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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Kann Tierkommunikation gefährlich werden?

"Du, ich werde jetzt einen Kurs belegen: Tierkommunikation. Dann kann ich alle Tiere verstehen! Das muss toll sein!"

Damit überraschte mich heute ein Blitzbesuch. Ich fragte sie gleich: "Ach, willst du jetzt Doktor Doolittle nacheifern?" Sie schaute mich mit großen Augen an. Da ließ ich es. Ich hörte sie nur: "Kenn ich nicht! Ich will so wie du Tiere verstehen und mit ihnen reden. Das kann ja nicht so schwer sein."

"Hast du überhaupt Erfahrung mit Tieren? Soviel ich weiß, hattest du nie ein Haustier?"

"Also, ich habe mit der Schule gesprochen, die haben mir gesagt, dass ich kein Tier benötige. Im Gegenteil, die ersten Erfahrungen mit eigenen Tieren auszuprobieren, das sei problematisch."

"Das sehe ich ganz anders. Kommunikation bedeutet ja nicht mit Tieren zu sprechen so wie mit einem Menschen. Tiere können sich ganz anders verständigen, oft können wir Menschen da nicht mithalten."

"Das glaube ich nicht! Menschen sind doch viel schlauer als Tiere. Die meisten Tiere sind ja doof!"

"Wenn du mit solch einer Einstellung an die Tierkommunikation rangehst, dann wirst du keinen Erfolg haben. Warum willst du überhaupt Tierkommunikation betreiben? Was erwartest du dir davon?"

"Ich will eine Schau abziehen und die Menschen beeindrucken!"

"Aha! Du willst also so eine Art Zirkusnummer vorführen? Gerade dann brauchst du viele Kenntnisse über das jeweilige Tier! Da musst du dein Tier sehr lange kennen."

"Ach was! Dafür gibt es doch Bücher und Videos. Das lässt sich alles lernen. Du hast es doch auch gelernt!"

"Aber nicht aus Büchern. Zu meiner Zeit in der Steppe hatte ich keine Bücher. Ich habe die Tiere beobachtet und daraus Schlüsse gezogen. Manchmal waren meine Schlüsse falsch, also habe ich weiter beobachtet und neue Schlüsse gezogen."

"Das ist mir zu langweilig und dauert mir zu lang. Ich finde sicher ein Buch, da schaue ich rein, und weiß, was das Tier meint. Und außerdem werde ich lernen, mich mit der Seele des Tieres zu verständigen. Ich erfühle dann die Gedanken der Tiere und die schicken mir ihre Gedanken."

"Was du meinst, ist Telepathie - also Gedankenübertragung - zwischen Tier und Mensch."

"Genau! Dann brauche ich gar keine Bücher."

"Aber du brauchst die Erfahrung, was die Bilder bedeuten. Was Tiere senden oder empfangen, sind Bilder, und zwar Bilder aus ihrem Leben, mit denen das Tier etwas anfangen kann. Wenn ich mit meinem Lipizzaner ausreite, dann fragen mich viele (klassische) Reiter(innen): Du gibst ja keine Hilfen!"

"Und wie dirigierst du dein Pferd? Gibst du ihm nicht die Sporen?"

"Nein, das brauche ich nicht. Ich sende meinem Pferd ein Bild. wie er losgaloppiert und schon saust er los."

"Und sendet dir dein Pferd auch Bilder?"

"Ja, klar! Zum Beispiel wenn in einem Hochsitz sich ein Jäger verschanzt hat. Und dann schaue ich genau hin und sehe die Öffnung eines Jagdgewehrs."

"Hat das Pferd das Gewehr erkannt?"

"Nicht unbedingt. Aber es hat die Gefahr gespürt und teilt mir das mit."

"Wie kann ein Tier eine Gefahr erkennen?"

"Die Sinne der Tiere sind oft ausgeprägter als die der Menschen. Da können wir Menschen nicht mithalten. Und Tiere stehen mit anderen in Verbindung, die teilen dann ihre Beobachtungen mit. Willst du immer noch Tierkommunikatorin werden?"

"Sicher! Die Kursleiterin hat mir erzählt, es gibt da einen Kurs für Fortgeschrittene. Da können Tiere bei der Lösung von Alltagsfragen helfen."

"Kannst du das mal erläutern?"

"Nun, sie hat von einem Fall erzählt, da wollte sich ein Ehepaar scheiden lassen, und die Pferde wurden gefragt, wer was bekommen soll."

"Und das hast du geglaubt?"

"Natürlich! Das ist doch eine ganz tolle Sache!"

"Nö, das ist ganz großer Quatsch! Wenn es zum Beispiel darum geht, wer das Segelboot bekommt. Ein Pferd kann sich unter einem Segelboot nichts vorstellen. Das ist die typische Vermenschlichung von Tieren. Da meinen Menschen, dass Tiere genauso denken wie die Menschen. Das stimmt aber nicht. Und wenn ein Mensch erwartet, dass sein Tier sich verhält wie ein Mensch, dann wird es gefährlich - sowohl für das Tier als auch für den Menschen."

 

 

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

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P
<br /> Schöne Zusamenstellung über Tierkommunikation. Das lernen und Erfahrungen sammeln ist wichtig. Ob das gefährlich werden kann? Hängt nur von einem selber ab. Ich habe ein Tierkommuniktion Kurs<br /> besucht. Und mein Leben hat sich verändert. Und ich bin damit glücklich. <br />
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K
<br /> <br /> Vielen Dank für dein Lob! Und dass du mit deinen Erfahrungen glücklich bist, dazu beglückwünsche ich dich. Möge es immer so glauben.<br /> <br /> <br /> <br />
M
<br /> Liebe Kiat!<br /> <br /> Mir wüde es gefallen, wenn die Tiere diese Dame dann bei ihrer großen Show so richtig vera.. und bloßstellen würden als das was sie ist:<br /> Beschränkt und maßlos arrogant.Wer Tiere für dumm hält, gibt damit nur zu, daß er von sich auf die Tiere schließt.<br /> <br /> "Wie bringt man jemanden dazu, freiwillig sein Tier wegzugeben, wenn der unfähig ist?"<br /> <br /> Am besten demjenigen aufzählen, welche Kosten das Tier ihm auf Dauer machen wird.Dabei ruhig ein bißchen übertreiben.Da der Mammon ja der höchste Götze der meisten ist, hat das wohl in<br /> schätzungsweise 90% der Fälle Erfolg.<br /> Handelt es sich um jemand aus der L&L Fraktion, dann kann man auch voll einen auf Mitleid machen.<br /> <br /> Wie wollen die meisten 2 Beiner eigentlich mit Tieren kommunizieren?Die sind doch nicht einmal fähig, etwas kindgerecht zu erklären.Kind war aber jeder von uns mal.Nur vergessen leider die meisten,<br /> wie man als Kind gefühlt und gedacht hat.Sie fügen ihren Kinder die gleichen Grausamkeiten zu, unter denen sie selbst als Kind leiden mußten.<br /> Wie sollen sich solche Leute dann auf Tiere einstellen, sie waren ja noch nie ein Tier.Und selbst in Kinder, die sie waren, können sie sich nicht einfühlen, wie soll es da bei Tieren gelingen?<br /> <br /> Tiere sind kein Spielzeug um sein eigenes Ego aufzuwerten!Deshalb habe ich auch für Rassekatzenausstellungen u.ä. kein Verständnis.<br /> <br /> Es täte den meisten "Tierkomiker" gut, sich mal mit dem natürlichen Verhalten von Tieren in freier Wildbahn zu beschäftigen!<br /> <br /> Kopfschüttelnde Grüsse von Moira<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Liebe Moira, <br /> <br /> <br /> stimmt, wer Tiere für dumm hält, ist selbst noch dümmer! Mir fällt bei Kindern ein Spruch von Einstein ein: Wenn du einem sechsjährigen Kind etwas nicht erklären kannst, dann hast du es<br /> selbst nicht verstanden!<br /> <br /> <br /> Für viele dienen leider Tiere oft nur der Selbstbeweihräucherung. Ich habe mal in einem Katechismus geblättert, da ging es auch um die Tierliebe. Da stand wirklich, dass man/frau die Tierliebe<br /> nicht übertreiben und das Geld dafür lieber der Kirche spenden sollte ... Grund: Tiere hätten keine Seele.<br /> <br /> <br /> Und als der derzeiige Papst noch nicht Papst , sondern der Herr Ratzinger war, hielt er mal in Regensburg einen Vortrag. Da meinte er al passionierter Jäger: "Hasen und Rehe freuen sich, wenn sie<br /> erschossen werden, denn Tiere haben keine Seele!"<br /> <br /> <br /> Kopfschüttelnde Grüße, KIat<br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> Wie denn ? Also ich bin der Meinung was sein muss muss sein. Also tick tick tack tick tick tack tick tick tick ! ^^<br /> <br /> <br />
