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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Perverse Gedanken

Wer mich gut kennt, weiß ja, dass ich bei Tieren riechen kann, ob sie Krebs haben oder nicht. Meine "Trefferquote" ist ganz ordentlich.

So habe ich schon manche Tierbesitzer davor bewahrt, sich zu kostspieligen Behandlungen hinreißen zu lassen. Vor einigen Tagen rief mich eine frischgebackene Tierheilpraktikerin an. Sie sei zu Besuch und wollte bei mir vorbeischauen. Sie hätte da einige Fragen. Ich hatte nichts dagegen und Informationen verweigern, das liegt mir nicht.

Sie brachte auch eine Frau mit einer Hündin mit. Ich beschnupperte die Hündin und ich wusste, die Hündin war krank, todkrank: Gesäugetumor. Ich fragte nach und erfuhr dass kürzlich ein großer Tumor entfernt worden war. Ich roch noch Aloe vera. Aha, da versuchte jemand zu stümpern ...

"Läuft Ihre Hündin in letzter Zeit unsicherer?" fragte ich und die Frau nickte.

Dann versuchte ich der Frau ganz vorsichtig zu vermitteln, dass ihre Hündin unheilbar krank ist. Die Frau schluckte und fing an zu weinen. Schluchzend erzählte sie, dass sie es schon die ganze Zeit geahnt habe. Dann fasste sie sich und wollte wissen, ob sie ihre Hündin gleich totmachen sollte.

"Nein, derzeit hat sie keine Schmerzen. Und lassen Sie Ihre Hündin noch Abschied nehmen. Wenn es soweit ist, wird Ihre Hündin noch einen letzten Gang durch den Garten und die Wohnung machen, dann wird sie sich hinlegen. Dann können Sie den Tierarzt rufen."

"Woher wissen Sie das?"

"Aus Erfahrung. Und ich kann Krebs riechen ..."

Ich verschrieb noch einige Mittel, die sich die Frau in der Apotheke besorgen sollte. Dann gingen beide.

Etwas später rief die frisch gebackene THP an und wollte mehr wissen: "Kommt es auch vor, dass die Diagnose Krebs gestellt wurde und du riechst nichts und es stellt sich heraus, dass es wirklich kein Krebs war?"

"Ja, das habe ich auch schon erlebt. Darüber freute ich mich dann."

"Kann ich das mit dem Krebs riechen bei dir lernen?"

"Ich weiß ja selbst nicht wie das funktioniert. Und ich will es gar nicht wissen."

"Schade, dass ich das nicht kann!"

"Sei froh, das ist immer eine besondere Belastung!"

"Wieso? Da kannst du doch ganz toll berühmt werden!"

"Wie denn das?"

"Na, wenn du einen Fall hast, da wird Krebs vermutet. Du riechst aber nichts. Das sagst du auch den Leuten nicht. Du behandelst ganz toll, knöpfst den Leuten viel Geld ab und das Tier wird wieder gesund, weil es keinen Krebs hat, dann bist du die Allergrößte."

Ich war erschrocken über solche Gedanken, so richtig pervers. Und ich dachte mir: Die ist denkbar ungeeignet ...

 

