Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Erster Dienstsitz: Rochusstr. 1, 53123 Bonn
Zweiter Dienstsitz: Friedrichstraße 108, 10117 Berlin (Mitte)
Sehr geehrter Herr Bundesminister Bahr,
heute traf ich eine gute Bekannte und war erschrocken: Wie sah sie denn aus? Wir suchten eine Bank und sie erzählte mir, dass sie bei ihrem Hausarzt war - wegen Verdacht auf Ketoazidose! Also Übersäuerung des Blutes - eine alarmierende Geschichte. Wie hatte sie das festgestellt?
Sie ist an Diabetes Typ 1 erkrankt, benützt ein Messgerät, das Alarm gibt, wenn beim Messen Aceton festgestellt wird. Dann gibt es spezielle Messstreifen, damit kann der Ketone-Gehalt festgestellt werden. Einmal hatte ihr Arzt ihr eine Packung mit zehn solchen Streifen verordnet.
Gestern ging es ihr grottenschlecht - plötzlich stieg ihr Blutzucker, sie maß. Und KETONE erschien auf dem Display. Alarm, Alarm! Also nahm sie einen speziellen Messstreifen und maß den Acetonwert. Ergebnis: 1,5 mmol pro Liter! Sie schaute in der Bedienungsanleitung ihres Messgerätes nach, da fand sie:
Es besteht die Gefahr, dass Sie diabetische Ketoazidose (DKA) entwickeln ...
Und als Maßnahme stand:
"Wenden Sie sich umgehend an Ihr medizinisches Fachpersonal!"
Das machte sie auch und rief gleich bei ihrem Hausarzt an. Und ließ sich hinfahren.
Der Arzt untersuchte sie. Dann bat sie ihren Arzt, ihr ein Rezept für neue Ketone-Messstreifen auszustellen. Das verweigerte ihr der Arzt. Er meinte: Sie brauchen nicht zu messen, da regen Sie sich nur auf und der Zucker steigt weiter"
Zuhause angekommen, rief sie bei Ihrer Krankenkasse an und erzählte diese Story. Und sie erfuhr, dass das im Ermessen des Arztes liege, ob er solche Messstreifen verordne oder nicht!
Und sie rief auch beim Hersteller des Messgerätes und der Ketone-Messstreifen an und erfuhr, dass sie als Patientin einen gesetzlichen Anspruch habe, dass sie diese Ketone-Messstreifen auf Rezept erhalte.
Als ich ihre Geschichte hörte, verstand ich diese Welt nicht mehr!
Ja, Herr Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr,
können Sie erklären,
Hier läuft doch sehr viel falsch! Wenn jetzt meine Bekannte sich an diesen seltsamen Ratschlag ihres Hausarztes hält, was kann da passieren? Sie kommt als Notfall ins Krankenhaus. Und ein Tag im Krankenhaus kostet ein Vielfaches von dem, was ein Messtreifen kostet!
Und was passiert meiner Bekannten, wenn sie weiter nicht richtig behandelt wird? Sie muss eines baldigen Tages regelmäßig zu Dialyse! Was wird das erst der Krankenkasse kosten?
Eins steht fest: Wer Opfer eines solchen wahnsinnigen Verwaltungsapparates wurde und wer Opfer eines solchen Fallnetzes von nicht ausgegorenen Bestimmungen wurde, wird Sie nicht mehr wählen. Menschen, die Opfer einer solchen "Gesundheitspolitik" wurden und immer wieder werden, wählen auf keinen Fall mehr Ihre Partei!
Mit freundlichen Grüßen
Kiat Gorina
Schriftstellerin