Heute war ja eine Rezension über mein Buch im Altmühlboten erschienen. Mein "bäriger Agent" macht da stets Nägel mit Köpfen und ruft die Buchläden im Einzugsgebiet der jeweiligen Zeitung an.
So erfährt er, ob bereits Kunden nach dem Buch gefragt haben oder ob es wieder einmal Lieferschwierigkeiten mit den Barsortimentern gibt. So erzählte ihm eine Buchhändlerin, dass mehrere Kunden gleich nach der Fortsetzung meines Buches gefragt haben. Nun, der zweite Band ist bereits geschrieben, nur ich meine, jetzt sollte erst das jetzige Buch verkauft werden.
Und dann überlegen wir uns derzeit, ob es parallel zum gedruckten Buch auch ein Hörbuch auf CDs geben wird ... Wir bekamen viele Anfragen, von Menschen beispielsweise, die berufsmäßig viel unterwegs sind und dabei immer wieder Hörbücher hören.
Da mein Buch sehr spannend ist, frage ich mich, ob ich das verantworten kann. Da fährt jemand mit seinem Auto und hört mein Buch. Dann hört er so gebannt zu, dass er sich nicht mehr auf den Verkehr konzentriert ...
Heute jedenfalls geriet er an eine Buchhandlung der besonderen Art: Kaum erzählte er von der Autorin Kiat Gorina und ihrem Roman, da schoss es wie ein Kanonschuss aus dem Hörer:
"WIR sind eine CHRISTLICHE Buchhandlung!"
Mein "Agent": "Ja, wo ist das Problem? In diesem Roman finden Sie keine einzige Zeile, die kirchenfeindlich ist!"
""WIR sind eine CHRISTLICHE Buchhandlung!"
War da ein Automat oder ein Mensch am Ende der Leitung? Wovor haben solche Menschen Angst? Ich habe den Eindruck, diese Menschen haben Angst, ihr "Feindbild" zu verlieren. Mir ist hier in der Umgebung auch eine andere "christliche" Buchhandlung bekannt. Wenn dort Kunden bestimmte Bücher bestellen wollen, dann weigert sich dieser Buchhändler, dieses Buch zu bestellen. Nun, dann verlassen die Kunden diesen Laden und gehen zu einem anderen, der das gewünschte Buch bestellt.
Hierzulande werden ja oft die Nomaden in der mongolischen Steppe als "primitiv" dargestellt. Das mag sein, dass sie sich nicht so "geschliffen" ausgedrückt haben. Aber sie hatten eines den meisten Menschen dieser "zivilisierten" Gesellschaft voraus: Sie praktizierten Religionsfreiheit und für sie war der Glaube und die Religion eines anderen Menschen seine Privatangelegenheit.
Vielleicht ist das das Gefährliche an meinem Buch? Ich möchte nur zu gerne wissen, was an meinem Buch kirchenfeindlich ist? Nicht wenige haben ja mein Buch gelesen. Da frage ich euch: Habt ihr etwas Kirchenfeindliches entdeckt?
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