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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Tiere und Seelen

Gestern erhielt ich einen Anruf eines Mannes, der hatte sich extra die Mühe gemacht, aus dem Internet meine Telefonnummer ausfindig zu machen. Naja, wenn es ihm Spaß macht? Grund seines Anrufes war mein Blog zur Geisterbeschwörung.

Er meinte allen Ernstes, dass Tiere keine Seelen hätten und dass sie auch keine Schmerzen empfinden, weil sie auch keine Gefühle hätten. Eigentlich wollte ich bei soviel Unsinn auf einmal gleich auflegen. Aber da ja die Christen derzeit weihnachtlich eingestimmt sind, hörte ich mir seine "Argumente" erstmal an und konterte:

Was "Tiere und Seelen" angeht, zu diesem Komplex wurden deutsche Bischöfe befragt. Die allermeisten Bischöfe sprechen Tieren eine Seele ab. Das hatten wir ja schon mal: Neger, Indianer und auch Frauen hatten auch kein Recht auf eine Seele ...

Dort finden wir auch ein Zitat aus dem Weltkatechismus: "2418 ... Auch ist es unwürdig, für sie (gemeint sind die Tiere) Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt."

Über solchen Unsinn kann ich nur meinen Kopf schütteln. Aber es geht ja noch weiter; Augustinus, einer der "bedeutendsten" Kirchenlehrer hat geschrieben: "Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, dass die Frauen den Männern dienen."

Und der Papst Johannes Paul II. meinte zur Rolle der Frau: "Eine Frau soll still zuhören und sich ganz unterordnen. Ich gestatte es keiner Frau zu lehren und sich über den Mann zu erheben. Zuerst wurde ja Adam erschaffen, und dann erst Eva."

Also, in der Tierwelt schaut es da ganz anders aus. Auch wenn viele meinen, in einer Pferdeherde sei es der Leithengst, der die Herde stolz mit lang wehender Mähne anführt. Ist nicht, ihr Machos, es ist die Leitstute, die bestimmt, wo es lang geht. Der Leithengst muss bei der Flucht hinten die Herde vor Verfolgern verteidigen. Bei Elefanten, Wölfen etc. ist es genauso. Der sog. Leitwolf ist es nur solange, wie die Leitwölfin ihn duldet.

Grund: Männliche Tiere sind immer triebgesteuert, weibliche nur in Brunst. Und um eine Herde anzuführen, braucht es Lebenserfahrung, Verstand und Intelligenz. Sobald die Geschlechtstriebe über Hand nehmen, wird das alles abgeschaltet.


(C) Copyright 2004-2008 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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