Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Heute sollte ja der Prozess gegen Kachelmann beginnen. Dazu musste ich lesen:
"Für Aufregung sorgte aber vor allem einer, der da wirklich nicht hingehörte: Comedian Oliver Pocher legte einen seiner schrägen Auftritte hin, in dem er sich in schwarzer Lederjacke, weißem T-Shirt und Dreitagebart als Kachelmann ausgab. Vor dem Gericht war er im dunklen Van angefahren, hatte „Ich bin unschuldig“ nach draußen gerufen und später auch noch ein „Pressestatement“ abgegeben.
Aus einer weißen Strechlimousine sprangen 14 junge Frauen in „Lausemädchen“ T-Shirts und begrüßten Pocher mit Küsschen – eine Anspielung darauf, dass Kachelmann seine Geliebten angeblich so genannt hatte. Mit Blick darauf indes, dass es in Mannheim nicht um eine Vorabend-Seifenoper, sondern um ein mutmaßliches Verbrechen handelt, unter dessen Folgen mehrere Menschen wohl ihr Leben lang leiden werden, wirkte der Auftritt peinlich, widerlich und menschenverachtend - er entsprach also genau dem Niveau, für das man Pocher kennt."
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