Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Bei der Gesundheitsreform 2004 wurde den gesetzlichen Krankenkassen freigestellt, dass sie die Kosten für homöopathische Mittel übernehmen. Das soll wieder rückgängig gemacht werden.
Immerhin, dass die Einnahme von homöopathischen Mitteln Heilung fördern kann, das wird nicht mehr abgestritten, aber es wird dann als "Placebo-Effekt" abgetan. Und wenn schon! Wichtig ist doch, dass der Patient geheilt wird. Und dass bei der Anwendung von homöopathischen Mitteln noch anderes mitspielt, das wissen halt die Eingeweihten und die überzeugten Patienten.
Den Großkonzernen der Pharmaindustrie ist die Homöopathie immer mehr ein Dorn im Auge. Ist ja auch klar: Es spricht sich halt immer mehr herum, was die homöopathischen Mittel zu leisten vermögen. Also wurde in England unter anderem die Kampagne "10 hoch 23" organisiert: Da nahmen 400 Freiwillige homöopathische Mittel in 400-facher Dosis zu sich, und nichts passierte. Wie denn auch. Wer eine solche Kampagne initiiert, hat eben nichts kapiert.
Im Mai forderte die britische Ärztekommission ein Verbot homöopathischer Mittel im öffentlichen Gesundheitswesen. Begründung: Homöopathie sei "Hexenhandwerk".
Interessant, wem keine Argumente mehr einfallen, der droht dann mit dem Mittelalter: eben Hexen. Bislang war das doch das Vorrecht der christlichen Kirchen. Wann brennen die Scheiterhaufen wieder?
Tja, und jetzt ist diese Lobby der Pharmaindustrie in Deutschland tätig ...
Unlängst kam ein Homöopathie-Ungläubiger zu mir, er hatte vermutlich etwas Falsches gegessen, jedenfalls rannte er mehrmals aufs Klo. "Hast du Durchfall?" "Ein bisschen ..."
Da nahm ich ein Glas Wasser, löste ein paar Globuli Nux vomica auf, rührte mit einem Plastiklöffel um und sagte zu ihm: "So, davon nimmst alle paar Minuten einen Schluck und lässt den möglichst lang im Mund, bevor du ihn runterschluckst."
Das machte er dann. Eine Viertelstunde war vorüber, und er musste nicht zum Klo sausen. Nach einer halben Stunde musste er immer noch nicht aufs Klo. Dann fragte ich ihn: "Und wie geht es dir?"
"Eigentlich besser, was hast du mir gegeben?"
"Du wirst es nicht glauben, das war angewandte Homöopathie!"
Schlagartig veränderte er sich: "Das glaube ich nicht, du hast da bestmmt ein Mittel gegen Durchfall aufgelöst."
"Nein, ich schreibe dir den Namen auf, besorge dir das, und wenn du wieder einmal Durchfall hast, probier es aus. Am besten, wie ich dir das gezeigt habe."
Dann ging er. Eine Woche später rief er an: "Mein Hund hat Durchfall, kann ich ihm das Nux auch geben?"
"Na klar! Nimm ein Trinkgefäß aus Plastik und löse im ein paar Globuli im Wasser auf. Du wirst sehen, sobald er daraus getrunken hat, geht es ihm besser."
Am nächsten Tag traf ich ihn auf der Bank: "Und wie geht es deinem Hund?"
"Dem geht es wieder gut."
"Und bist du immer noch gegen Homöopathie?"
"Ach was. Da habe ich mich aufstacheln lassen. Aber wenn es hilft, ist es okay."
Und genau vor solchen Erkenntnissen hat die allmächtige Pharmaindustrie Angst ...
Informationen:
Ich habe ein interessantes Video gefunden, da kommt sogar der Homöopath der Königin von England zu Wort: