Interessiert und teilweise amüsiert beobachte ich die Versuche von manchen Redakteuren, wie sie jetzt von ihren früheren Ergüssen in Sachen Hegenmann zurückrudern (müssen).
Wie die Leser der Welt zum Thema Plagiat reagieren, dazu gibt es ein kleine Befragung.
Eine umfassende und lesenswerte Auseinandersetzung habe ich hier gefunden. Irgendwie schaffen es die Österreicher, mit dieser Thematik objektiver umzugehen.
Im Stern habe ich ein Zitat von Marcel Reich-Ranicki gefunden: "Die Übernahme von Motiven aus der vorhandenen Literatur gibt es seit Jahrtausenden. Brecht etwa hat so ganz fabelhafte Sachen geschrieben - und Gott sei Dank hat er's getan!"
Lieber Herr Reich-Ranicki, Hegemann hat keine Motive übernommen, sondern schlichtweg seitenweise abgeschrieben! Das ist doch ein kleiner Unterschied. Oder war der Vater Carl Hegemann der Ghost Writer seiner Tochter? Er publiziert ja auch bei Ullstein ...
Ja, und nicht wenige wollen jetzt dem Internet an sich die Schuld in die Schuhe schieben. Das ist ja wohl ziemlicher Quatsch. Im Gegenteil: Gerade mit den Verlinkungsmöglichkeiten in Web 2.0 auf andere Texte ist es ja sehr leicht, auf fremde Texte zu verweisen.
Dieser Plagiatsvorwurf, den jetzt keiner mehr bestreitet, ist ja wohl so etwas wie ein Gau für Ullstein, und das angesichts des immensen Marketings.
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