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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Quälerei im Rinderstall

Heute rief die Freundin mit dem Gespensterhaus schon wieder an: "Du, ich habe es mir anders überlegt, ich werde doch das Haus mieten. Oder meinst Du, dass da böse Energien sind?"

"Schlechte Energien sind da bestimmt!", antwortete ich, "allein schon die geschundenen Tiere im angebauten Stall". Dann erzählte ich ihr die schlimme Geschichte von der Kuh Heidi:

Heidi war eine schöne Kuh und sie war trächtig. Der Bauer hatte mal in seinem "Wochenblatt" einen Artikel gelesen, da behauptete ein Professor: "Ein bisschen Inzucht schadet nicht, das gibt mehr Fleisch!" Da fing natürlich das Hirn des Bauern zu rattern an und kam zu dem Schluss: "Mehr Inzucht gibt noch mehr Fleisch!"

Die Kälber wurden auch immer größer, es kamen richtige Monsterkälber zur Welt. Auf Kosten der Mutterkühe, die hatten immer mehr Schwierigkeiten beim Kalben. Es gibt ja auch Rinderrassen, bei denen der Kaiserschnitt an der Tagesordnung ist ...

Auch Heidi brachte mit viel Schmerzen ein Riesenkalb zur Welt, der Bauer "half" dabei mit dem "Kälberretter", einer Art Seilwinde. Das Kalb kam schließlich tot zur Welt, weil es zu lange im Geburtskanal steckte. Nach dieser Geburt konnte Heidi nicht mehr aufstehen, sie hatte offenbar innere Verletzungen. Der Bauer wurde wütend, schleifte ein verrostetes Gestell in den Stall und hing seine Heidi mit drei viel zu schmalen Riemen einfach auf. Mein Bär kam dazu und fragte wütend, was das soll? Antwort: "Das geht dich gar nichts an! Und außerdem kann die blöde Kuh sich ja hinstellen!" Dann brachte er seine dreckige Mistgabel in Angriffsstellung und forderte meinen Bären auf, den Stall zu verlassen.

Naja, so eine dreckige Mistgabel ist natürlich ein Argument. Also blies mein Bär zum Rückzug. Drei Stunden später kam er wieder in den Stall, die arme Heidi hing da immer noch und sie stöhnte schrecklich. Was tun? Er rief mich dazu. Ich sah, dass jede Hilfe zu spät kam, die Riemen hatten die Gedärme eingeschnürt, also Gewebenekrose. Ich sagte nur: "Das Beste wäre, die Riemen reißen und die arme Heidi kann sterben." In diesem Moment bäumte Heidi sich mit letzter Kraft auf, die Riemen rissen, das rostige Gestell brach auseinander und Heidi ließ sich fallen, kurz darauf starb sie. Sie war endlich erlöst ...

Der Bauer hatte den Krach gehört und kam mit hochrotem Gesicht in den Stall gerannt. Er sah die Bescherung. Er musste dann auch seinen Tierarzt rufen, der kam, aber der traute sich nicht, gegen seinen guten "Kunden" etwas zu unternehmen ...

Einem Assessor beim Bauernverband habe ich mal das Foto von der gequälten Kuh gezeigt. Seine Antwort: "Das spricht nicht gegen eine ordentlich geführte Landwirtschaft!" Na toll! Aber andere Bauern und Bäuerinnen, die das Foto sahen, waren entsetzt. Dieser Sado-Bauer war demnach die Ausnahme, aber eine sehr schreckliche.


