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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Lutz Wingert denkt und schreibt

Ingrid schickte mir den Link eines sehr lesenswerten Artikels von Lutz WIngert. Wer ist Lutz Wingert? 

Lutz Wingert ist Professor für Philosophie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich und Mitglied des Zentrums für Geschichte des Wissens an der Universität und ETH Zürich. 

Ich zitiere aus seinem Artikel:

Noch mag die autoritäre Versuchung eines aggressiven Durchregierens im Westen so fern liegen wie Peking. Aber der Ruf der Eliten nach einem Ende von Diskussion und Protest wird lauter. So sorgen sich deutsche Industrieverbände darum, dass die Bürgerproteste zum Investitionshemmnis Nummer eins in Deutschland werden. Dieser Sorge hat sich der deutsche Innenminister Thomas de Mazière angenommen und mit einem Gesetzentwurf zu Infrastrukturplanungen reagiert. Gab es bislang eine eingeschränkte Pflicht zur öffentlichen Erörterung solcher Vorhaben, so soll zukünftig die Diskussion mit Bürgern ins Ermessen der Behörden gestellt werden. "Irgendwann muss […] ein Schlusspunkt gesetzt werden. Ansonsten verlieren wir unsere Zukunftsfähigkeit!", befürchtet der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle.

Soso, das erklärt öffentlich der Bundesverfassungsgrrichtspräsident! Eigentlich unvorstellbar! Wird hier das Volk, werden hier die Bürgerinnen und Bürger entmündigt? Sind sie nur noch als Steuerzahler geduldet, um diese sich selbst ernannte Elite zu finanzieren? Wozu dies führen wird, kann diese Elite sehen, wenn sie in den Mittleren Osten blickt!

Lutz Wingert beschreibt auch die sog. "Restaurant-Demokratie". Ich zitiere:

"Statt dessen breitet sich eine Art Restaurant-Demokratie aus: Vorzugsweise am Wahltag äußern die Bürger ihre Wünsche. Der Kellner in Form einer Partei nimmt sie entgegen und trägt sie in die gut abgeschirmte Küche. Dort halten die ministeriellen Köche gerne Rücksprache mit den meist privatwirtschaftlichen Experten über Grundlage und Zutaten des Menüs, je nachdem, ob es sich um ein Menü in Sachen Gesundheit, Finanzmarktregulation oder Stadtentwicklung handelt. Nach der Vorspeise werden Umfragen im Gästeraum des Bürgerpublikums gemacht und an die Kellner gemeldet. Wem die dann servierten Entscheidungen nicht schmecken, der kann beim nächsten Mal andere Wünsche anmelden oder sich an andere Kellner wenden.

"In dieser Vorstellung von Demokratie kommen die Bürger ohne Verbands- oder Investorenmacht hauptsächlich als Zuschauer vor. Ihnen bleibt das Recht, den vermeintlichen Entscheidern an Wahltagen Generalvollmachten auszustellen oder sie wieder zurückzunehmen. Das ist zu wenig. Denn die Entscheidungen zwischen den Wahltagen sind ja oft weitreichend und unumkehrbar. Und sie werden von den Beauftragten, den "Regierungsköchen", auch nicht ohne Einwirkung mächtiger Interessenten getroffen."

Ich finde, das ist eine sehr treffend formulierte Beschreibung der politischen Verhältnisse. Wingerts Artikel ist es wirklich wert, ganz gelesen zu werden - denken wir darüber nach! Und ziehen unsere Konsequenzen!

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I
<br /> du hast sehr kluge leserinnen, die dir hochinteressante links schicken. dein blog ist wirklich sehr gut! lg isabelle<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> liebe Isabelle, ja darüber bin ich sehr froh! Seitdem ich die Kommentare moderirere, kann ich die Blödelsammlung rausschmeißen, meistens sind die unter der Gürtellinie! Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
J
<br /> Meine Konsequenz:<br /> morgen wieder nach Stuttgart fahren.<br /> Zu diesen Großprojekten und dem Gesetzesversuch hatte Heribert Prantl einen Artikel geschrieben, den ich unter Prantl bei www.ebenerdig.npage.de<br /> eingepflegt habe.<br /> <br /> Desweiteren häufen sich die Hinweise auf Artikel 146 des Grundgesetzes.<br /> <br /> Ich habe das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Handgröße<br /> (bpb: Bundeszentrale für politische Bildung) vor mir liegen und zitiere daraus:<br /> <br /> >Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt,<br /> die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Juiane, <br /> <br /> <br /> die Entscheider sollen nur so weitermachen - viele Bürger sind schon sehr sensibilisiert und machen die Bürgerinnen und Bürger noch wütender! Und wer sind denn die Behörden? Letztendlich bestimmt<br /> das Volk, wer in den Behörden sitzt. Das sollen sich die Regierenden mal klar machen. Sie sind alle auf Zeit gewählt und können sehr schnell fallen - gerade in der heutigen Zeit. <br /> <br /> <br /> Und es wird wirklich Zeit, dass die Deutschen eine Verfassung bekommen, gewählt vom gesamten Volk und nicht von irgendwelchen Repräsentanten oder gar Wahlmännern und -frauen.<br /> <br /> <br /> Das was jetzt abläuft, hat nichts mehr mit Demokratie zu tun, es ist eine Veralberung des Willen des Volkes. Und dass auch die Eliten scheitern und fallen können, das zeigen die Fälle Leyen und<br /> Guttenberg. Und das macht Mut, weiter für die Durchsetzung demokratischer Prinzipien zu kämpfen!<br /> <br /> <br /> Solidarische Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Liebe Kiat,<br /> <br /> so ist es, die Menschen werden manipuliert! Es zählt nur noch Macht, Gier und Reichtum. Ich habe mich heute auch darüber ausgelassen auf meinem Blog. Ich mußte das einfach loswerden. Was momentan<br /> abgeht, ist nicht mehr normal.<br /> Wir Bürger sollten uns endlich einmal Gedanken machen was wir von der Zukunft erwarten. Und dann müssen wir auch handeln. So geht es einfach nicht weiter!<br /> <br /> Liebe Grüße, Katharina<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> LIebe Katharina,<br /> <br /> <br /> ich habe mir deinen Artikel angeschaut und ich stimme voll zu. Grade was Angela Merkel angeht, das ist schonn merkwürdig ...<br /> <br /> <br /> Nachdenkliche Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />