Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Juliane hat mir den Link auf einen Leserbrief zugeschickt. Da schreibt R. Ruyter in Kronach zu "Wir wollen was bewegen - Grundeinkommen bewegt die Welt!". Dieser Leserbrief machte mich nachdenklich.
Wer ist eigentlich gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen? Die vermeintliche Elite der Sklavenhalter? Das ist klar - welcher Sklavenhalter verliert gerne seine Arbeits- und Konsumsklaven!
Aber auch die Betroffenen selbst? Ja, leider viele. In diesem Leserbrief steht:
"Ein Mensch, der etwas bewegen will, braucht soziale Absicherung. Bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger bietet das. Und es ist finanzierbar! Die jetzige Sozialsicherung wird mit 12 500 Euro im Jahr pro Bürger gespeist, also 1 040 Euro für jeden der 80 Millionen Einwohner. Ein Großteil davon verschwindet in der komplizierten Verwaltung. Beim bedingungslosen Grundeinkommen ist diese überflüssig. Sie sagen: Prima, wann führen wir es ein? Dazu müssen wir noch etwas bewegen: Geduldig mit denen reden, die ihre Mitmenschen für notorisch faul halten, statt deren Potenzial zu erkennen, das darauf wartet, freigelassen zu werden."
Quelle: Schrot & Korn Leserbriefe
Sobald das Thema "Grundeinkommen" debattiert wird, kommt das Gegenargument: "Das ist wirklich unbezahlbar!" Ist es wirklich unbezahlbar? Was zahlt denn heute jeder Bürger, jede Bürgerin für das derzeitige Sozialsystem? Satte 12.500 Euro im Jahr. Das macht pro Monat über 1.041 Euro im Monat - für jeden!
Die kämen jedem ohne Abzug zu! Heute dagegen gibt es Schwarze Löcher in der Verwaltung, die viel auffressen - ohne Gegenleistung! Denken wir nur an das Bildungspaketchen bei Hartz IV! Über ein Drittel fließt in die Verwaltung, bevor der Rest bei den Betroffenen ankommt. Wieso geht es nicht anders? Es geht anders! Eine ganz einfache Rechnung! Wieso wollen das nur wenige einsehen?
Ist doch klar! Das bisherige System ist ein Verschiebebahnhof für politische Auslaufmodelle - sozusagen ein Endlager für ausgebrannte Politiker. Nehmen wir doch den Chef der Bundesarbeitsagentur: Frank-Jürgen Weise! Hat er etwas geleistet in der Bundesagentur? Ja, Skandale - er durfte trotzdem bleiben. Da findet der Bundesrechnungshof Ungereimtheiten, die Staatsanwaltschaft ermittelt - und was passiert? Nichts! Wieso? Weil keiner sich getraut, diesen gefräßigen Moloch nur anzutatsten, geschweige denn zu kritisieren!
Quelle: "Bundesagentur - Staatanwaltschaft ermittelt"
Dass Weise nicht der begnadete Chef und Reformer ist, das hat er ja als geistiger Vater der Bundeswehrreform bewiesen. Der damalige Verteidigungsminister zu Guttenberg ließ sich von Weise beraten - ehrenamtlich machte das Weise. Wie sagt der Volksmund: "Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul!" Wie wahr. Zu Guttenberg musste zurücktreten - vielleicht ist er heute froh, sein Nachfolger musste und muss sich herumärgern, mit dem Murks an Reform, die Weise vorgeschlagen hatte.
Mit der Einführung des Grundeinkommens ist dann das Monster Bundesagentur mit seinen bundesweiten Filialen überflüssig. Ja, aber was machen wir dann mit den vielen Sachbearbeitern? Ist doch kein Problem! Die kriegen doch auch das Grundeinkommen! Und wenn sie mehr wollen, ja, dann müssen sie mal richtig arbeiten und nicht nur Langzeitarbeitslose schikanieren und stigmatisieren!
Wer hat eigentlich das Märchen gestreut, die Menschen seien alle faul und bequem und würden bei einem Grundeinkommen nicht mehr arbeiten? Genau das Gegenteil ist der Fall! Sobald für einem Menschen seine soziale Absicherung gesichert ist, hat er die Möglichkeit, sich und seine Stärken zu entfalten! Wer ist dagegen? Wem passt das nicht ins Konzept? Einmal den Sklavenhaltern! Der vermeintlichen Elite! Für die ist es ein Albtraum, wenn Menschen selbst entscheiden können, was sie tun oder nicht tun wollen. Bei einem Grundeinkommen brauchen wir auch nicht mehr über einen Mindestlohn diskutieren! Das regelt der Markt automatisch!
Und noch jemand ist gegen ein Grundeinkommen: es sind Betroffene selbst! Wie die alten Römer mit ihrem DIVIDE ET IMPERA (Teile und herrsche!) haben die Sklavenhalter die Menschenmassen gegeneinander aufgehetzt und gegeneinander ausgespielt! Ja, Medienkonzerne wie zum Beispiel der Bertelsmann Konzern haben einen solchen Hetzer wie Thilo S. aufgebaut - und nicht wenige lassen sich aufhetzen.
Daran müssen wir arbeiten, da müssen wir aufklären. Nur so werden sich die Massen aus dem Joch der neoliberalen Sklaverei der Raubtierkapitalisten befreien!