Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Harald Schmidt gab seine Abschiedsvorstellung bei der ARD - nun über Harald Schmidt kann man geteilter Meinung sein - manchmal fand ich ihn schon gut - zum Beispiel was er zum gegelten Freiherrn Karl-Theodor zu Guttenberg geäußert hatte!
Und er hatte den Dramatiker Rolf Hochhuth eingeladen - Hochhuth gilt ja für die meisten Programmgestalter als "Unperson" - warum eigentlich? Vielleicht weil er mit seinen 80 Jahren sich immer noch nicht den Mund verbieten lässt? Oder weil er mit seinem Stück "Der Stellvertreter" einst bekannt und berühmt wurde?
Oder ist er deshalb eine Unperson für das Fernsehen, weil er ein Stück über die Beratungsfirma McKinsey geschrieben hat? Ich persönlich rechne es Harald Schmidt hoch an, dass er Rolf Hochhuth eingeladen hat. Ja, da saß der Hochhuth - seine Jacke lässig über die Schultern geworfen - ist das sein Markenzeichen? - und verteidigte die Moderatorin Anne Will, die ihren Sendeplatz am Sonntag für Jauch räumen muss.
"Konsensfromm" nannte er Jauch! Das passt absolut auf Jauch. Deshalb wurde er wahrscheinlich auch zum Nachfolger von Will bestimmt, die auf einen späten Nachtplatz weichen musste - die Arme! Nicht nur Hochhuth fragt sich, wer bei der ARD über das Programm bestimmt?!
Diese Frage beantwortete Schmidt: "Gremien" wie zum Beispiel der "Landfrauenbund" oder die "Katholische Jugend" ... Sehr gut gesprochen, Herr Schmidt! Da finanzieren die Zuseher und Zuseherinnen die ARD-Fernsehanstalten über die GEZ - und was kommt heraus? Ein von der jetzigen schwarzgelben Regierungskoalition gelenktes Programm! Hochhuth nimmt zu diesem Punkt unerschrocken "Goebbels" in den Mund - wie recht er hat!
Und zum Schluss beantwortete Hochhuth die selbstgestellte Frage, wie diese schlimmen Verhältnisse zu beseitigen sind. Mit einer gewaltsamen Revolution! Das war Hochhuths Vorschlag - und ein guter Schlussakkord für die letzte Harald Schmidt Talkshow in der ARD!