Heute kam eine Bekannte vorbei, sie geht öfters zu einem Esoterikstammtisch und das war auch der Grund für ihren Besuch:
"Du weißt ja, wir treffen uns öfters zum Eso-Stammtisch. Gestern war einer dabei, der redete über Lemuria, und zwar ziemlich schnell, ich habe nur die Hälfte verstanden. Und meine Freundin war auch dabei. Sie hat gefragt, ob es sicher ist, dass es Lemuria gegeben habe. Da sind die anderen über sie hergefallen."
"Wieso? Es ist gar nicht erwiesen, dass es Lemuria gegeben hat. Der Begriff Lemuria tauchte ja erst im 19. Jahrhundert auf."
"Echt?"
"Ja, da haben Geologen Gemeinsamkeiten zwischen Südafrika und Indien festgestellt. Da sie noch nichts von einer Kontinentalverschiebung wussten, meinten sie, da habe es eine Landbrücke oder einen Kontinent gegeben. Und weil die Lemuren, Affen auf Madaskar, überall waren, wurde dieser Kontinent Lemuria genannt."
"Schade, dass Du nicht dabei warst! Du hättest meiner Freundin helfen können."
"Und in der okkulten Literatur taucht er in der Geheimlehre von Blavatsky auf. Da sind die Bewohner Hermaphroditen, schauen aus wie Affen mit vier Armen und sie legen Eier."
"Das hört sich ziemlich unwahrscheinlich an!"
"Und sie sollen Hermaphroditen gewesen sein! Und sie zählen zur dritten Wurzelrasse."
"Rasse? Das hört sich für mich verdächtig an."
"Naja, die Nationalsozialisten hatten auch ihre okkulten Traditionen, die haben auch theosophische Elemente für ihre Zwecke verwendet. Denke nur an die Thule-Gesellschaft und ihren inneren Kreis."
"Wird Lemuria noch anderswo erwähnt?"
"Nein, es gibt keinen Beweis, dass Lemuria existiert hat. Auch nicht Vergleichbares. Lemuria soll vor 24.000 Jahren durch eine Sintflut untergegangen sein."
"Dann ist es klar, dass es keine Nachweise gibt."
"Ja, aber wenn Lemuria ein so großer Kontinent war, dann hätte es doch Mythen darüber gegeben. Aber erst im 19. Jahrhundert taucht diese Idee auf. Und das kommt mir seltsam vor."
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