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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Igel zu verschenken

Donnerstag liegt im Zeitungskasten nicht nur die Tageszeitung, nein auch das Wochenblatt, mit vielen Kleinanzeigen. Da ich auch eine kleine Landwirtschaft habe, schaue ich in die Rubrik "Zu verschenken". Wofür manche keine Verwendung haben, nun, auf meinem Hof kann ich es vielleicht noch gebrauchen.

Diesmal fand ich zwar keine Dachschindeln oder Korbweiden, aber dies: "Wer nimmt junge aufgefütterte Igel zum Winterschlaf in seinen Garten auf?" Und eine Handy-Nummer.

"Komische Anzeige", dachte ich. Bis mir einfiel, dass hierzulande die Gärten fast zu Tode gepflegt werden. Kein Platz für Laub- oder gar Reisighaufen. So rief ich an und hinterließ meine Nummer in der Mailbox.

Später kam der Rückruf. Eine ziemlich verräucherte Frauenstimme teilte mir mit: "Ich mache heute den Telefondienst. Wenn Sie wegen eines Igels anrufen, muss ich Ihnen erst mal einige Fragen stellen!"

"Seltsame Tante", dachte ich, ließ mich aber auf das Spielchen ein. Bin ja üüüberhaupt nicht neugierig.

"Haben Sie einen Garten?", knarzte es, "und wenn ja, wie groß? Schließlich muß der Igel genug Platz haben. Ich werde alles genau kontrollieren, weil ich die Igel nicht an jeden x-beliebigen abgeben werde!"

Mühsam unterdrückte ich gerade noch ein Kichern. "Och, so eineinhalb Hektar. Glauben Sie, dass genügt dem Tierchen?"

"Hmm, grrr, ja, das ist in Ordnung. Aber Sie haben doch keinen Hund, oder? Nicht, dass der den Igeln etwas antut!"

Wie bitte? Hatte ich mich da verhört? Natürlich ist es nicht gut, wenn ein Hund ständig versuchen würde, den stacheligen Gesellen auszubuddeln und anzubellen. Aber jeder halbwegs intelligente Hund legt sich nur einmal mit Igeln an. Er holt sich einen blutige Schnauze und straft den Stachelritter künftig mit Verachtung.

"Doch, ich habe einen Hund..."

"Den haben Sie so zu halten, dass er nicht an den Igel kommt! Im übrigen werde ich wöchentliche Kontrollbesuche machen, ob es den Tieren bei Ihnen gut geht!"

Was? Will diese Tante hier jede Woche aufkreuzen und den Igel aus seinem Winterquartier vorkramen?   

"Haben Sie überhaupt Erfahrung mit Igeln? Einem Laien werde ich die Tiere keinesfalls anvertrauen!"

Was soll das denn? Die Viecher schlafen in freier Wildbahn doch auch alleine? Ob das nun ein gelernter Tierpfleger oder ein Buchhalter ist, dem das Igelquartier gehört, dürfte doch wohl egal sein.

"Ich habe eine Naturheilpraxis für Tiere. Und bei mir gibt es viele Laubhaufen, da können sich die Igel einbuddeln und sind ungestört." Auch vor Ihnen, wollte ich noch sagen, aber das habe ich mir verkniffen.

"Und im Sommer hatte ich eine Igelmutter mit ihren Kleinen, die aßen gerne das Katzenfutter ..." Weiter kam ich nicht.

"Sie werden jetzt sofort die armen kleinen Igelbabies aufsammeln und herbringen! Die sind doch noch viel zu klein, um über den Winter zu kommen! Und Sie müssen den Igeln kleine Häuschen bauen, damit sie nicht erfrieren."

Das Geschrei steigerte sich und ich legte auf. So ein Quatsch! Igel suchen sich Stellen, in denen sie sich einbuddeln können und halten Winterschlaf. Wieder konnte ich mich nur über gewisse "Tierfreunde" wundern, die es mit allem übertreiben müssen. Oft sind es Frauen, deren Kinder aus dem Haus sind, und die nun eine neue Aufgabe suchen. Da bietet sich der Tierschutz natürlich an. Fachwissen ersetzen sie durch ihre vorgefassten Meinungen, mögen diese auch noch so abstrus sein. Und dann sind sie die absoluten Igel- oder anderweitige Fachfrauen.


(C) Copyright 2004-2008 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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D
Oh ja, sowas kennen wir auch. Wir wollten eine Katze aus dem Tierheim holen. Mein Mann ist Katzenfan. Da wir das Tierchen aber nicht adoptieren und in unserem Testament bedenken wollten, haben wir bei diesem Heim Abstand genommen. Jetzt haben wir eine Katze ohne Namen aus der Nachbarschaft und der gehts sauwohl. Gru0 Doris
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K
<br /> Liebe Doris,<br /> <br /> tja, manche Tierheime stellen sich schon seltsam an. Ich kenne da einen Fall, da ist eine Katze entlaufen, wurde dann in ein Tierheim gebracht. Die Besitzer haben dort ihre Katze entdeckt. Die<br /> Tierheimtanten wollten jedoch diese Katze nicht rausrücken. Zum Glück hatte diese Katze einen Chip. Erst nachdem der Chip ausgelesen wurde, gaben sie diese Katze zähneknirschend her.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
H
ich lach mich kaput Leute gibt es!<br /> Ich hatte es schon öfters mit Igeln zu tun, und auch mit Hunden.<br /> Als meine Hündin Merlin noch lebte, hatte sie einen "Igel-Tick". Sie liebte einfach Igel. Ich habe ihr dann zu Weihnachten einen speilzeugigel geschenkt. Da erlebten wir was ganz wunderbares mit Merlin. Sie nam den Spielzeugigel mit zum Gassi gehen. suchte Laub, legte den Igel hinen und bedeckte ihn vorsichtig mir Laub. <br /> Sie sah uns an und meinte: "So schlafen Igel!"<br /> Dann nam sie den Igel wieder raus (Spielzeugigel wohlgemerkt).<br /> Diesen Igel durfte man auch nicht werfen sondern nur Rollen sonst nam sie einen den wieder weg.<br /> Einen Winter war Merlin sehr aufgeregt, rannte zu einen Laubhaufen und schob sehr sehr vorsichtig mit der Schnauze etwas Laub weg.<br /> Da war ein Igel, nachdem wir es gesehen hatten, deckte sie ihn eben so vorsichtig wieder zu.<br /> <br /> Mina meine jetztige ältste Hündin. Hat früher öfters kleine Igel gefunden. Wir brachten sie auch zu einer Igelstattion.<br /> Alledings nam diese Frau die Igel nur unter der Bedingung auf dass es drausen schon kalt war und die Igel Untergewicht oder sehr klein waren. Die Päppelte sie dann groß ind Haus. So wie es möglich war kamen sie aber nach drausen in Garten und in Frühjahr ganz zurück in die Natur…<br /> <br /> Also es gibt auch Leute die Arnung haben.<br /> Aber das was du erzählt hast, zum Schießen komisch!! :o))<br /> <br /> Übrigens die Igelfrau die ich kannte, war ganz begeistert von Mina.
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K
<br /> Liebe Heike,<br /> <br /> deine Hündin war ja wohl besonders klug! Naja, Hündinnen sins sowieso schlauer als Rüden!<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
C
Also Tierliebe in allen Ehren... aber doch nicht so, dass es dem Tier nicht mehr gerecht wird! <br /> Ich denke immer : "Je natürlicher, je besser!" <br /> Ich zum Bespiel habe einmal von einem Tierschutzverein kein Kätzchen bekommen, weil über achtzig Ecken von meinem damaligen Partner bekannt war, dass er Jahre vorher einmal ein Alkoholproblem hatte. <br /> Da fragt man sich echt, ob das Kätzchen im überfüllten Tieheim wirklich besser aufgehoben ist. *Grrrrr*
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K
<br /> Liebe Chilli,<br /> <br /> du hast ja sooo Recht: Igel suchen sich selbst ein Plätzchen für den Winterschlaf und wollen dann nicht getört werden! Sie brauchen auch kein Häuschen, auch nicht mit Klingelknopf und Briefkasten.<br /> Aber macht das mal diesen Igeltanten klar.<br /> <br /> Tja, Tierschutzvereine! Einmal hätte ich aus einem Tierheim einen Hund gern genommen, aber der wurde mir verweigert. Begründung: Ich hätte keine Ahnung von Tieren. Naja, schließlich bin ich ja nur<br /> in der Steppe aufgewachsen und habe nur mit Wölfen gespielt ...<br /> <br /> Zum Glücck gibt es auch brauchbare Tierheime, die froh sind, wenn deren Tiere in gute Hände kommen. Ich kenne sogar eines hier in der Umgebung.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />