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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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War der Jesus der Christen wirklich lieb?

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Nachdem ich von meinem deutschen Vater mit seinen Beziehungen von den Tiefen der Sowjetunion nach Westdeutschland geholt wurde, um die Rolle meiner Halbschwester zu übernehmen, die unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen war, war ich auch in einem christlichen Umfeld gelandet.

Also beschloss ich, die Bibel der Christen zu lesen. Ich wollte wissen, woran glauben die Christen. Schließlich ist ja Deutschland ein christliches Land, es leistet sich sogar zwei Parteien, die ein christliches "C" im Namen führen.

Und so stieß ich auf Stellen, die mich zum Grübeln brachten. Beispielsweise eine Stelle im Lukas-Evangelium: "1 Er sprach aber auch zu den Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter; der wurde bei ihm beschuldigt, er verschleudere ihm seinen Besitz. 2 Und er ließ ihn rufen und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung; denn du kannst hinfort nicht Verwalter sein. 3 Der Verwalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt mir das Amt; graben kann ich nicht, auch schäme ich mich zu betteln. 4 Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich von dem Amt abgesetzt werde. 5 Und er rief zu sich die Schuldner seines Herrn, einen jeden für sich, und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? 6 Er sprach: Hundert Eimer Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich hin und schreib flugs fünfzig. 7 Danach fragte er den zweiten: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Sack Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib achtzig. 8 Und der Herr lobte den ungetreuen Verwalter, weil er klug gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind unter ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts. 9 Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten." (Lukas 16, 1-9)

Diese Stelle bereitete mir Schwierigkeiten. Dieser Jesus, der sonst keine Lüge duldete, keinen Betrug, sollte dieses Gleichnis seinen Schülern erzählte haben? Das passte nicht in meinen Kopf.

Ich fragte einige Theologen - sowohl katholische, als auch protestantische - und erhielt keine erschöpfende Auskunft. Eine Pfarrerin verwies mich auf eine moderne Übersetzung - eher eine Übertragung - von Jörg Zink: "Als der Besitzer von der Sache erfuhr, imponierte ihm der Geschäftsführer, trotz aller Betrügereien und Schliche. Er war klug! Er hatte seine letzte Chance genutzt."

Auch dies überzeugte mich nicht! Das hätte auch ein Vertreter der "Heuschrecken" in der heutigen Finanzwirtschaft schreiben können. 

Also ließ ich dieses Thema und meine Verwirrung erstmal sacken. Und vor einigen Tagen suchte ich etwas und stieß auf einen Stapel Kassetten - so richtig altmodisch bespielt. Da hatte mein Bär einige Sendungen des Bayerischen Rundfunks aufgenommen - von Gesprächen von Pinchas Lapide mit einem Professor. Ich wollte wissen, ob diese Kassetten noch abspielbar sind. Die erste war es!

Und - welch ein "Zufall" - da ging es um eben diese Stelle im Lukas-Evangelium. Und Pinchas Lapide hatte eine Erklärung, die mich vollends überzeugte:

  1. Jesus hat diese Stelle bestimmt in seiner Muttersprache verkündet - also dem Hebräischen. Und da gibt es das Wort BARECH, das kann mit "segnen" oder "loben" übersetzt werden - aber auch mit "verfluchen, verwünschen". Und Pinchas Lapide sagte, da wurde beim Übersetzen vom Hebräischen ins Griechische die falsche Bedeutungsvariante gewählt!
  2. Ähnlich schaut es bei "klug" aus: im Hebräischen gibt es das Wort "arúm", das kann mit "klug" übersetzt werden, aber auch mit "betrügerisch".

Also müsste der Satz "Und der Herr lobte den ungetreuen Verwalter, weil er klug gehandelt hatte" wie folgt übersetzt werden: "Und der Herr verfluchte den betrügerischen Verwalter, weil er hinterlistig gehandelt hatte."

So, mit dieser Übersetzung war ich zufrieden, sie überzeugte mich! 

Und ich stelle mir jetzt die Frage: Wieso wissen das die christlichen Geistlichen nicht? Aber ein jüdischer Religionsphilosoph wie Pinchas Lapide wusste das.

1-18 Messianic Prophecies: Do They Point to Jesus?
Hochgeladen von SKYSPLASH am 26.02.2008

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I
<br /> Unsere Pfarrer wissen oftmals keine Antwort, da die eher Kirchenrecht studieren, und die Bibel nur so nebenbei wargenommen wird. Frage die Zeuge Jehovas, die wissen mehr als unsere Pastoren.<br />
Antworten
K
<br /> <br /> Auch stelle ich fest,  dass christliche Theologen am Verwaltungskram ersticken. Für die eigentliche "Seelsorge" bleibt ihnen kaum noch Zeit! Was ist das für eine schlimme Entwicklung! <br /> <br /> <br /> Was die Zeugen Jehovas angeht, da machte ich leider sehr schlechte Erfahrungen - das mag ein Einzelfall gewesen sein, aber ich nehme seitdem Abstand von ihnen.<br /> <br /> <br /> <br />
D
<br /> Hallo Kiat<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Ich denke wir sollen in dieser illusionsreichen Welt leben, denn wer<br /> <br /> <br /> das Meiste glorifiziert, spendet mehr, hat mehr Angst vor der Strafe<br /> <br /> <br /> Gottes, obwohl ich ja immer wieder sage, wir beten den falschen Gott an.<br /> <br /> <br /> Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen dem Gott des alten und neuen<br /> <br /> <br /> Testamentes...der uralte Gott in der Genesis, war ein strafender brutaler<br /> <br /> <br /> Gott, man kann das gut in allen möglichen Teilen der Bibel wahrnehmen.<br /> <br /> <br /> Der Gott im Neuen ist gnädig, mildtätig, weise...aber egal...<br /> <br /> <br /> Je mehr mit der Angst, dem Respekt, dem Wunder gearbeitet wird, desto<br /> <br /> <br /> mehr wird gespendet..Würden wir restlos verstehen, das Jesus einfach ein<br /> <br /> <br /> Erneuerer war, der eventuell sogar die Lehren der alten Veden übernahm, dann<br /> <br /> <br /> wäre bald Schluss mit Spenden.<br /> <br /> <br /> Es steckt halt immer hinter allem: Je blöder das Volk, desto besser kann<br /> <br /> <br /> man es zu dem hinbiegen, wohin man es haben möchte...<br /> <br /> <br /> Leider!<br /> <br /> <br /> Ich denke der Vatikan weiß auch mehr, als er je rausrücken wird.<br /> <br /> <br /> Denn wo war denn Jesus ab dem 11ten Lebensjahr bis er 30 Jahre alt<br /> <br /> <br /> wurde? Darüber gibt es garantiert Schriften, schließlich rücken die auch nur<br /> <br /> <br /> einen Teil der Qumran-Rollen heraus. Ist doch interessant, man weiß mehr<br /> <br /> <br /> von Platon als von Jesus, und der lebte immerhin 400 vor Christus.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Liebe nachdenkliche Grüße<br /> <br /> <br /> Deine Deva<br />
Antworten
K
<br /> <br /> Meiner bescheidenen persönlichen Meinung nach gibt es nur einen GOTT - aber es gibt viele Vorstellungen von GOTT. Und viele Ausprägungen. Nicht umsonst gibt es in der jüdischen und in der<br /> muslimischen Religion das Bilderverbot. Wir Menschen können uns diesen GOTT nicht in allen Facetten vorstellen. Und wir können ihn mit unseren kleinkarierten menschlichen Maßstäben auch nicht<br /> verstehen und uns nicht vorstellen. Allenfalls können wir diese Wesenheit erahnen.<br /> <br /> <br /> Dass sich mit Glaubensvorstellungen auch viel Geld verdienen lässt, gilt gerade in unserer Zeit, in der alles merkantilisiert wird. <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Und dass Schriften und Quellen der Masse vorenthalten werden, davon können wir ausgehen. Die Geschichte jedpch zeigt immer wieder, dass die Wahrheit sich nicht unterdrücken lässt. Denken wir nur<br /> an die Diokletianischen Fälschungen, die viele Jahrhunderte süäter entdeckt wurden.<br /> <br /> <br /> In meinem Artikel geht es ja auch darum, dass hier ein Gleichnis genannt wurde, das dem gängigen Bild eines lieben Jesus total widerspricht. Und Pinchas Lapide stellte scharfsinnig fest, dass<br /> diese Verfälschung auf Übersetzungsfehler zurückgeht. <br /> <br /> <br /> Und dennoch werden solche offensichtliche Übersetzungefehler nicht korrigiert. Wieso eigentlich nicht? Das ist für mich die Frage.<br /> <br /> <br /> <br />
D
<br /> Geht mir ebenso.<br /> <br /> <br /> Eine Übersetzug von ihm, leuchtet mir auch total gut ein.<br /> <br /> <br /> In der Bibel steht ja: Jesus wandelte über den Wassern.<br /> <br /> <br /> Naja, was daraus wurde, weiß man ja.<br /> <br /> <br /> Die meisten denken immer noch, daß Jesus auf dem Wasser lief.<br /> <br /> <br /> Dabei war das ein damaliger Sprachgebrauch dafür, daß er am Ufer<br /> <br /> <br /> entlangging um nachzudenken. Da das Ufer immer höher ist, als das<br /> <br /> <br /> Wasser, in diesem Fall der See, ist auch logisch, wenn es heißt:<br /> <br /> <br /> Er wandelte ÜBER dem Wasser....<br /> <br /> <br /> Man sollte einige Teile der Bibel dahingehend ausbessern.<br /> <br /> <br /> Aber da stellt sich die Kirche wieder quer...<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Deine Deva<br />
Antworten
K
<br /> <br /> Tja, die allermeisten Geistlichen sind stur und weigern sich, offensichtliche Übrsetzungsfehler anzuerkennen. Wieso eigentlich? Wieso werden erwachsene und aufgeklärte Menschen gezwungen, an<br /> etwas zu glauben, das in Wirklichkeit anders stattfand? <br /> <br /> <br /> <br />
H
<br /> Ja so gibt die Übersetztung einen Sinn!<br /> <br /> <br /> Devas Erklärung ist dazu wirklich gut und Trifft Vollkommen zu. Ich meine Verstehen wir den alles was man heue so sagt? "Aus den Steigbügel heraus!" heute versteht man darunter das jemand zb.<br /> Abprubt eine Antwort findet. Soviel ich weiss bedeutete es mal das jemand schnell von Pferd aus (eben aus den Steigbügel!) eine Nachricht überbracht hat. Und "Auf den Hund gekommen!" bin ich<br /> schon lange - und finde es Herrlich! <br /> <br /> <br /> Soviel ich weiss gibt es zweit Bedeutungen dafür. Erstens mußte man schreckliche Arbeiten annehmen, in Bergwerk den Wagen schieben. Den "Hund". Oder man hatte all sein Geld aus der Truhe<br /> ausgegeben, an Ende des Bodens war oft ein Hund gezeichnet.<br /> <br /> <br /> Und "Null Bock!" habe ich auch. Wortspielerein und Doppeldeutigkeiten eben…<br />
Antworten
K
<br /> <br /> Beim "Steigbügel" denke ich gleich an die damalige Post in der Mongolei, wie sie Dschinghis Khan eingeführt hatte - in seinem Riesenreich: Da gab es Poststationen, kam ein Postreiter<br /> angaloppiert, dann hörten das die Menschen vom weitem - der Postreiter hatte eine Bimmel am Pferd. Also wurde für den Postreiter ein neues Pferd gesattelt, er kam, es gab einen "fliegenden<br /> Wechsel" und es ging weiter. Diese Art von Post war schneller als manche Post von heute <br /> <br /> <br /> Sprache bildet immer die aktuellen Lebensverhältnisse ab der Menschen, die diese Sprache sprechen. So verwenden die Mongolen für Wasserhahn ein Wort, das wörtlich übersetzt "Wasser aus der Wand"<br /> bedeutet. Noch zu meiner Zeit war ein Wasserhahn für die staunenden Nomaden etwas Besonderes: Die russischen Langnasen mussten doch Dämonen sein. Grund: Sie berühren etwas an der Wand und dann<br /> srömt Wasser daraus.<br /> <br /> <br /> Da ich früh Menschen kennenlernte, die mir so etwas erklärten, gewöhnte ich mir an, wenn möglich stets eine einfache Erklärung zu suchen ...<br /> <br /> <br /> <br />
D
<br /> Pinchas hat sich eben genauer mit dem Ursprung der Sprache befasst, das<br /> <br /> <br /> fällt leider bei vielen Geistlichen oft flach...sie studieren die Bibel wie sie<br /> <br /> <br /> geschrieben steht, nie aber die sprachliche Urherkunft...<br /> <br /> <br /> Wir haben ja auch oft Doppelbedeutungen in unserer Sprache. So kann<br /> <br /> <br /> modern auch modern heißen. Will heißen, das eine bezieht sich auf das<br /> <br /> <br /> moderne, neue, gängige, das andere bedeutet, verrotten, verwelken, verfaulen.<br /> <br /> <br /> Also auch zwei vollständig unterschiedliche Worte. Bei einer falschen Übersetzung würde das bedeuten:<br /> <br /> <br /> Sie war sehr modern = Sie war ziemlich verfault...brüll<br /> <br /> <br /> So vergisst man leider Sprachen, man muss wie Pinchas sich für die absoluten<br /> <br /> <br /> Ursprünge interessieren, dann kommt man schnell auf solche Übersetzungsfehler. Wenn wir später mal übersetzt werden, blickt eh kein Mensch mehr durch, denn wie übersetzt man dann mal:<br /> <br /> <br /> Wir lebten in einer Null-Bock-Gesellschaft!<br /> <br /> <br /> Klar, wir waren alle arm, denn wir hatten kein Vieh...<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Deine Deva<br />
Antworten
K
<br /> <br /> Ich finde viele Aussagen von Pinchas Lapide sehr überzeugend. Mir macht es immer wieder Spaß, in seinen Schriften zu lesen.<br /> <br /> <br /> <br />