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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Hexenverfolgung

Da gibt es einen praktizierenden Hexer Maran, er bekennt sich dazu und hat seinen Hexennamen sogar in seinen Personalausweis eintragen lassen. Nun gab es jüngst in 3sat einen Hexentag, da wurde einen Tag lang über die Themen Magie und Hexen berichtet.

Weil in einem Beitrag auch der Hexer Maran angekündigt war, habe ich für eine Stunde bei einer Freundin mir diese Sendung angesehen. Der Hexer Maran kam nur für wenige Minuten zu Wort. Aber dies hat anscheinend gereicht, denn nach dieser Sendung erhielt er SMS-Nachrichten, anscheinend von christlichen Fundmentalisten, die ihm den Höllentod prophezeiten, weil er ein Hexer sei. Diese SMS-Nachrichten hatten seltsamerweise keine Telefonnummer des Absenders. Also stecken da Feiglinge dahinter, die nur im Geheimen ihre Anfeindungen verschicken. Er bekam auch böse Anrufe, natürlich anonym.

Kirche und Magier resp. Hexen? Wieso haben da Christen heute noch damit ein Problem? Wenn es wenigstens ein schlechtes Gewissen wäre, schließlich gab es mal über Jahrhunderte eine Hexenverfolgung mit Scheiterhaufen. Aber nein, diese Fundamentalisten unter den Christen wollen anscheinend immer noch Magier und Hexen verfolgen resp. verbrennen.

Mir fällt da eine Geschichte ein, die sich in Lehrberg vor Jahren zugetragen hat: Im Kindergarten sollte das Buch "Die kleine Hexe" für die Kleinen angeschafft werden. Nun gab es da 200 %-ig überzeugte "Christen", die öffentlich gegen dieses schöne Kinderbuch zum Angriff geblasen haben. Einer der Anführer hat sich sogar nicht entblödet, im Leserbrief der Lokalzeitung zu schreiben: "Hexen müssen brennen!" Und die Redaktion der Lokalzeitung hat sich auch nicht entblödet, das auch zu drucken.

All diese Leutchen wissen offenbar nicht, dass esoterisches Gedankengut sehr häufig sowohl im Alten als auch im Neuen Testament vorkommt. Nehmen wir doch mal die Geschichte der "Heiligen Drei Könige", wie sie heute in den deutschen Übersetzungen genannt werden. In der lateinischen Vulgata steht jedoch: Ecce magi ex oriente venerunt (Siehe, da kamen Magier aus dem Osten). Auch die Anzahl drei ist in der Bibel nicht verbürgt. Erst später haben die Bibelübersetzer aus den Magiern Könige gemacht. Dabei geben diese Magier im historischen Kontext durchaus einen Sinn:

Zur Zeit, als Jesus geboren wurde, gab es eine seltene Konjunktion von Saturn und Jupiter, der Planet Saturn war dem jüdischen Volk zugeordnet, und Jupiter galt damals allgemein als Königsplanet. Wie so ziemlich alle Magier waren sie auch Astrologen, als folgerten sie: In Jerusalem ist ein bedeutender König geboren. Heute wissen wir ja, dass Jesus nicht im Jahre Null der christlichen Zeitenrechnung, sondern sieben Jahre vor "Christi Geburt" zur Welt gekommen ist. Grund: Der böse König Herodes war im Jahre Null schon längst tot.

Warum wurden dann diese Magier aus der Vulgata zu Königen umfunktioniert? Nun, die christlichen Kirchen habe bei ihrer Missionierung oft bereits bestehende Bräuche vereinnahmt und umfunktioniert, hier z. B. "Die Drei Bethen" , eine Göttinnen-Trinität der Kelten, die von der christlichen Kirche erst zu den "Drei Jungfrauen" und dann zu den "Heiligen Drei Königen" umgewandelt wurden. Wer mit offenen Augen durch die Geschichte geht, wird sehr oft darauf stoßen, dass sog. christliche Feste eigentlichen einen unchristlichen Ursprung haben.


