sippe war Malik, da hätte es keiner<br /> gewagt, ihn wegen seines Aters zu verhöhnen. Was glaubst, welch Donnerwetter Chan und Schamane losgetreten hätten. Und die Verteidigung durch Merkel habe ich vermisst.<br /> <br /> <br /> Übrigens, hast du mitbekommen, was Roland Koch im Zusammenhang mit von der Leyen geschafft hat? Ich fürchte, für Frau Merkel beginnen frostige Zeiten, trotz des nahenden heißen Sommers. Im<br /> wahrsten Sinne des Wortes <br /> <br /> <br /> Nachdenkliche Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />