Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
nicht nach Irgendwo, sondern von Hamburg nach Zürich - in der Nacht. Da, der Zug war schon kurz vor Freiburg, in Gundelfingen musste dieser Zug angehalten werden! Es brannte! Im Nu war der Wagen mit den Passagieren mit dunklem giftigen Rauch gefüllt. Die Fahrgäste konnten aus dem verqualmten Waggon flüchten.
Ja, die Leute von der Feuerwehr konnten nur mit Atemschutzgeräten in das Innere vordringen. Der Brand wurde gelöscht, zwei Stunden lang war die Strecke gesperrt! Und die Fahrgäste waren froh, dass sie diesen Vorfall glimpflich überlebt hatten.
Wieso ich das schreibe? Nun, ich denke, ein solcher Vorfall aus dem alltäglichen Leben mit der Bahn eignet sich doch, das einmal mit dem geplanten unterirdischen Bahnhof in Stuttgart zu simulieren! Nun sage keiner, solche Vorfälle seien an den Haaren hergeholt. Ist nicht! Gundelfingen beweist das!
Ich stelle mir vor, dass ein Waggon im Bahnhof zu brennen anfängt. Alle Gleise sind voll belegt. Die haben ja gar keine Möglichkeit, diesen Zug abzuschleppen. Im Nu breitet sich das Feuer auf andere Waggons aus. Die Menschen stürzen aus den Waggons, es ist viel zu wenig Platz für die in Panik geratenen Passagiere eingeplant - aus Kostengründen!
Was sich dann unter der Erde abspielen wird, das wird schrecklich sein! Wieso wurden bei dem sogenannten Stresstest solche Vorfälle nicht simuliert und mit dem oberirdischen Kopfbahnhof verglichen? Weil die Verantwortlichen genau wissen, dass so etwas nie passieren darf. Sie wissen, es kann passieren. Und die Erfahrung hat gezeigt: Was passieren kann, das wird auch passieren.
Wie die Atommanager können jetzt auch die Bahnmanager vom "Restrisiko" schwafeln - Restrisiko, ist das ein Trost für die Millionen Japaner, die wegen des mehrfachen GAU von diesem Restrisiko betroffen sind? Wohl kaum. Und was ist von Bahnmanagern zu halten, die dieses Restrisiko in Kauf nehmen, nur um das Geschäft ihres Lebens zu machen, ein Riesenarsenal wird von den Gleisen befreit und als Immobilie verkauft - mit großen Gewinnen!
Sind dann diese Gewinne nicht mit Blut erkauft? Mit dem Blut derer, die Opfer werden einer unterirdischen Katastrophe? Da mokieren sich Menschen von Heute über die Alten, die sogar Menschen opferten - ihrem Gott oder ihren Göttern! Und was machen die Manager von heute? Auch sie beten einen Gott an, den Gott des schnellen Profits. Und das Opfer heißt dann verniedlichend RESTRISIKO!
Quelle: swr.de Brand in Nachtzug