(C) Copyright 2004-2008 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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A
Liebe Kiat<br /> <br /> Es ist schlimm. Wir leben im 21. Jahrhundert und man sollte meinen, dass die Leute ein klein bisschen intelligenter geworden sind - aber leider nicht.<br /> <br /> Speziell was die Christen angeht - die zogen schon seit jeher mordend und - wie sie selber sagen - missionierend über die Lande. Hinter sich ziehen sie immer eine Blutspur her.<br /> <br /> Bedenke die Kreuzzüge, die heilige Inquisition in Europa, die Ausrottung der Ureinwohner Amerikas, die verzeweifelte Missionierung der Aboriginies und und und....<br /> <br /> Wäre ich nicht schon längst aus der Kirche ausgetreten - ich hätte jeden Tag mindestens 10 neue Gründe diese Institution zu verlassen. <br /> Ich empfehle wirklich mal jedem, sich genau über die Bibel gedanken zu machen und einmal ganz neutral die Parallelen zu den alten Heiden zu suchen. Auch eine sehr gute Sache ist das Studium der Kabbala - eine sehr alte jüdische Lehre - welche ja notabene eine der Grundlagen von Jesus bedeuteten - aber auch diese wird als Teufelswerk von den Christen abgetan - aber dem interessierten öffnet auch die viele lehrreiche AHA-Momente.<br /> <br /> Ein ganz lieber Gruss vom Untersee (Bodensee)<br /> <br /> Angakkuq
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K
<br /> <br /> Liebe Angakkuq,<br /> <br /> <br /> wie recht Du leider hast! Heute ist das Christentum der etablierten Kirchen offenbar ein Synonym für Intoleranz. Was würde Jesus heute dazu sagen?<br /> <br /> <br /> Und was die Kabbala angeht, ja, das ist eine Fundgrube an Weisheit. Nur ist von den Mächtigen nicht gewollt, dass Menschen zu denken anfangen und Aha-Erlebnisse haben. Menschen sind heute nur zum<br /> Ausbeuten da.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br />
U
Hallo Kiat,<br /> es ist wirklich so! Bis zum Konstantinobler Konzil, ich glaube, es war im jahre 553, glaubte die Kirche an die Wiedergeburt.<br /> Profane Gründe, die Bauern zahlten ihren Zehnten nicht mehr(wir zahlen im nächsten Leben) ließen die Kirche den Glauben an die Widergeburt verbieten.<br /> Dabei ist Christus" auferstanden von den Toten"!<br /> In dieser Zeit, es war die Zeit Origenes, welcher sehr gewagte Themen aufs Trapez brachte, so manche Rebellion verursachte, war die Kirche damit beschäftigt. Himmel, Hölle und Fegefeuer zu erschaffen.<br /> Ich denke, du hast Gott in der Steppe öfters als ein Kirchenmann in seiner Kirche, Gott erlebt.<br /> Liebe Grüsse,Uli
Antworten
K
<br /> <br /> Lieber Uli,<br /> <br /> <br /> die Geschichte wiederholt sich: Als die Indios missioniert werden sollten, haben ihnen die Missionare erzählt, wenn sie brave Christen sind, kommen sie ins Paradies. Nun wollten die Indios nicht<br /> warten und begingen Massenselbstmord. Da hatte dann die christliche Gesellschaft Probleme ...<br /> <br /> <br /> Für mich ist es sowieso unverständlich, weshalb die Christen ihren Gott in muffigen und kalten Kirchen feiern. Gott ist doch draußen in der Natur! Und nicht in dumpfen Gemäuern!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br />
H
Hallo Kiat<br /> Hier ist die Adresse zu meinem neusten Baby schau vorbei wenn du magst<br /> <br /> Herzlichst<br /> Helene<br /> <br /> http://die-falco-community.over-blog.de/
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Helene,<br /> <br /> <br /> werde ich machen!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br />
P
Tja, so ist die liebe Kirche. Erst schummeln sie sich rein und dann schubsen sie die anderen aus dem heimischen Nest. Erinnert mich sehr an das Nistverhalten des Kuckucks ;-) <br /> <br /> Ich habe ja jetzt wirklich nichts gegen freie Religionsausübung. Solange es niemandem schadet, soll doch jeder glauben und machen was er will. So ein bisschen Kuddelmuddel und Glaubensmix kann ja auch ganz spannend und unterhaltsam sein. Wenn es aber an Drohungen und Übergriffe geht kann ich darüber gar nicht mehr lachen.<br /> Als ich unlängst meiner Mutter eröffnet habe, endlich aus der Kirche austreten zu wollen, hat sie mich gewarnt, dass mich das boshaft und hartherzig machen würde, und ob ich mich nicht schämen würde so intolerant zu sein. Ich musste ziemlich bitter lachen. <br /> <br /> Ich hoffe, dass das Bewusstsein um die Wurzeln von Bräuchen, Märchen und Sagen größer wird, damit die Leute verstehen und nicht mehr fremd-denken-lassen.
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K
<br /> <br /> Liebe Philo,<br /> <br /> <br /> ich kann dich beruhigen. Ich bin aus der Kirche ausgetreten, aber hartherzig und boshaft bin ich nicht geworden. Ich bin sicher, Du auch nicht!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
H
Hallo Kiat,<br /> der Aufstand um den Buch wundert mich nicht. Man verfolge mal was einige fundamentale Christen von den "Harry Potter" Büchern meinen. Wobei beim lesen von derren Äuserungen oft einen klar wird, dass sie selbst die Bücher nie gelesen haben. Ich habe ja selbst alle 7 Bücher. ;o)<br /> Da wurde schon behauptet, dass Harry Potter der Vorbote von Antichchristen sei und das die Autorin mit den Teufel in Bunde sein müßte, weil sie damit soviel Erfolg hat. Das ist schon lächerlich was bei einigen "abgeht". Ich habe aber auch von Gegenreaktionen gelesen, in von einen Pastor in New York der die Bücher in Kinderfesten ließt um mit ihnen die Bedeutung der Nächstenliebe und Aufopferung durch zugehen. In den es um den Büchern auch geht. Er hat dazu seine Kirche in Hogwarts-Stiel geschmück.
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K
<br /> <br /> Liebe Heike,<br /> <br /> <br /> bei den Fundis geht ja schon die Warnlampe an, wenn sie nur das Wort "Zauberer" oder "Hexe" hören. Ich erinnere mich an eine "christliche" Familie, die hat allen Ernstes ihren Kindern verboten,<br /> eine Schulveranstaltung zu besuchen, weil da ein Zauberer den Kindern Tricks vorgeführt hat. Die armen Kinder mussten wirklich draußen bleiben, bewacht von ihren Eltern, die dann mit ihren<br /> Kindern gebetet haben. Die armen Kinder!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br />