Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
In Jülich gab es einen atomaren Versuchsreaktor, da wurde auch mit tennisballgroßen Kugeln experimentiert. Die bestehen aus Graphitkeramik, gefüllt mit Uran und Plutonium - ziemlich giftig.
Da fragten die Grünen im Düsseldorfer Landtag nach: "Wo sind eigentlich tausende Kugel-Brennelemente geblieben, die zwischen 1967 und 1988 im Versuchsreaktor Jülich zum Einsatz gekommen waren?"
Ja, wo sind sie denn geblieben? Gab es dafür keine Buchführung? Großes Rätselraten. Die Wirtschaftsministerin antwortete. Ich zitiere aus dem Artikel:
"Es geht um mit Uran und Plutonium gefüllte tennisballgroße Kugeln aus Grafitkeramik: Diese wurden im Kernforschungszentrum Jülich als Alternative zu den herkömmlichen Brennelementestäben entwickelt und erprobt. Allerdings konnte sich die Technologie wegen grober Sicherheitsrisiken nicht durchsetzen.
"Seit einigen Jahren läuft der Rückbau des Versuchsreaktors und des Reaktorgebäudes. Ein wesentlicher Teil des Entsorgungskonzepts beruht auf dem Castor-Typ ®THTR/AVR, 152 solcher Castoren sind befüllt und stehen im Zwischenlager Jülich. Fassungsvermögen: eine Höchstzahl von 288.800 Brennelementekugeln.
"Insgesamt wurden in dem Forschungsreaktor nach Regierungsangaben aber knapp 300.000 Kugeln eingesetzt. "Damit ergibt sich nach den eigenen Angaben und öffentlichen Verlautbarungen des Forschungszentrums eine Differenz von fehlenden 11.200 Kugeln, bzw. sechs Castoren"
"Die Kugeln befänden sich in einem Zwischenlager auf dem Gelände des Forschungszentrums, sagte Anne Rother, die Sprecherin des Forschungszentrums, gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Entweder die Kugeln befänden sich noch in dem Reaktorbehälter oder seien "lagerfähig einzementiert". Genau das macht die Grünen stutzig: Gab es einen Unfall am Forschungsreaktor, der seinerzeit zur Kernschmelze geführt hat?"
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