Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Erinnern wir uns: 30. September 2010, dieser Tag wurde zum Scharzen Donnerstag in Baden-Württemberg. Die Staatsgewalt prügelte auf friedliche Demonstranten ein, einer wurde gar fast blind "geschossen" - mit einem polizeilichen Wasserwerfer!
Wer war damals Ministerpräsident? Stefan Mappus! Die Redaktion von EXTRA 3 wollte ihm deshalb den Goldenen Schlagstock verleihen - er lehnte ab! Ja, dann wurde Mappus abgewählt. Zum Ministerpräsidenten war er ja nicht gewählt worden - sein Vorgänger Oettinger wurde zum EU-Energiekommissar gekürt - Mappus wurde sein Nachfolger - ohne eine demokratische Wahl!
Aber seine Abwahl - die war demokratisch! Was macht ein abgewählter Ministerpräsident? Er geht zum Pharmahersteller Merck. Dort sollte er Konzernbevollmächtigter für Südamerika werden. Im September 2011 trat er seine neue Stelle an.
Und jetzt hat er gleich wieder gekündigt. Zum Jahresende. Hat ihm die Arbeit bei Merck nicht gepasst? Oder was ist passsiert? Ja, es ist einiges passiert - seine Vergangenheit hat ihn eingeholt.
Ja, als Ministerpräsident hat er eingekauft: Beteiligungen am Energiekonzern EnBW. Über vier Milliarden Euronen legte er hin und bekam dafür 46.5 Prozent der Anteile am EnBW-Konzern.
Ja, und dann soll ihn bei diesem Einkauf die Bank Morgan Stanley beraten haben - für ziemlich viele Euronen! Von schwäbischer Sparsamkeit weit und breit keine Spur! Wahrscheinlich wollte er schon mal üben, wie es ist, wenn Steuergelder verbrannt werden. Beim Monsterprojekt werden es gewiss viel mehr Milliarden werden!
Das war sogar dem Stuttgarter Staatsgerichtshof zuviel: Dieser Einkauf verstoße gegen die Verfassung! Das kam knüppelhart - für Mappus!
Deshalb kann Mappus jetzt nicht mehr für Merck arbeiten, weil: "Die zumeist diffamierenden Angriffe und Verleumdungen gegen meine Person und die von mir geführte Landesregierung im Zusammenhang mit dem Einstieg des Landes bei der EnBW erfordern eine angemessene Reaktions- und Wehrfähigkeit meinerseits", ja das sagte Mappus den Stuttgarter Nachrichten.
Das hört sich ja richtig gefährlich an: "wehrfähig"!
Dieser Einkauf von EnBW kostete bereits einen Kopf, den des damaligen Finanzministers Willi Stächele - er trat als Landtagspräsident zurück! Ob noch weitere Köpfe rollen? Wahrscheinlich ist es schon!
Quelle: sueddeutsche.de Mappus wirft bei Merck hin