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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Wir sind das Volk!

Ungläubig schaute der Landrat gestern abend von seinem Rednerpult in die Menge. Über 3.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich versammelt. Gerechnet wurde mit ein paar Hundert, aber jetzt über 3.000! Was ist mit Feuchtwangen passiert? Das waren doch sonst so brave Leute, die alles machten, was die CSU anordnete. Die letzte Kommunalwahl und die letzte Landtagswahl waren eigentlich schon Anzeigen genug: das Volk hat die Schnauze voll!

Die Eierei und die falschen Versprechen um das Krankenhaus in Feuchtwangen sind nur der berühmte Tropfen zum Überlaufen des berühmten Fasses, gefüllt mit Enttäuschung und Wut über die Politiker und deren Entscheidungen.

Feuchtwangen ist die größte Stadt im Landkreis Ansbach, aber das Krankenhaus soll nun endgültig zum Monatsende geschlossen werden. Grund: Es finden sich keine Ärzte ...

Dabei stimmt das nachweislich nicht! Der erkrankte Chefarzt soll angeblich gesagt haben, dass er nie mehr nach Feuchtwangen zurückkommt, sondern, wenn überhaupt, nach Dinkelsbühl geht. Stimmt nicht! Der Chefarzt ist durchaus bereit, wieder in Feuchtwangen zu arbeiten, allerdings nur zusammen mit einem Oberarzt und zwei Assistenzärzten. Und nicht mehr im Alleinbetrieb wie in der Vergangenheit.

Ärzte aber gibt es angeblich nicht! Stimmt nicht! Da hat erst jüngst ein Arzt Interesse für die Oberarztstelle gezeigt. Das macht die Bürger und Bürgerinnen misstrauisch, sie glauben "denen da oben" längst nicht mehr.

Angefangen hat ja die Salamitaktik der Zerschlagung des Feuchtwanger Krankenhauses vor Jahren, so richtig, als die Gynäkologie geschlossen wurde, obwohl sie von Feuchtwangen und Umgebung sehr gut angenommen wurde.

Es ist ja auch nicht nachzuvollziehen, dass Feuchtwangen geschlossen wird, und die Gangbetten sich in Dinkelsbühl türmen. Wie bekannt wurde, laufen in Dinkelsbühl bereits die Planungen für einen Erweiterungsbau auf Hochtouren, weil ja Feuchtwangen dicht gemacht wird. Wer soll das verstehen? Keiner!

Es bringt auch nichts, die Bürgerinnen und Bürger damit besänftigen zu wollen, dass die Gebäude vielleicht anderweitig medizinisch genutzt werden. Das ist nicht der Wille des Volkes. Feuchtwangen braucht weiterhin ein Krankenhaus für die Akutversorgung!

Wer von den politischen Entscheidern das nicht kapieren will, wird bei den kommenden Wahlen die Quittung erhalten. 3.000 Menschen, die bei kaltem Wetter zur Demonstration gingen, wieviele Sympathisanten haben diese 3.000? In wenigen Monaten ist ja EU-Wahl, da können viele enttäuschte Feuchtwanger aus Protest die CSU ablehnen und eine andere Alternative wählen, da gibt es ja einige.

Und dann folgt ja die Bundestagswahl. Wer glaubt, dass die Feuchtwanger bald vergessen haben, dass ihr Krankenhaus geschlossen wird. Ich glaube nein! Spätestens dann werden die enttäuschten Feuchtwanger den Politikern zeigen, was sie von deren Politik im Allgemeinen und der Gesundheitspolitik im Besondern halten. Nämlich nichts!


(C) Copyright 2004-2009 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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