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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Hündisches Abnehmen

Vor einiger Zeit klagte mir eine Bekannte ihr Leid. Sie war in die Wechseljahre gekommen und nahm zu: "Wenn ich nur an Essen denken, nehme ich schon zu!" meinte sie lachend und verzweifelt. Und sie fuhr fort: "Mein Hausarzt riet mir zu Walking-Stöcken, aber alleine mag ich nicht und bis ich andere zur Begleitung habe, das dauert."

"Und dann haben die bald etwas anderes zu tun?" stellte ich fest. "Stimmt!" bestätigte sie. Ich schlug ihr vor: "Schaff dir einen Hund an! Mit dem musst du regelmäßig raus, bei jedem Wetter!"

"Wo krieg ich einen Hund her? Was für einen Hund schlägst du vor?"

"Zum Beispiel im Tierheim. Du hast ja einen Garten, da hat er ein bisschen Auslauf. Und du brauchst einen mittelgroßen Hund. Farbe und Rasse spielen keine Rolle. Ihr beide musst zusammenpassen."

"Wie stelle ich fest, ob der Hund zu mir passt?"

"Umgekehrt wird oft ein Schuh daraus: Du musst auch zum Hund passen!"

"Aber ich war noch nie im Tierheim, kannst du mich begleiten?"

"Ja, das machen wir!" Und wir machten einen Termin aus, da sollte sie mich abholen - zur Fahrt ins Tierheim. Ihr fiel gleich ein Hund auf, eine richtige Promenadenmischung - mit gewitzten Ohren. Bestimmt nicht dumm.

Von der Tierheimleiterin erfuhren wir, dass der Hund eine traurige Geschichte hatte: Seine Besitzerin war überraschend gestorben, von den Kindern wollte niemand den Hund haben - so landete er im Tierheim. Und weil er keine bekannte Rasse war, wollten ihn die Menschen nicht haben.

Auch die Bekannte zögerte. Ich schlug ihr vor: "Vielleicht kannst du diesen Hund für den ANfang regelmäßig Gassi führen, da merkst du dann, was für ein Hund das ist und ob er dich mag."

Sie machte mit der Tierheimleiterin Termine aus zum Gassi führen. Dann verabschiedeten wir uns von dem Hund und vom Tierheim.

Dann war der erste Tag zum Gassi führen. Abends rief sie mich an. Freudig erzählte sie mir, wie artig der Hund war, wie er immer auf sie geschaut hat. "Er ist ganz brav an der Leine gelaufen, so lange bin ich schon lange nicht mehr gelaufen!"

Ja, ich habe gleich am Anfang gemerkt, dass die beiden zusammenpassen. Das habe ich irgendwie im Gespür. Manchmal fragen mich auch Reiterinnen, was ich von einem Pferd halte, das sie sich kaufen möchten. Und meistens habe ich mit meinem Urteil recht behalten.

Gestern kam die Bekannte - mit dem mir bekannten Hund. Er erkannte mich und wedelte. "Ob er dich erkannt?" fragte sie. Ich nickte nur. Dann unterhielten wir uns über ihren Hund und auch über ihre Gesundheit. 

"Du, seitdem ich dreimal täglich mit ihm rausgehe, geht es mir viel besser. Ich habe auch schon abgenommen!" betonte sie ganz stolz.

"Und du triffst sicher auch andere Hundebesitzer und kommst ins Gespräch mit ihnen."

Sie nickte. Sie hatte auch eine gesunde Farbe bekommen. Und wieder eine Aufgabe - nachdem ihre Kinder schon lange aus dem Haus sind.

Ja, wer sich vornimmt, einige Pfunde zu verlieren, dem rate ich zu einem Hund. Es muss kein teurer Rassehund sein, oft sie die Mischlinge viel klüger und verständnisvoller.

Was ich überhaupt nicht mag, sind sogenannte Qualzuchten. Lieber keine Rasse, auf keinen Fall ein Opfer einer Qualzucht:

Warum denn keine Promenadenmischung?


 

 

 

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D
<br /> Ja, was für ein toller Bericht. Sehr einfühlsam und man merkt, das der Schreiber tierlieb ist.<br />
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K
<br /> <br /> Danke für die Blumen! Nur eines: ich bin eine Schreiberin. Kiat ist mongolisch: es hat zwei Bedeutungen: einmal "Streuner", zum andern hat es ein Schamane etwas erweitert: "Wanderer zwischen zwei<br /> Welten". Und ein anderer Schamane machte dann daraus "Suchender Wolf unter dem Mond!" Und die letzte Übertragung gefällt mir am besten - zumal in meiner Kindheit und Jugend die wilden Wölfe in<br /> der mongolischen Steppe meine besten Freunde waren. Mehrmals retteten mich Wölfe vor bösen Menschen.<br /> <br /> <br /> P.S.: Vom Hotel Falkensteiner in Meran erzählte mir eine Kundin, sie<br /> war ganz begeistert!<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Das ist aber ein schöner Bericht! Da haben sich Hund und Frauchen gefunden, das finde ich gut. Überhaupt, gerade ältere Menschen, die vielleicht noch einsam sind, da tut so ein Tier doch gut. Es<br /> ist egal, welche Rasse oder Mischling, Mensch und Tier müssen zusammen passen. Und wer einmal ein Tier hatte, der möchte es nicht mehr missen. Tiere geben uns soviel Freude und sind der beste<br /> Freund des Menschen. Allerdings trägt man auch Verantwortung und muß sich um sein Tier kümmern. Aber auch das macht Freude.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br />
Antworten
K
<br /> <br /> Ein Haustier hat eigentlich nur Vorteile. Wie du schreibst, Tiere freuen sich immer, wenn du nach Hause kommst - sie haben meist keine schlechte Laune. Oder sie sind krank! Heute kam ich von der<br /> Praxistour zurück, Murrli begrüßte mich nur ganz kurz, dann verschwand er in Richtung Jagdgebiet - das Licht war gerade richtig, da kommen die Mäuse aus ihren Wohnungen. Da habe ich volles<br /> Verständnis, wenn er nur kurz mich begrüßt.<br /> <br /> <br /> Oder einmal Riffel. Da übernachtete eine Freundin im Gästezimmer. Ich musste noch einmal weg. Als ich zurückkam, kam Riffel zu mir, begrüßte mich ganz kurz und drehte sich ganz wichtig um und<br /> ging zurück ins Gästezimmer. Sie signaisierte mir: Ich habe keine Zeit, ich muss aufpassen, da schläft ein fremder Mensch! <br /> <br /> <br /> <br />