(C) Copyright 2004-2008 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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F
Tja wie sagt man so schön ! Das was du tust, fällt auf dich zurück, egal was du tust. Gilt auch für diese Typen.<br /> <br /> Das das arme Tier sowas überhaupt durchmachen musste ! :-(
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K
<br /> Liebe Flora,<br /> <br /> stimmt, das ist teilweise schon auf die Bauersleute zurückgefallen. Kurz danach erkrankte die Bäuerin an Brustkrebs und er bekam ein schlimmes Hüftleiden. Dann hat er im Stall kein Glück mehr.<br /> Naja, kein Wunder bei diesem Umgang mit seinen Tieren!<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
D
Hallo Kiat,<br /> <br /> zum Thema Tierquälerei möchte ich Dir nur mitteilen, dass ich bei Groops/Hund und Urlaub unter der Überschrift "Achtung Tierquälerei - bitte die nötigen Konsequenzen ziehen" einen Kommentar eingestellt habe, der Dich vielleicht interessieren könnte. Ich nehme mal an, dass Dich die Filme nicht so mitnehmen werden wie mich, da Du ja wahrscheinlich viel Schlimmeres erlebt haben dürftest. Aber als ich diese Bilder sah war ich so schockiert, dass ich mir das einfach von der Seele schreiben musste. Hätte ich mir das nur nicht angetan. Jetzt werde ich diese grausamen Bilder einfach nicht mehr los!!!<br /> Liebe Grüße
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K
<br /> Liebe Dawina,<br /> <br /> das kann ich gut nachfühlen! Ich habe viele Menschen gesehen, die sich einen Spaß draus machen, Tiere zu quälen. Und es kommt vor, dass Erwachsene ihre Kinder dazu aufstacheln. Mich haben mal<br /> Kinder gefragt: "Stimmt es, dass ein Frosch platzt, wenn man ihn mit dem Strohhalm aufbläst?" Ich: "Wer hat euch das erzählt?" Ein Kind: "Das hat mein Opa gesagt, und Frösche brauchen wir nicht,<br /> sagt mein Opa."<br /> <br /> Hier zeigt sich wieder einmal die Denkweise mancher Bauern: Alles was sich nicht mästen und verkaufen lässt, ist auf dem Hof ein nutzloser Fresser. Ich kenne aber auch andere Bauern, die wissen,<br /> dass ihre Tiere ihr Kapital sind und sie gehen gut mit ihren Tieren um. Sie sprechen auch mit ihren Tieren und achten auf ihre Gesundheit.<br /> <br /> Als ich Prüferin im LEJ in Düsseldorf war, da musste ich mit ansehen, wie die Schweine am Fließband getötet wurden, oft waren die Schweine noch am Leben, als die Schlächter mit ihren Kettensägen<br /> die Tiere zerteilten. Aber all diese Grausamkeiten fallen auf die Menschen zurück: einmal versauen sich die Menschen damit ihr Karma und zweitens werden Menschen immer kränker, weil sie das durch<br /> die Todesschmerzen vergiftete Fleisch essen oder besser fressen.<br /> <br /> Es war richtig, darüber zu schreiben, so kommst Du drüber weg.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
D
Hallo Kiat,<br /> ja, das ist leider wahr, und ich könnte heulen. Man ist ja selber auch so machtlos. Wenn ich z.B. daran denke, wie man in Asien wehrlose und vor allem hoch intelligente Delphine bestialisch abschlachtet, weil sie angeblich Nahrungskonkurrenten sind und daraus noch ein grosses Volksfest macht, könnte ich wahnsinnig werden. Ich denke, diese Bestien haben ihr Leben verwirkt !!!!!<br /> Und da gibt es ja noch die perversen Robbenbabys-Abschlachter. Und genauso schlimm - die nicht weniger perversen Pelzträger/innen. Weiterhin gibts ja auch noch die brutalen Thunfischfänger, bei denen Tausende von Walen und Delphinen sowie die vom Ausssterben betroffende Riesenschildkröten in den Netzen verenden, die Walfänger, die elenden Massentierhalter sowie Hühner-KZ-Besitzer und Elfenbeinschmuggler bzw. Elefanten- und Nashornabschlachter sowie Gorillamörder - ich habe bestimmt noch eine Menge lebensverachtender Monstren vergessen. Die Strafe für diese entarteten Kreaturen kann gar nicht furchtbar genug sein!!!!! <br /> Ich sage immer - der Mensch ist das grösste Raubtier der Erde, und sollte es dem lieben Gott gefallen, der Menschheit wieder eine Katastrophe zu schicken, so täte er recht daran.<br /> Aber mich wundert in der heutigen Zeit gar nichts mehr - schaut man sich doch mal um, wie oberflächlich unsere Gesellschaft ist, wie kurzlebig unsere Beziehungen sind und wie sich unsere Jugend verhält, wie Agressionen und Gewalt immer grösser werden und was man bereits zur besten Sendezeit im Fernsehen für brutale Filme sehen kann.<br /> Ich möchte mit dem Satz schliessen: Seit ich den Menschen kenne liebe ich die Tiere. <br /> <br /> Ich wünsche Euch alles Liebe und Gute und vor allem Glück im neuen Jahr und mögen alle Eure kleinen und grossen Wünsche in Erfüllung gehen.<br /> Christine
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K
<br /> Liebe Christine.<br /> <br /> leider hast Du soo Recht, wie die Masse der Menschen mit den Tieren umgeht. Diese Menschen werden ja auch jetzt schon bestraft: Wer Fleisch von Tieren isst, die vor ihrem Tod bestialisch getötet<br /> werden, isst auch deren Angst und Aggressivität mit. Dies ist auch mit ein Grund dafür, dass Menschen immer aggressiver reagieren. Vor allem die Heranwachsenden.<br /> <br /> Hinzu kommt noch, dass aus Gier Tierfutter zusammengepanscht wird und die VerbraucherInnen diesen Mist dann essen und in ihrem Körper ablagern. Der Mensch als Sondermülldeponie.<br /> <br /> Aber jede von uns kann dagegen etwas unternehmen: einmal als Konsumentin, zum andern in unserem persönlichem Umfeld.<br /> <br /> Ich wünsche dir zum Neuen Jahr auch viel Glück, viel Gesundheit und dass deine Wünsche sich erfüllen!<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
D
Hallo Kiat,<br /> prima, gleich an die "Bild"-Zeitung weiter geben. Den tierlieben Leser interessiert doch sowas. Vor allem stehen doch irgendwann mal wieder Wahlen an. Und mit solchen tierquälerischen Aktionen möchte doch kein Politiker zu tun haben, oder? Ich hoffe, die Freundin recherchiert trotzdem oder jetzt erst recht privat weiter.<br /> Liebe Grüße
Antworten
K
<br /> Liebe Dawina,<br /> <br /> nach einem Jahr muss ich feststellen, dass die meisten Menschen ein Kurzzeitgedächtnis haben. Kein Wunder bei der Überflutung mit Informationen. Und was die Tierquälerei angeht, wenn ich mir da so<br /> manche Urteile deutscher Gerichte ansehe, da kann ich nur den Kopf schütteln.<br /> <br /> Ich erinnere mich z. B. an einen Katzenhasser in Lichtenau. Der fing Katzen ein, setzte sie in seinen Bus und fuhr damit bis nach Frankfurt. Dort setzte er die Katzen aus. Und das bei den damaligen<br /> Spritkosten!<br /> <br /> Irgendwann wurde er von einer Frau dabei gesehen, die früher hier in der Gegend wohnte und dieses Exemplar von Katzenhasser kannte. Tierschützer zeigten diesen Typen an, es kam zur Verhandlung. Der<br /> Typ erschien "ordentlich" gewandet vor Gericht: Hütchen mit Gamsbart, Trachtenjanker, Kniebundhose mit Wadenstrümpfen etc.<br /> <br /> Ergebnis: Der Katzenhasser wurde in allen Punkten freigesprochen. Dieses Urteil war beileibe kein Ausrutscher, ich kenne da noch mehrere. Z. B. den Fall eines "Metzgers" in der Gegend, der eine<br /> Katze ganz brutal getötet hatte. Auch da ist nichts passiert.<br /> <br /> Oder den Fall einer Hoferbin bei Feuchtwangen, die im bitterkalten Winter ihre Pferde nicht richtig versorgte, sondern verhungern ließ. Obwohl Tierschützer immer wieder beim Veterinäramt anriefen,<br /> dauerte es ziemlich lange, bis dieser Frau das Handwerk gelegt wurde,<br /> <br /> Wenn ich ehrlich bin, dann sind es oft nur wenige Menschen, die bei Tierquälerei auf die Barrikaden gehen. Viele Menschen sind so gleichgültig geworden.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
D
