In Nürnberg fährt ja seit Juni eine U-Bahn ohne Fahrer, es hat zwar einige Jährchen gedauert, bis das Programm so weit getrimmt war, um reibungslos (?) zu funktionieren. Kritiker haben ja immer die Frage gestellt: "Kann die führerlose U-Bahn auch reagieren, wenn eine Person auf die Gleise fällt?"
Seit Donnerstag steht fest: Sie kann nicht! Gegen neun Uhr vormittags fiel die Frau auf das Gleis, die bereits eingefahrene U-Bahn ohne FahrerIn bremste nicht mehr, die Frau starb noch auf den Gleisen.
Die Passagiere im ersten Wagen erlebten dies live mit, wie grauenhaft. Ich stelle mir gerade vor, ich hätte das auch mit ansehen müssen.
Interessant finde ich auch die Stellungnahme der Verkehrsbetriebe: Da waren die Videoaufnahmen im Bahnhof noch gar nicht ausgewertet, schon stand fest, dass dieser Todesfall auch mit einer U-Bahn mit FahrerIn passiert wäre. Kann sein, muss aber nicht!
Solange wir nicht wissen, warum die Frau auf die Gleise fiel, kann nur spekuliert werden. Angeblich versuchte die Frau vergeblich eine abfahrende U-Bahn zu erreichen und fiel deshalb aufs Gleis.
Normalerweise hätte so ein Vorfall auf den Videos oder Kameras zu sehen sein müssen und dann hätte sofort der nachfolgende Zug alarmiert werden müssen. Aber mit einem programmgesteuerten Zug lässt sich schwerlich telefonieren, es sei denn, die Programmentwickler haben dies vorgesehen.
Eine Software zu entwickeln, die wie ein Mensch auf unvorhergesehene und nicht eingeplante Ereignisse reagieren kann, das ist wahrlich eine Riesenaufgabe. Wie war doch noch in den 1960-ern die Begeisterung der ForscherInnen auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz grenzenlos? Was wollten sie alles mit Computern lösen? Alles!
Heute sind die KI-ForscherInnen bescheiden geworden. Zugegeben, in genau abgegrenzten Spezialdisziplinen mag eine Maschine den Menschen übertreffen, aber im alltäglichen Leben?
Und ich frage mich auch, was bringt eine führerlose U-Bahn, deren Entwicklung viele Millionen verschlungen hat? Wenn ich es richtig sehe, werden die FahrerInnen arbeitslos. Was soll das? Diese Gesellschaft muss sich ja sowieso von der Lebenslüge der Vollbeschäftigung verabschieden. Warum also noch mehr Arbeitsplätze wegrationalisieren?
Mein Bär war mal bei einem großen Waschmittelhersteller beschäftigt, der auch Hygieneartikel herstellt. Da wurde allen Ernstes ein Riesenprojekt ins Leben gerufen: die armen unterbezahlten Menschen am Ende eines Bandes sollten durch Roboter ersetzt werden. Das Projekt wurde ein Fiasko, mein Bär hat immer wieder davor gewarnt, zum "Dank" dafür wurde er dann gemobbt. Na klar! Aber die Firma, die den Auftrag übernommen hatte, musste irgendwann Konkurs anmelden ... Gerechnet hätte sich das Projekt sowieso nie, angesichts der Minilöhne für die armen Menschen, die die Kartons auf die Paletten schlichten und den immensen Entwicklungs- und Unterhaltungskosten war das Kosten-/Nutzenverhältnis sehr einseitig und das Einsparpotential äußerst gering, wenn es überhaupt so etwas gab.
Ich habe ja schon früher geschrieben, dass eine der Hauptaufgaben eines Schamanen einer mongolischen Nomadensippe war, auf den Ausgleich zu achten. Nicht wie es hierzulande in schlauen Büchern steht, die sich aus der Sicht der Langnasen mit Schamanismus befassen. Da wird immer nur der Ausgleich zwischen Himmel und Erde genannt, nein, viel wichtiger war der Ausgleich im alltäglichen Leben, ein guter Schamane hat immer darauf geachtet, dass das soziale Gleichgewicht erhalten blieb. Wurde das nämlich empfindlich gestört, dann stieg die Unzufriedenheit und es kam zu Streit. Und Streit unter Sippenmitgliedern führte oft zu Spaltung und zum Untergang der Sippe.
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Stimmt Heike. Die Menschen meinen immer, sie könnten alle Probleme technisch lösen. Da fällt mir die Idee von Teller ein, der ja bei ersten Atombombe mitbeteiligt war. Von ihm stammt auch der<br />
Vorschlag, die Atmosphäre mit kleinen Partikeln zu kontaminieren, die würden dann das Sonnenlicht reflektieren und die Erwärmung der Erde würde gedämpft. Manche behaupten ja, so etwas werde bereits<br />
seit Jahren praktiziert ...<br />
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U
uli
10/31/2008 18:59
Genau an solch Situationen erkennt man doch die Dummheit der Manager!<br />
Werden nun die vielen Menschen, die bei dem Waschmittelhersteller wegrationiert wurden noch Geld genug haben, um dieses Waschmittel zu kaufen?<br />
Oder kaufen sie, aus Protest, dieses Mittel nicht mehr!!<br />
Egal wie, der Manager hat hohe Summen investiert, doch es gibt immer weniger Kunden. Die Wartungskosten des Maschinenparks sollte man auch hinzu rechnen.<br />
Aus diesem gierigen Grund fällt derzeit die gesamte Weltwirtschaft in sich zusammen.<br />
Es werden demnächst noch mehr Pleiten kommen, das kann ein Blinder mit Krückstock sehen. Wer will/kann denn noch etwas kaufen, wenn er keine Arbeit mehr hat?<br />
Glücklich sind die, welche noch Wiesen und Weiden haben, um ihre Kartoffeln und das Gemüse selbst anbauen können, sofern sie noch wissen, wie man anpflanzt!<br />
Es wird also die in den Ballungszentren der Großstädte hefig treffen.
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Lieber Uli,<br />
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leider hast Du soo Recht! Den Managern geht es offensichtlich nur darum, während der Dauer ihres Vertrages möglichst viel Geld zu scheffeln, eine langfristige Planung gibt es da nicht mehr, sie<br />
handeln nach dem Motto: "Nach mir die Sindflut!"<br />
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Als ich einen uralten Professor besuchte, hat er mir zum Abschied mitgegeben: "Mulmig sind die Zeiten, denen wir entgegen gleiten!" Wie wahr! Aber ich persönlich gebe die Hoffnung nie auf!<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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