Erinnern wir uns, da wurde 2008 in China Milch mit Melamin verpanscht, Babies starben. Aber der Skandal wurde erst nach der Olympiage in China publik.
Wer meint, das kommt nicht wieder, irrt. Jetzt ist Melamin wieder da, im Tierfutter. Das war vor Jahren zwar schon mal der Fall. Die dahinter steckende kriminelle Energie lässt sich so leicht nicht ausrotten. Wieso eigentlich Melamin? Nun, wer als Hersteller von Tierfutter Melamin zusetzt, täuscht einen hohen Gehalt an Protein vor.
Wie geht das?
Nun, der Proteingehalt wird über den Stickstoffgehalt bestimmt. Echtes Protein enthält ungefähr um die 15 % Stickstoff. Melamin dagegen besteht zu über 60 % aus Stickstoff. Und für sich allein ist Melamin eigentlich ein harmloser Stoff. Und ist auch nicht giftig.
Aber nicht, wenn Melamin zersetzt wird. Dann bildet sich Cyanursäure, die wie der Name vermuten lässt, giftig ist. Vor allem dann, wenn Cyanursäure ein Salz bildet, das ist dann schwerlöslich ist, ausfällt und die Nierenkanäle verstopft. Folge: totaler Nierenschaden.
Und genau das beobachte ich seit einiger Zeit immer häufiger bei Haustieren.
Was sollten wir dagegen tun?
Nun, wir können bei dem Hersteller des von uns verfütterten Tierfutters anfragen, ob sein Tierfutter Melamin enthält. Und wenn ein Hersteller nicht antwortet, dann streichen wir ihn eben von unserer Liste. Und wir können auch von den Tierfutterimporteuren verlangen, dass sie das importierte Zeug auf Melamin prüfen. Da gibt es eine Methode, die das in wenigen Minuten feststellt.
Also, wenn ihr feststellt, dass euer vierbeiniger Liebling immer mehr trinkt und abnimmt, solltet ihr die Niere untersuchen lassen. Und wenn eine Schädigung im Anfangsstadium festgestellt wird, dann ist es Zeit, sich mal Gedanken zu machen, was ihr so verfüttert.
Eure Lieblinge werden es euch danken!
Besonders kritisch solltet ihr werden, wenn Tierfutter aus China importiert wird. Und das kommt leider ziemlich häufig vor.
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