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

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S
<br /> Hallo, liebe Kiat ...<br /> <br /> Als ich heute Deine Artikel vom Wochenende „nachgelesen“ habe stand mir im wahrsten Sinne des Wortes mal wieder ganz gewaltig das Nackenfell in die Höhe ... und das nicht nur im Bezug auf die<br /> haarsträubenden und menschenverachtenden Zustände in Politik und Wirtschaft ...<br /> <br /> Wie Du weißt habe ich besonders bezüglich Hilfeleistung, die auf spirituellen Fähigkeiten beruht, meine eigene Meinung. Auch, wenn ich von Menschen, die von sich behaupten diese für Geld „feil zu<br /> bieten“ deswegen schon öfter böse angefeindet wurde. ( Geld, welches für sie eine andere Form von Energie bedeutet ... und so mit nur einen Ausgleich an Energie darstellt ... Etwa, nach dem Motto:<br /> ... Du kriegst so viel ... an Qualität und Quantität ... , wie Du bereit bist zu zahlen. ) Auch, wenn ich selber keinen Pfennig verdiene ... noch von irgendwem Unterstützung bekomme ... bleibe ich<br /> bei meiner Meinung! Eine wirkliche Gabe „zu vermarkten“ heißt sich ihr nicht würdig erweisen.<br /> Wie ich weiß, deckt sich jedoch meine Auffassung von der „Unverkäuflichkeit“ spiritueller HILFE auch mit Deiner Überzeugung. Ich glaube auch, dass uns das auf besondere Weise verbindet. Die<br /> Betonung liegt auf HILFE ... für den Patienten selbst, ... das Tier. In gewissem Sinne gilt das aber gleichzeitig auch für dessen Besitzer Darum bin ich auch so froh, dass wir mit dieser<br /> Überzeugung nicht alleine sind! .<br /> <br /> Leider erlebt oder hört man ja öfter, wie manche Tierärzte mit ihren Patienten umgehen ... Nämlich nach der Methode 08/15 ... und leider auch ohne besonders viel Mitgefühl für die Besitzer. Erst<br /> Recht nicht für deren Geldbeutel. Da wurden todkranke Tiere behandelt bis selbst ein Blinder und Tauber gemerkt hätte, dass selbst die größte Mühe keinen Zweck mehr hatte. Außer der, auf makaberer<br /> Weise die Rechnung noch ein bisschen zu erhöhen ... Der Tierarzt entschuldigte sich und meinte, ihm hätte im besonderen Fall die Besitzerin so Leid getan ... Darum hätte er es, so lange das Tier<br /> nicht tatsächlich gelitten und größere (!) Schmerzen gehabt hätte, nicht fertiggebracht ihr die unausweichliche Wahrheit zu sagen ...<br /> <br /> In manchen Praxen scheint sich auch mit den Berufjahren und der allgemeinen Routine die Meinung einzuschleichen: Es ist ja „nur“ ein Hund oder Katze ...ein Mehrschweinchen, Vogel ... oder was auch<br /> immer ... Es gibt ja genug davon ... Da gibt`s halt ein Neues ... Auch habe ich selbst schon von einem Tierarzt ... freundlich lächelnd ... gesagt bekommen: „Eigentlich kann ich Rassekatzen ja<br /> nicht leiden.“ ... Da frage ich mich verzweifelt, auf welchem Jahrmarkt diese Leute ihre Approbation „geschossen“ ... oder, ob sie nicht den Beruf völlig verfehlt haben?<br /> <br /> In einem anderen Fall war der Tierbesitzer ein lieber, aber leider auch sehr armer Mann ... Seiner Hündin hätte eine OP zu mindestens 90 % helfen können, doch es war ihm anzusehen, dass ihm die<br /> nötigen finanziellen Mittel fehlten, um ein größeres Honorar begleichen zu können. Also wurde ihm ... zwar bedauernd ... und die Achseln zuckend ... aber dennoch lakonisch ... unterbreitet, die<br /> „preiswerte Variante“ zu wählen. Diese bedeute allerdings, sich von dem treuen Tier zu trennen: Es töten zu lassen. Der Mann hat so bitterlich und verzweifelt geweint, als er mir davon erzählte. Er<br /> zeigte mir ein vergilbtes Foto von seiner niedlichen kleinen Hündin. Sie war keine Schönheit. Genauso wenig wie ihr Herrchen. Aber sie verband eine tiefe Freundschaft und Liebe. Und das ist, Gott<br /> Lob, nicht nur Privileg für die Schönen und Reichen. Ich versuchte ihn zu trösten und bot ihm an, ihm zu helfen. Es war jedoch zu spät. Seine Tränen haben mich im Innersten gerührt.<br /> <br /> Meine Bitte an die Geister und das Universum: Lasst es nicht zu, dass man selber mal in solch eine Lage kommt ... Und lass es nicht zu, dass überhaupt so etwas geschieht!<br /> <br /> Nun gut, so viel zum (wieder einmal umfangreichen) „Vorwort“ und meinen persönlichen Eindrücken. Sie zeigen aber, was manche Menschen unter Berufen verstehen, die eigentlich Berufung sein sollten.<br /> Wie aber auch Dein Erlebnis beweist ... geht es immer nur um`s „schnelle Geld“. Ich frage mich allerdings, wie man unter solchen Umständen mit seinem Gewissen lebt und nachts ruhig schlafen kann<br /> .... Eins weiß ich. Ich könnte es nicht! Eine solche Einstellung, wie sie auch diese bewusste Dame im geschilderten Fall geäußert hat, bedeutet für mich im engsten und im weitesten Sinn - die<br /> Ausnutzung einer Notlage. Wer sich auf diese Weise zu bereichern versucht ist für mich das Letzte. So etwas gehört eigentlich bestraft. Leider beiweist uns die Praxis das Gegenteil ... Die Mühlen<br /> der Geister mahlen manchmal zwar etwas langsam ... aber, ich hoffe, dafür um so gründlicher ...<br /> <br /> Oh, je! Wieder einmal ist mein Kommentar etwas ausführlicher ausgefallen, als ich ursprünglich vor hatte ... Aber, das musste einfach mal alles raus. ;-) ... Ich würde mir wünschen, dass Deinen<br /> Blog und unsere Kommentare ganz viele Leute lesen ... und es uns gelingt, einen großen Teil davon zum kritischen Nachdenken anzuregen ... ganz besonders aber auch wieder mehr<br /> Verantwortungsbewusstsein und Mitgefühl zu wecken ...<br /> <br /> Liebe Grüße ...<br /> Sat Bastet<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Liebe Sat Bastet.<br /> <br /> vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ich stimme dir in allem zu. Es ist diese Gier, die Menschen zu solch unmenschlichem Handeln treibt! Aber ich bin überzeugt davon, dass es höhere<br /> Instanzen gibt, die hier einschreiten und Menschen, die andere Menschen ausnützen und gar Tiere quälen, für ihre Untaten bestrafen. Meist nicht nach unseren Maßstäben, sondern nach ihren<br /> universellen Maßstäben. Das entbindet uns jedoch nicht von der Pflicht, solchen Tätern ins Gewissen zu reden!<br /> <br /> Wir beide sind auch nicht allein mit unseren Ansichten, es werden täglich immer mehr, die erkennen, dass wir mit allen Lebewesen miteinander verbunden sind. Und as macht mich froh!<br /> <br /> Ganz liebe Grüße, Kiat<br /> <br />  <br /> <br /> <br />
H
<br /> Liebe Kiat,<br /> <br /> ja sie bekommt Windeln. Oder besser gesagt eine Windel. Wir haben ihr eine gekauft die man Waschen kann und immer wieder verwenden, die Windel bekommt Mina nur über Nacht um.<br /> Das mit den Umschauen der Tiere kann ich bestättigen, habe ich bei meinen anderen auch erlebt.<br /> <br /> Liebe Grüße<br /> Heike<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Liebe Heike,<br /> <br /> noch einmal zu Mina, solange sie noch mit ihrem "Rennwagen" sich bewegen kann und wie gesagt keine Schmerzen hat, da würde ich sie nicht einschläfern. Ich versuche stets, dass Tiere selbst den<br /> Zeitpunkt ihres Sterbens bestimmen können ...<br /> <br /> Alles Gute für euch, Kiat <br /> <br /> <br />
K
<br /> Liebe Kiat,<br /> <br /> wenn nur mehr Menschen so wären wie Du. Ich finde es traurig daraus ein Geschäft zu machen und ich habe es ja auch schon erlebt. Ich bin froh Dich zu kennen, wenn auch nur über den Blog. Trotzdem,<br /> mehr Menschen von Deinem Kaliber und die Welt wäre viel besser.<br /> <br /> Liebe Grüße, Katharina<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Liebe Katharina,<br /> <br /> ich bin überzeugt, dass du bei so etwas auch nicht mitgemacht hättest. Also sind wir schon zu zweit! Mindestens. Ich sage dir: Mehr Menschen wie du und die Welt sähe anders aus!<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
H
<br /> Was für ein Gedanke!<br /> Und dann THP lernen? ich weiss wirklich nicht. An erster Stelle steht das Tier! - nicht das Geld!<br /> Mit den Kerbs riechen… tja wenn du nicht so weit weg wärst würde ich dich gerne wegen meiner Mina um Rat fragen. Sie ist jetzt 15 Jahre und 8 Monate alt.<br /> Und ich habe nicht das Gefühl dass sie jetzt sterben will… will wohl noch den Frühling abwarten. Ich fasse es selbst nicht.<br /> Das Blöde ist, es gibt Leute die meinen es wäre Tierquälerei sie so lange an Leben zu halten, hätten sie schon Eingeschläfert als sie den Rollwagen brauchte.<br /> Nur Eingennutz ist es von uns bestimmt nicht, denn es wird immer mehr zu Stress, schließlich braucht sie eine 24 Stunden rundumbetreuung (Inkondinz) und man kann garnichts unternehmen.<br /> <br /> Liebe Grüße<br /> Heike<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Liebe Heike,<br /> <br /> das ist ein schönes Alter für deine Mina! Das ist durchaus möglich, dass sie noch den Frühling erleben will. Solange sie keine Schmerzen hat, ist es keine Tierquälerei. Lass dir von anderen nichts<br /> einreden. Ich erlebe es immer wieder, dass Tiere ihren Menschen mitteilen, wenn sie ihre letzte Reise antreten wollen. Oft kommt es vor, dass ein Tier sich nochmal alles anschaut, sich<br /> richtig verabschiedet, dann legt sich so ein Tier hin und bewegt sich kaum noch und wartet auf den Tod. Nimmst du Windeln für sie?<br /> <br /> Ich wünsche deiner Mina noch viel Kraft und Energie!<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
F
<br /> soso ! ^^<br /> <br /> <br />
Antworten