Wenn ich diese Bilder von den armen gequälten Keaturen sehe kommt mir das kalte Grausen, und in mir steigt eiskalte Wut hoch. Ich bin leider keine Schamanin, was wahrscheinlich auch gut so ist. Denn ich wünsche allen Bestien und Monstern (denn Menschen kann man diese Kreaturen wohl kaum nennen), dass sie auf die gleiche elende Weise zu Tode kommen und sich grässlich quälen werden. Aber ich weiss, dass der liebe Gott nichts ungestraft lässt und dass jeder in diesem oder im nächsten Leben für seine Schandtaten bestraft wird. Solche Fotos müsste man in den grossen Boulevardblättern veröffentlichen und vor allem den Tierschutzorganisationen bekannt geben. Warum unternimmt man nichts gegen diese sinnlose Tierquälerei? Am besten wäre es natürlich, wenn man gleich ganz unten, also bei den Kindern, anfangen würde. Am besten geht man mit diesem "Arbeitsmaterial" in die Schulen, um die ahnungslosen Kinder und späteren Konsumenten aufzuklären.<br /> Ich kann gar nicht sagen, wie abscheulich ich diese Quälerei finde und kann nur sagen, dass ich mein Fleischkonsum erstens stark reduziert habe und zweitens wenn, dann nur aus artgerechter Haltung kaufe. Wenn sich zu dieser Einstellung alle, wenigstens nur halb so tieliebe, Menschen entschliessen würden, dann gäbe es auf dieser Welt nur halb so viel Tierleid!!!
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K
<br /> Liebe Dawina,<br /> <br /> ich kann deine Wut gut nachempfinden. Mit Tierschutzvereinen habe ich in diesem Zsuammenhang auch schlechte Erfahrungen gemacht. So wurde z. B. bei einem Streichelzoo auch ein Zwergesel gehalten,<br /> allerdings war der arme Kerl in einem sehr schlechten Zustand. Zuerst informierte ich das zuständige Vetinäramt: keinerlei Reaktion. Der Zustand des Esels verschlechterte sich sichtlich. Dann<br /> wandte ich mich an einen Tierschutzverein. Antwort: "Da können wir nichts machen, wir haben kein Grundstückbetretungsrecht!"<br /> <br /> Wie ich später erfuhr, sind die "Antwort" und der Betreiber des Streichelzoos in der gleichen Partei ...<br /> <br /> Auch mit Zeitschriften habe ich nicht unbedingt gute Erfahrungen gemacht. Da gab es vor einiger Zeit einen Pferderipper, der Hengste und trächtige Stuten schwer verletzt hatte. Die Polizei<br /> ermittelte ohne Erfolg. Ich wandte mich an mehrere Pferdezeitschriften. Die Cavallo-Redaktion winkte gleich ab, das werde die Leser nicht interessieren. Ich bin da zwar anderer Meinung, jede<br /> Pferdebesitzerin will wissen, wo ein solcher Verrückter sein Unwesen treibt und was dagegen unternommen wird. Allein die fs druckte einen Artikel darüber, aber die gibt es ja leider nicht mehr, sie<br /> ging in Pegasus auf oder besser unter.<br /> <br /> Und mit der Bildzeitung habe ich persönliche Erfahrungen gemacht, die haben ja Miriams Tod veröffentlicht.<br /> <br /> Dein Entschluss, nur Fleisch aus artgerechter Haltung zu kaufen, ist ein sinnvoller Weg, die tagtägliche Quälerei einzuschränken. Ich war ja eine Zeitlang in einem Landesamt in NRW als Prüferin<br /> tätig. Was da täglich in den Riesenschlachthöfen an Tierquälerei abgeht, das können sich wohl die wenigsten VerbraucherInnen vorstellen, sonst wären sie nur noch am Kotzen.<br /> <br /> Eigentlich sind ja die Veterinärämter zuständig, aber da sorgt dann der Filz dafür, dass die Prüfärzte auflaufen. Einer Freundin passierte folgendes: Ein Bauer transportierte Schweine zum<br /> Schlachthof, weil es schnell gehen musste, bekamen die Schweine keinerlei Stroh als Einstreu, obwohl das vorgeschrieben ist. Meine Freundin kontrollierte und beanstandete, dass das Stroh fehlte.<br /> Der Bauer wurde puterrot, ging ein paar Schritte abseits, zückte sein Handy. Sein Geschrei war so groß, dass meine Freundin das Gespräch mithören konnte.<br /> <br /> Der Bauer beschwerte sich "über die blöde Kuh", und "Stroh habe ich noch nie rein, das rentiert sich für die Stunde Fahrt nicht, die Viecher werden ja sowieso geschlachtet" etc. Sein<br /> Gesprächspartner war offensichtlich der Landrat ...<br /> <br /> Einen Tag später rief mich die Freundin an, sie habe eine andere Aufgabe zugeteilt bekommen, sie solle jetzt die Ordner beschriften ...<br /> <br /> Nachdenkliche Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />