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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Winter ade

Jetzt ist es ganz sicher, dass der Winter nicht mehr zurückkommt. Woher ich das weiß? Von Tiger, dem alten Lipizzaner, er verliert jetzt büschelweise sein Winterfell ...

Heute habe ich ihn wieder entpelzt, so einen Packen Haare hatte ich dann zusammen. Dafür gibt es auch Abnehmer. Der alte Schweinestall hat sechs Röhren, da bauen jetzt schon Spatzen die neuen Nester. Über Tigers Haare freuen sie sich ganz besonders.

Ich erinnere mich einmal im Frühjahr. Da hatte ich Tiger mit einer Noppenbürste bearbeitet. Als ich die Bürste ausklopfte, lag da eine Matratze aus Pferdehaar auf dem Boden, groß wie eine Postkarte. Es dauerte nich lange, da kam ein Spatz und wollte mit dieser Matratze wegfliegen. Es ging nicht, die Matratze war zu schwer. Da kam ein zweiter Spatz, er zog an der anderen Ecke. Und dann versuchten beide zusammen zu fliegen.

Zunächst war das ein ziemlich wackliger Flug, aber es klappte, sie flogen mit ihrer Matratze bis zum Eingang in ihre Spatzenwohnung, dann stopften sie die Fellhaare in die Röhre. Da sage einer, Spatzen sind dumm. Und dass zwei kleine Vögel ihre Flüge so synchronisieren können, um damit eine Haarmatratze zu transportieren. Hut ab vor den kleinen Kerlchen!

Der Maulesel dagegen ist offenbar der Skeptiker, er glaubt noch nicht so richtig, dass der Winter vorbei ist und hält sein Winterfell fest. Das ist mein Fell, das bleibt dran!
(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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F
<br /> ^^<br /> <br /> <br />
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S
<br /> Hallo, liebe Kiat ...<br /> <br /> Was Du zu den Spätzlein mit der Luxusmatratze aus Tiger-(Pferde-)haar ... geschrieben hast, finde ich witzig und einfach goldig! So hilft einer dem Anderen ... und in der Natur ist eben für alles<br /> noch Verwendung.<br /> Ja, ich kann es auch bestätigen ... selbst meine Stubenkatzen fangen an den Winterpelz abzuwerfen ... und seit einigen Tagen höre ich mit großer Freude immer öfter den „Frühlings-Weckruf“ der Blau-<br /> und Kohl-Meisen ...<br /> "Zizi-dudu" ... "zi-zihihihihi" ... "ziding-ziding-ziding" ... Was für liebliche Töne! Sie sind nämlich für mich, als „Kleinstadtindianer“-Squaw, auch ein untrügliches Zeichen, dass das Ende des<br /> Winters naht.<br /> <br /> Liebe Grüße ...<br /> Sat Bastet<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Liebe Sat Bastet,<br /> <br /> die Tiere haben meist einen besseren Instinkt für die Zeichen der Natur. Du als Kleinstadtindianersquaw hast gewiss auch diesen Instinkt.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
F
<br /> Ich hätte wahrscheinlich erstmal komisch geschaut und dann hätte ich gelacht, weil die Sonne so kitzelt.<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Und Lachen ist ja so gesund, da steckt viel Energie dahinter!<br /> <br /> <br />
R
<br /> Endlich! Der Frühling kommt! Ich habe ja wirklich nichts gegen den Winter, aber so langsam ist es gut gewesen.<br /> Hat Tiger denn keine Winterdecke? Dann hättest du nicht ganz so viele Haare zum Ausbürsten. :-)<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Hallo Reisen,<br /> <br /> von Winterdecken halte ich gar nichts,  die Haut muss atmen können und der Stoffwechsel soll nicht beeinträchtigt werden. Die armen Reitstallpferde mit ihrem kurzen Fell tun mir immer<br /> leid! Sie bemerken nicht einmal den Wechsel der Jahreszeiten. Da schrubbe ich lieber länger an Tiger herum.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
T
<br /> Kann ich bestätigen, es wird wirklich Frühling. Wenn der Schnee rasant genug schmilzt, weil die Sonne stärker geworden ist, dann ergibt das ein ganz bestimmtes Plätschern und Gluckern. Ich liebe<br /> dieses Geräusch. :-)<br /> <br /> Der zweite Frühlingsbote: Die Vögel zwitschern wieder in den Abendstunden. *lach* Vermutlich am Morgen ebenfalls, das bekomme ich als Eule nur nie mit.<br /> <br /> Und nach meinem Kater kann ich auch gehen. Der verliert schon seit vielen Tagen sein Fell und ist zudem viel lustiger drauf und regelrecht übermütig.<br /> <br /> Wie wunderbar mussten für unsere Vorfahren diese Zeichen sein, als es im Winter noch ums überleben ging...<br /> <br /> Frühlingsmäßige Grüße, Tatzelwurm<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Liebe Tatzelwurm,<br /> <br /> ja, früher, da haben Menschen die Natur beobachtet, gesehen, wie die Bäume knospen und die Strahlen der Sonne genossen. Wie die Tiere. Die lassen sich ja auch die ersten Sonnenstrahlen aufs<br /> Fell scheinen. Ich wurde mal von einer Bekannten angeblafft: Bist du blöd?<br /> <br /> Was hatte ich gemacht? Nun, ich stand in der Sonne und bleckte meine Zähne, damit die auch etwas von der Sonnenenrgie abbekommen. Zähne speichern ja Sonnenenergie.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br />  <br /> <br /> <br />