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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Jauch und das Scherbengericht über Günter Grass

Da hatte Günther Jauch wieder eingeladen - Leute, die über das Gedicht "Was gesagt werden muss" des deutschen Nobelpreisträgers Günter Grass urteilen sollten. Leute, die sich wie Literaturkritiker aufspielten, obwohl sie von Literatur keine Ahnung haben.

Heide Simonis, frühere Ministerpräsidentin, für sie und die SPD hat der Literaturnobelpreisträger einst Wahlkampf gemacht. Aber das hinderte sie nicht, über Grass herzuziehen: "Mit dem Gedicht hätte er die Aufnahmeprüfung für den diplomatischen Dienst nicht ganz bestanden."

Was soll dieser Satz? Was hat dieser Satz mit Literatur zu tun? Über eine solche Äußerung einer früheren Ministerpräsidentin kann ich nur den Kopf schütteln!

Und dann gab es noch den gelben Polterer vom Dienst, Dirk Niebel: Auch er sah sich befähigt, sein "Urteil" über das Gedicht abzugeben: "Das Gedicht war literarisch nicht notwendig und politisch nicht hilfreich." 

Wann ist denn ein Gedicht literarisch notwendig? Und wenn überhaupt, wer entscheidet das? Ein Entwicklungsminister? Oder der Dichter, der es geschrieben hat?

Und vergessen wir nicht den Historiker Michael Wolffsohn: "Das Gedicht hätte auch in einer Rechtsradikalenzeitung gedruckt werden können." Diesen Satz sollten wir uns so richtig auf der Zunge zergehen lassen! Wolffsohn bringt den diffamierenden Rechtsradikalismus ins Spiel und drückt sich so vor der Auseinandersetzung mit dem Gedicht von Grass!

Er muss sich auch nicht damit auseinandersetzen - aber wozu dann diese versuchte Diffamierung?

Und den Vogel schoss der Schauspieler Michael Degen ab: "Das Gedicht ist schwachsinnig und Grass anti-israelisch." Ich finde es so etwas von widerlich, einen Dichter wie Günter Grass so zu beleidigen!

Jetzt wissen wir, wozu diese Talkshow von Günther Jauch dient: nicht zur Bildung der Öffentlichkeit, sondern zur Missbildung! Von missgebildeten Vorurteilen! Ich finde es sehr schade, dass sich Jauch für solche Zwecke hergibt! Da wird ein Literaturnobelpreisträger und sein Werk derart beschimpft und besudelt, dass sich die Balken biegen!

Und warum das alles? Weil sich diese Bande von selbst ernannten Literaturkritikern drückt, sich wirklich mit der Aussage dieses Gedichtes auseinanderzusetzen. Für mich lautet mein persönliches Urteil über diese "Kritiker": Feiges Gesindel!

Quelle: Süddeutsche.de Junge du spinnst

Jauch verbreitet Propaganda - Augstein interveniert
Veröffentlicht am 24.04.2012 von shibby0815

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M
<br /> For those who are interested in the Grass poem controversy: <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> Fellow Germanist Scott Abbott and I are<br /> <br /> <br /> archiving the fairly immense ruckus, its hundreds of in quite a few instances interesting takes,  at Scott's Weblog <br /> <br /> <br /> http://goaliesanxiety.blogspot.com/2012/04/gunter-grass-what-must-be-said.html<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> + I myself am synopsizing it in three steps:<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> A) Negative takes - this is now online at:<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> http://summapolitico.blogspot.com/2012/04/part-synopsis-of-grass-poem-controversy.html<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> B) Positive and differentiated takes will be put up at the same site in about a week; and<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> C) On the poetry of lack thereof of the Beast, which I will put in about two weeks up at my<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br />  http://artscritic.blogspot.com/ <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> The controversy seems finally to be fading, it has reached the provinces.<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> Analytically speaking, what is noticeable is that many of those who have come out harshly against Grass - Josef Joffee, Strittmatter,<br /> Reich-Ranicki - subject the poem to what I would call pseudo-analytic terminology to indict Grass as an anti-Semite: ditto also in this country where the negative takes derive from<br />  politically Neo-Conservative quarters, New Republic, The National Interest, The Weekly Standard, Commentary, Wall Street Journal [Joffe again], Bernard Henry Levy via Huffington, ditto<br /> Dershvits etc. However, the controversy as a whole and the way it is playing out in Germany, inasmuch as I can judge it based on its manifestations in the media - online blogs, newspapers,<br /> television discussion shows - would indicate a continued unsettled state of the German conscience. Best to all.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> MICHAEL ROLOFF<br /> <br /> <br /> <br /> http://www.facebook.com/mike.roloff1?ref=name<br />
Antworten
R
<br /> Danke für das Kompliment. Und du hast ungeahnten Erfolg! Seh mich weiter bei dir um. Möchte gerne deinen Blog bei mir unter "Interessante Blogs und Links" aufnehmen. OK? Kannst du ja auch machen.<br /> <br /> <br /> Einen schönen Tag, Grüße RE<br />
Antworten
K
<br /> <br /> Aber natürlich! Ich fühle ich mich geehrt! Und einen Hinweis auf deinen Blog baue ich auch ein! Ist doch Ehrensache  Gute Ideen müssen sich verbreiten <br /> <br /> <br /> <br />
R
<br /> Tja, da sprichst du mir aus der Seele! Die political correctness wird vorgeschoben um sich nicht mit Inhalten auseinander zu setzen. Jauch hätte auch ich mehr zugetraut. Schade. Mach weiter so.<br /> <br /> <br /> Grüße aus dem wunderbaren Tal, RE<br />
Antworten
K
<br /> <br /> Ja, über Jauch sind wir uns wohl einig! Und über diese selbsternannten Kritiker von Grass auch! <br /> <br /> <br /> Du hast einen schönen Blog! Wir werden uns da öfters sehen <br /> <br /> <br /> <br />
X
<br /> Ich habe Günter Grass eigentlich nie besonders gemocht - bis er dieses Gedicht veröffentlichte. Mir gefällt es, denn es ist ehrlich. Was ihm da alles unterstellt wird, passt doch gar nicht zu<br /> ihm. Vermutlich haben 80% seiner Kritiker das Gedicht nicht einmal gelesen. Hauptsache, man kann über einen herfallen. Eklig.<br /> <br /> <br /> Aber nunmal wünsche ich Dir einen "Tag der Arbeit", der Dir gefällt. Herzlich grüßt Xammi<br /> <br /> <br />  <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Das sehe ich auch so wie du! Die meisten, die sich zu diesem Gedicht äußern, sind doch nur abgestellt, auf Grass als Kritiker von Israel und als Warner vor einem Weltkrieg II einzuprügeln! Dass<br /> soviele deutsche "Journalisten" sich daran beteiligen, zeigt doch, wie sehr die Mainstreammedien beeinflusst werden. Von wegen freie Presse. Das war offensichtlich einmal! Die Verleger haben<br /> einfach viel zu viel Angst, sie könnten einen lukrativen Anzeigenauftrag verlieren.<br /> <br /> <br /> Ich stelle mir gerade vor, wie es damals war, als Strauß den SPIEGEL durchsuchen ließ - wegen aberwitzigen Anschuldigen. Ich bin mir sicher: In der heutigen Zeit gäbe es keine SPIEGEL-Affäre<br /> mehr.<br /> <br /> <br /> <br />