Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Heute am 15. Oktober wurde auf dem gesamten Globus protestiert - gegen den Kapitalismus! Und vor allem gegen seine Auswüchse! Und der Schock von Berlin, als die Piraten aus dem Stand fast 9 % der Stimmen erhielten, das war ja vergleichbar wie einst dem Sputnik-Schock, den seinerzeit die USA erlebten.
Mich wundert, dass jetzt auch die etablierten Parteien versuchen, sich an diese Bewegung anzuhängen. Ja, nichts verpassen - scheint das Motto zu sein. Wie sagte seinerzeit Michail Sergejewitsch Gorbatschow: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!" Und zu spät kommen, wollen sie nicht! Das wirkt bei einigen geradezu lächerlich - ja direkt peinlich!
Nehmen wir die SPD: Da schwadroniert die SPD Generalsekretärin Andrea Nahles über die Schuldenkrise und eine Transaktionssteuer, "damit nicht immer nur der einfache Steuerzahler für die Folgen der Krise aufkommen muss". Tja, wenn es so einfach wäre! Gerade die SPD hat in Kooperation mit den Grünen die Agenda 2010 verbrochen - das dürfen wir nie vergessen. Diese beiden Parteien machten einen Kniefall nach dem andern vor dem kapitalistischen System - die Einführung von Hartz IV und die Zwangsverarmung von Millionen von Bürgern dieser Republik darf nie vergessen werden!
Wenn Vertreter der SPD und Grüne gegen den Kapitalismus demonstrieren, dann ist das nur eine Lachnummer! Machen wir doch eine Probe aufs Exempel. Fragen wir doch, wieviele SPD-Abgeordnete es gibt es, die sich mit aller Kraft für die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens einsetzen? Viele werden wir nicht finden!
Die etablierten Parteien können über den Schatten nicht springen, sie haben sich mit dem bestehenden kapitalistischen System arrangiert, sie haben ihre Nischen gefunden und möchten dort hocken bleiben! Wenn sie jetzt mitdemonstrieren, dann doch nur aus Angst,dass ihnen die Wähler dieser Republik davonlaufen und sie in den Orkus der Bedeutungslosigkeit gespült werden!
Quelle: ZEIT ONLINE Politiker solidarisieren sich mit den Protesten
Jetzt ist die Zeit angebrochen, da viele Bewegungen versuchen, diese Bewegung für ihre Zwecke zu gebrauchen. Also, Leute, seid wachsam! Lauft nicht jedem Marktschreier hinterher! Hinterfragt stets, meinen die es ehrlich? Fragt euch immer, wem nützt es, wofür sich Leute einsetzen? Nur ihren eigenen Interessen oder auch meinen und meiner Freunde und Bekannten! Lassen wir uns nicht wieder von Worthülsen vereinnahmen, sondern denken wir stets ganz pragmatisch!
Zum Nachdenken schickte mir Klaus - vielen herzlichen Dank! - einige Texte, die wirklich sehr lesenswert sind:
Occupy Wallstreet FRANKFURT GERMANY, Bilder der heutigen Demo 15. Oktober 2011 2/4