Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Bei der Geschichte mit dem Pawlowschen Pferd fiel mir die Geschichte ein, als Tiger mich verteidigte.
Damals stand Tiger in einem Stall bei Muhr am See. Ich ritt aus und musste an einer Baustelle vorbei, es war ziemlich eng. Da baute sich ein Arbeiter von der Gemeinde seitlich auf: "Na Kleine, wie wär es mit uns beiden?" Und wollte mir den Oberschenkel tätscheln.
So weit kam er aber nicht. Tiger bog seinen Hals und biss dem Kerl in seine Bierwampe. Es blutete sogar, der Kerl schrie wie am Spieß. Da stieg ich ab und führte Tiger weg. Dann bat ich jemand, die Polizei und die Rettung zu rufen. Zuerst kam der Rettungswagen, kurz danach die Polizisten.
Der Kerl war total durcheinander: "Die da hat mich in den Bauch gebissen!"
Eine Polizistin fragte mich: "Stimmt das?"
"Natürlich nicht! Der Kerl hat mich sexuell belästigt, da hat mein Pferd geschnappt."
Die Polizistin murmelte leise: "Kluges Pferd!" Dann wandte sie sich an den Kerl: "Stimmt das? Haben Sie Frau ... belästigt?"
"Das sollte doch nur Spaß sein!"
"Also doch. Mit so etwas macht man keine Späße!"
Dann fragte sie mich, ob ich Strafanzeige stellen wolle ...
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