Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Gelegentlich stöbere ich in einem Esoterik-Forum, vor allem dann, wenn ich private Mails mit Fragen erhalte.
So auch unlängst wieder. Da gab es eine Diskussion über Krebserkrankungen. Da steuerte ich auch meine Meinung bei. Da gab es jemanden, dem das nicht passte - aus welchen Gründen auch immer.
Und dann zeigte sich, was hinter dieser Person steckte. Offensichtlich mit Schaum vor dem Mund warf sie mir vor: Warum gehst du nicht zurück in die Wüste oder wo du sonst herkommst?
Hier zeigt es sich wieder einmal, dass es auch in Esoterikforen Rassisten gibt. Sehr schade! Da wird doch sonst von Licht und Liebe gefaselt und im Falle des Falles - vor allem dann, wenn die eigenen Argumente ausgehen - wird in der rassistischen Schublade gekramt.
Ich finde diese Entwicklung sehr bedenklich. Andererseits hat ein gewisser S. ein Buch geschrieben, in dem er schamlos über Muslime herzieht. Nur hat er eins vergessen: Alle Menschen sind gleich! Es wird wohl seinen Grund haben, dass der Islam für arme Menschen viel attraktiver ist als die christliche Religion. Hierzu fällt mir eine Geschichte ein: Da erzählten die christlichen Missionare den Urwaldindianern vom Paradies und wie schön es dort ist. Dann gab es urplötzlich eine Welle von Selbstmorden unter den Indios. Grund: Wenn es im Paradies so schön ist, dann wollten die Indios verständlicherweise ins Paradies. Und die Kolonialherren waren sauer, weil sie auf die Arbeitssklaven verzichten mussten ...
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