Overblog Alle Blogs
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

Werbung

Hundeerziehung antiauroritär - Mein Hund darf alles!

Am vergangenen Sonntag besuchte mich eine gute Bekannte, sie brachte eine Freundin mit und diese Frau hatte eine Riesenmischung von Hund dabei.

Ich sollte mal ihren Hund ansehen, weil er ziemlich viel Zahnstein hatte. Und dieser Hund war noch jung.

Da waren plötzlich Kinderstimmen zu hören, Spaziergänger mit Kindern liefen an meiner Hofeinfahrt vorbei. Der Hund knurrte und wollte zu den Kindern. Das war kein Spielknurren, sondern echt. Zum Glück war der Hund noch an der Leine. Die Besitzerin konnte ihr Riesentier kaum halten, also griff ich ein.

Ich zeigte ihrem Hund meinen Eckzahn und nahm ihre Leine. Sofort wurde der Hund still und schwänzelte um meine Beine. Dabei blickte er zu mir, fragend: "Ist das richtig so?"

Seine Besitzerin war sauer auf mich: "Er läuft halt gern zu Kindern und springt sie an. Das ist doch nicht weiter schlimm!"

Meine Bekannte ergänzte: "Aber er hat schon öfters nach Kindern geschnappt, das musst du auch sagen!"

Die Hundebesitzerin wurde böse: "Mein Hund darf alles! Ich erziehe meinen Hund antiautoritär!"

"So ein Quatsch!", sagte ich. "Hunde brauchen ein Rudel und sie müssen wissen, welche Stellung sie im Rudel haben. Und ein Hund ist vom Rang her immer unterhalb des Menschen."

"Sie haben doch keine Ahnung von Hunden!" erwiderte sie und wollte ihren Hund von mir wegziehen. Der hatte es sich nämlich vor meinen Füßen gemütlich gemacht und schaute erwartungsvoll zu mir hoch. Ihr eigener Hund knurrte sie an, richtig böse.

"Da sehen Sie, was Sie angestellt haben! Sie haben meinen Hund verdorben und gegen mich aufgehetzt! Ich möchte gehen!" sagte sie zu ihrer Freundin. Da der Hund gar nicht daran dachte, mit seinem Menschen mitzugehen, redete ich mit ihm. Er stand dann auf, trottete mit hängender Rute zum Kofferraum, schaute mich traurig an und sprang hinein ... Sein Blick ging mir schon nahe. Schade, aus diesem Hund hätte etwas werden können. Dann fuhren die beiden Frauen weg.

 

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
L
<br /> grüß Dich, ich war fort, daher jetzt erst meine Antwort: ich war de facto bei 2 Hunden ;) u.a. Schweizer Hirtenhund und ein sehr alter Huskie, die sind super erzogen, ließen mir Zeit sie kennen zu<br /> lernen und so sind wir gut zueinander. Der Hirtenhund ist temperamentvoll,doch bei mir nicht. Mag er streicheln, setzt er sich verkehrt und kommt immer näher ;)<br /> <br /> Mein Kopf sagt: der Hund riecht meine Angst-ist aber irgendwie nutzlos.<br /> <br /> lg<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Lady,<br /> <br /> <br /> Hirtenhunde sind ein besonderer Schlag, sie brauchen immer Arbeit, das bedeutet, die Herde zusammen halten. Wenn er dich als Mitglied einer Herde ansieht, und du nicht weggehst, dann ist für ihn<br /> die Welt in Ordnung. Auch wenn du Angst hast, das spielt dann keine Rolle. Und gut erzogene Hirtenhunde beißen nicht so schnell, sie drohen allenfalls.<br /> <br /> <br /> Ich finde es gut, dass du dich Hunden näherst, und sie streichelst. Beobachte sie dabei, Hunde sind meist ehrlich und signalisieren dir, was ihnen gefällt und was nicht.<br /> <br /> <br /> Ich wünsche dir eine schöne Zeit mit Hunden.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> Hunde in Eurythmie ausbilden ? und die Katzen ? ^^<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Flora, wieso nicht? Die bekommen auch dann schöne Kleidchen angezogen  Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> sowas ! ^^<br /> <br /> <br />
Antworten
L
<br /> ja solche HundebesitzerInnen haben bei mir einen fürchterlichen Knacks hinterlassen. Ich brauch elends bis ich Vertrauen habe, und treff ich unangeleinte Hunde ohne eindeutigen Besitzer in der<br /> Nähe, kann ich mir noch immer nicht Hilfe holen- geht nicht, steh da wie angemalt und signalisier 1000km weit:ich habe Angst - da hilfts nichts, dass der Kopf meldet, dass ist kontraproduktiv, die<br /> is da.<br /> <br /> +++++++++++<br /> Antiautoritär ist ja nicht nur für Tiere eine Katastrophe, sondern auch für heranwachsende Menschen.<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Lady,<br /> <br /> <br /> das ist schlecht mit der Angst! Weil ein Hund spürt, dass du Angst hast. Ein Mensch riecht auch anders, wenn er Angst hat. Ein gut erzogener Hund nützt das nicht aus. Mein Wolfsmix merkt<br /> das und geht auf den Menschen nicht zu, ja sie ignoriert geradezu solche Menschen.<br /> <br /> <br /> Leider gibt es viele Hunde, die eine solche Situation ausnützen, oft auch durch ihre Menschen ermuntert werden.<br /> <br /> <br /> Was kann ich dir raten? Deine Angst überwinden. Das geht, auch wenn du es dir nicht vorstellen magst. Wie? wirst du dich fragen. Nun, ich habe da meine für Außenstehende komisch<br /> ausschauende Methoden, stets individuell angepasst. Und dich mit Hunden beschäftigen. Besonders mit deren Kommunikation.<br /> <br /> <br /> Ich wünsche dir, dass du bald deine Angst vor Hunden verlierst.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
S
<br /> Ich warte auf den ersten Waldorf-Hundeübungsplatz für Rottweiler!<br /> (nichts gegen Waldorfpädagogik und Rottweiler)<br /> Sabiene<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Sabiene,<br /> <br /> <br /> genau! Und die Hunde werden dann in Eurythmie unterrichtet <br /> <br /> <br /> Liebe Grüße. Kiat<br /> <br /> <br /> <br />