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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Über Reiterinnen, Pferde und Hähne - Der weiße Hahn

Gestern rief mich eine Frau an, die offenbar Probleme mit ihrem Federvieh hatte.

„Was kann man bei einem angriffslustigen Hahn machen? Können Sie mir da vielleicht helfen?“

Ihre Stimme klang verzagt. 

„Was macht er denn genau? Springt er Sie an und hackt mit seinen Sporen los?“

„Ja, genau. Das macht er, sobald er mich oder irgendwen anderes sieht.“

„Laufen die Hühner frei auf dem Hof herum?“, fragte ich weiter.

„Nein, die haben ein eigenes großes Gehege. Aber wenn ich die Eier holen will oder Futter bringe, springt er mich gleich an! Ich habe richtig Angst vor ihm ...“

„Und wenn sie einfach die Klappe nach außen zu machen, wenn der Hahn nicht drin ist?“

„Nein, das will mein Mann nicht.“

„Tja, da kann ich Ihnen nur eines raten: braten und aufessen.“ Die Frau schnappte hörbar nach Luft: „Auf gar keinen Fall! Was bilden Sie sich eigentlich ein?“.

„Ich meinte doch den Hahn, nicht Ihren Mann!“  Peng! Sie hatte aufgelegt. Und mir fiel der schöne weiße Hahn vom Leibelbacher Reiterhof wieder ein:

Dort hatte ich meinen Lipizzaner Tiger untergestellt. Jeden Tag  fuhr ich gleich nach der Arbeit hinaus, um mich um meinen Temperamentsbolzen zu kümmern. 

Zum Inventar des Hofes gehörte außer den Pferden noch ein stattlicher weißer Hahn mit seiner Hühnerschar. Der schöne Hahn hatte es mir angetan. Ich freute mich immer, wenn er mit seinen „Damen“ aufkreuzte. Die Hühner rannten mir immer gackernd entgegen, weil ich ständig Brotkrümel in den Hosentaschen hatte. Die bekamen die Hühner. Bald pickten sie mir die Brösel aus der Hand und folgten mir auf Schritt und Tritt.

An einem sonnigen Samstag Nachmittag kam ich früh zum Stall, ich wollte einen längeren Ausritt machen. 

Oje! Die anderen Reiterinnen anscheinend auch, der ganze Parkplatz war proppenvoll. Na, das konnte ja „heiter“ werden. Die anderen Reitdamen waren nicht so gut auf Tiger zu sprechen, sie hatten sogar Angst vor ihm. Wie das?

Tiger kann nämlich Zigarettenqualm nicht ausstehen und wird ziemlich eklig, wenn er den Rauch in die Nüstern bekommt. Und hier rauchten alle – außer mir. Es gehört anscheinend zum „guten Ton“, mit einem „Stinkstängel“ zwischen den Lippen das Pferd zu putzen.

Aber ― was war denn das? Überall standen halb geputzte oder schon gesattelte Pferde angebunden, aufgeklappte und ausgekippte Putzkisten wie bunte Farbtupfer in der Gegend verstreut ...

Und kein Mensch weit und breit! Es sah aus, wie nach einer überstürzten Flucht. Nur seltsam, dass die Pferde so ruhig waren. Auch der weiße Hahn stolzierte in aller Seelenruhe über den Hof. Also konnte hier draußen kaum etwas Schlimmes passiert sein.

Aber wo waren die Reiterinnen hin verschwunden? Auf dem Klo konnten sie nicht alle sein, da gab es nur eine einzige Kabine.

Aha! Da, hinter den Fenstern des Reiterstübchens waren ja lauter schreckensbleiche Gesichter. Aber warum machten mir die Damen so hektische Zeichen und deuteten hinter mich?  Ich konnte mir keinen Reim auf die Sache machen. Da war doch nur der Hahn, der schon auf seine Brotkrümel wartete.

Endlich erfuhr ich des Rätsels Lösung. Astrid, die Reitlehrerin, trat vor die Tür, ängstlich den Hof im Auge behaltend.

„Schnell! Komm besser rein! Da draußen läuft ...schraaaahh!“

Der Hahn, hatte sie wohl sagen wollen. Der aber zwängte sich zwischen meinen Knien hindurch und sprang Astrid mit seinen sporenbewehrten Füßen an!

Das war zu viel! Ich musste so schrecklich lachen, dass mir die mitgebrachte Brottüte aus der Hand fiel und ich mich heftig verschluckte. Der Hahn kam neugierig näher und pickte erwartungsvoll an meiner Tüte.