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H
<br /> Tja dass ist es häufig, wie bringe ich es den Menschen bei?<br /> Denn es stimmt wirklich, manche erwarten man redet einmal mit den Tier und dann ist alles gut. Aber sich selbst ändern?<br /> Diese Frau von der ich erzählte erwartete wohl auch was für eine große Sprituelle Antwort von den Kater. Die gab es aber in diesen Fall nicht. Also war sie der Meinung ich tauge nichts…<br /> Ich hatte auch erklärt dass ich eine Antwort erfinden könnte, aber dass dies nicht meine Art ist und ich lieber erlich bin. so wie sich verhalten hatte, wollte sie den Kater eh abgeben. Stimmt<br /> wahrscheinlich besser für den Kater.<br /> Seltsam fand ich blos ihre Erwartunghaltung…<br /> Aber ich denke Kiat kennt das zu genüge.<br /> <br /> Naja dann habe ich nach Tatzelwurm noch Chancen weiter zu kommen.<br /> Denn für mich gibt es nichts spanneners als Berichte über Tiere in Fernsehen oder das lesen von Verhaltensweisen von Tieren. Solange es nicht möglich ist es in Orginal zu erleben - was immer besser<br /> ist.<br /> Aber garkein Interesse haben… dann kann man es vergessen.<br /> Und ich denke auch die Tiere werden ihr was "Husten"… *Lach*<br /> <br /> LG<br /> Heike<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Heike,<br /> <br /> <br /> stimmt, so manche Menschen haben eine gewisse Erwartungshaltung und die wollen sie bestätigt haben. Und wehe, wenn du da nicht mitmachst. Ich mache da nicht mit, ich lasse mich nicht<br /> verbiegen. <br /> <br /> <br /> Klar, Berichte über Tiere bringen dir etwas, erfährst du doch Handfestes über Tiere. Und auf dieser Basis kannst du in die Tierwelt eintauchen und nachfühlen wie ein Tier sich verhält.<br /> <br /> <br /> So beobachte ich immer wieder, dass Pferde Angst vor einem Bagger haben. Grund: So eine geöffnete Baggerschaufel hat riesige "Zähne", muss also sehr gefährlich sein ...<br /> <br /> <br /> Oder manche Pferde bleiben bei einem Bahnübergang mit runtergelassener Schranke ganz ruhig, obwohl ein Zug vorbeirauscht. Grund: Die Schranke wird wie ein Zaun angesehen, der gefährliche Zug<br /> kann dem Pferd nichts tun.<br /> <br /> <br /> Jedes Tier teilt seine Umgebung ein in gleiche Tiere und fremde Tiere. Wir Menschen sind dann immer fremde Tiere. In Freunde und Feinde. In essbar und ungenießbar. Usw. Ein Tier hat zwar ähnliche<br /> Grundbedürfnisse wie wir Menschen: Essen, Schlafen und Sex.<br /> <br /> <br /> Wenn zum Beispiel eine Katze mit einer gefangenen Maus "spielt", dann ist das nicht nur die Freude am Spiel, sondern eine Art Training. In der freien Wildbahn muss ein Raubtier immer topfit sein,<br /> sonst fängt es keine Beute und muss verhungern.<br /> <br /> <br /> Vegetarier ticken deshalb anders.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
T
<br /> Liebe Kiat,<br /> <br /> fürs freiwillig abgeben muss doch ein Mindestverständnis dafür da sein, dass man dem eigenen Tier nichts Gutes tut mit seinem Verhalten. Wie bringst Du das jemanden schonend bei?<br /> <br /> Liebe Grüße, Tatzelwurm<br /> <br /> <br />
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