Wie konnte  ein einzelner Hahn eine ganze Menschenherde in die Flucht jagen? 

Immer wenn ich später nach Leibelbach kam, hielt  ich  Ausschau nach dem Hahn. Wenn der mit mir anmarschierte, hatte ich immer einen Platz, um Tiger zu putzen. 

Der Hahn in Leibelbach schaute aus wie der Hahn im Video, das elfensommer hochgeladen hat:

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D
Dem kann ich nur beipflichten.<br /> Hatte mal einen Reitkurz im Schwarzachtal.<br /> Eingebildet bis oben hin, alles so elitäre Schnepfen gewesen,<br /> unfreundlich und keine Ahnung von Tieren, hatten die damals.<br /> Da hätte ich gerne so einen Hahn losgelassen...hihi<br /> <br /> Liebe Grüße<br /> Deine Deva
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K
<br /> <br /> Das glaube ich dir gerne <br /> <br /> <br /> <br />
D
Ui, interessant. Danke für die Info Kiat.<br /> Kann man mal sehen, wieviel auch bei Tieren, Handlungsweisen über<br /> Assoziatonen erfolgen.<br /> <br /> Feinen Tag Dir ;-))
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K
<br /> <br /> Tja, die meisten Reiter und Reiterinnen sind eine ganz besondere Spezies <br /> <br /> <br /> <br />
H
Ja so ein Hahn ist eben ein "echter Mann" in reinkultur! :o)))<br /> Unser Nachbar hat sie gerne beobachtet, Der Hahn forne weg vor sich hin erzählend, die Hennen hinter her. Manchmal sind sie aber auch heimlich andere Wege gegangen, wenn Jan das bemerkt hat ist er<br /> zu ihnen gerannt und hat sich "tierisch" aufgeregt!<br /> Sah schon ulkig aus mit seinen "Plumhosen" und der immer Stolz geschwelten Brust… kann an so manche menschliche Extemplare erinnern. ;o)<br /> <br /> Unser Liebling war Henriette, die hat sie halb wie ein Haustier aufgeführt, war sehr Fifig und sehr Lieb. Unterscheiden konnte man sie sehr gut, weil jedes Huhn eine andere Farbe hatte, Fiene war<br /> schwarz, Emma weiss-grau melliert, und Hentiette beige.<br /> <br /> Liebe Grüße<br /> Heike
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K
<br /> <br /> JA, Hühnr können sehr anhänglich sein. Von meinem deutschen Opa wird erzählt, dass er immer von seinen Hühnern von der Arbeit abgeholt wurde. Zuzutrauen ist es Hühnern.<br /> <br /> <br /> <br />
K
Danke für diese schöne Geschichte. Ich konnte dabei nur schmunzeln und habe mir das bildlich vorgestellt. Du hast schon recht, Hähne sind eben Männer! Wobei es da auch Unterschiede gibt!
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K
<br /> <br /> KLar! Es gibt solche und solche <br /> <br /> <br /> <br />
H
Na ja, Hähne sind nicht ohne.<br /> Wir hatten auch mal einen Hahn, Jan, dazu drei Hühner, Hennriette, Fiene und Emma. Jan war… na halb ein Hahn, ein kleiner Spinner den seine Hühner öfters nicht mal nicht ganz ernst nahmen. Ein<br /> "Macho" wie er in Buche steht.<br /> Könnte viel von diesen Erzhlen - und den Hühnern.<br /> Wenn er mal zu blöde wurde habe ich ihn schon mal geschnappt und mich gewehrt, oder ihn mit einer Kanne Wasser übergossen.<br /> Später konnten wir sie nicht mehr halten. Nun die Hühner hätte ich schon ganz gerne behalten. Jan ist aber auch auf unsere Hunde los gegangen und auch auf die Katze. Das wurde mir dann doch zu<br /> doch. Zumal sein Lieblingsopfer Mina war die Athrose hatte und sich nicht mehr wehren konnte. Fand ich gar nicht Lustig!<br /> Die Hunde waren zu gutmütig um ihn an zubellen. So kam er sich noch Größer vor. Übrigens stellten wir fest das Hühner tatsächlich was von Dinosaueriern haben…<br /> <br /> Liebe Grüße<br /> Heike
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K
<br /> <br /> Stimmt, Hühner sind nicht dumm, sondern ein ganz kluges Völkchen. Die Namen eurer Hühner gefallen mir sehr! Und was Hähne angeht, das sind halt Männer und führen sich wie Männer<br /> auf <br /> <br /> <br /> <br />