Nach dem Amoklauf in Winnenden fällt unseren politischen Entscheidern nichts anderes ein als: Wie brauchen ein neues Waffenrecht!
Und was für eines! Künftig muss ein Sportschütze seine Gewehre und Pistolen zu Hause so aufbewahren, dass bei der Entnahme der Waffe der Fingerabdruck überprüft wird. So soll sicher gestellt werden, dass nur der Eigentümer die Waffe aus dem Schrank nehmen kann.
Die Zubehörindustrie für Waffen freut sich. Solche Überprüfungssysteme kosten ja was!
Bei diesem Vorschlag aus dem Bundesinnenministerium wird leider übersehen, dass es auch die Sportschützen selbst sind, die damit auf Menschen schießen, z. B.
9. April 2009, Landshut, Landgericht: Ein Sportschütze erschießt im Gericht mit seiner großkalibrigen Smith & Wesson seine Schwägerin. Grund: Erbstreit wegen 200.000 Mark ...
12. Sept. 2008, Oberhausen: Ein Sportschütze erschießt aus Eifersucht einen Mann.
12. Juli 2007, München: Ein Sportschütze hat sich ein neues Gewehr gekauft und hantiert damit in seiner Wohnung rum. Das Teil geht los, die Kugel trifft sein eigenes Baby.
Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Die Toten könnten heute noch leben. Eine Überprüfung des Fingerabdruckes des Schützen hätte nichts verhindert. Der Sportschütze selbst entnimmt ja seine eigene Waffe.
Wieso dürfen die Sportschützen ihre Waffen und Munition zu Hause aufbewahren? Wieso kann es den Sportschützen nicht zugemutet werden, dass ihre Waffen und Munition im Vereinsheim sicher verwahrt werden?
Allein durch solch eine Maßnahme hätten die Tötungsdelikte durch Sportschützen reduziert werden können! Aber das geht ja nicht. Sich mit der Lobby der Waffenindustrie und der Sportschützen anlegen? Das traut sich keiner. Auch nicht der Bundesinnenminister Schäuble ...
(C) Copyright 2004-2009 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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Wie du vielleicht gelesen hast, war ich bei der Roten Armee und wurde zur Scharfschützin mit der Dragunov ausgebildet. Also Waffen und deren Einsatz sind mir nicht fremd. Deine beiden<br />
Schilderungen können sich durchaus ereignen. Nur bezweifle ich, ob einem Laien wirklich die Pistole nutzt. Um auch in der Gefahrensituation auf einen Menschen zu zielen - mit der Absicht ihn zu<br />
töten resp. schwer zu verletzen, auf jeden Fall handlungsunfähig zu machen, das ist nicht so einfach.<br />
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Um solche Vorfälle auszuschließen, schlage ich vor:<br />
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Überwachung mit Videokameras, die auch personell besetzt sind<br />
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Viel häufigere Polizeistreifen<br />
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Ausbildung in Selbstverteidigung (bei der Jugend beginnend)<br />
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Zu diesen bedauerlichen Missständen kam es doch, weil überall gespart werden soll. Dafür wird dann das Menschenleben Unschuldiger geopfert.<br />
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Was den zweiten Fall angeht, da bezweifle ich sehr, dass eine Waffe der Frau geholfen hätte. Selbstverteidigung schon!<br />
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Liebe Flora, schön, dass wir uns einer Meinung sind. Liebe Grüße, Kiat<br />
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C
Cellulanus
04/12/2009 09:36
Hallo Kiat, <br />
also wirklich wohler wäre mir bei der Vorstellung, dass dann derart viele Waffen auf einen Platz konzentriert wären, auch nicht. Geklaut werden kann mit Gewalt alles, zumal Vereinsheime sicher nicht das Geld haben werden für Riesentresore. Die Tresornummern könnten auch leicht durch Geiselnahme herausgebracht werden und dann hätten die Täter auf einen Schlag unangenehm viele Waffen.<br />
Nee, ich weiß nicht, das ist keine wirklich gute Lösung. <br />
Eine andere fällt mir allerdings auch nicht ein. *zugeb* <br />
Wünsche Dir und allen Lesern hier ein schönes Frühlingsfest, Cellulanus
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Liebe Cellulanus,<br />
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stimmt, deine Befürchtungen sind nicht von der Hand zu weisen. Aber für mich immer noch besser, als wenn jeder Sportschütze seine Waffensammlung zu Hause hortet. Wer viel kriminelle Energie<br />
aufwendet, kommt gewiss an Waffen. Aber das bedarf schon mehr Energie.<br />
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Was auf jeden Fall eingeführt werden sollte, wäre ein charakterliche Prüfung für jeden künftigen Waffenbesitzer. Wer z. B. cholerisch und leicht erregbar ist, der sollte keine Schusswaffe besitzen.<br />
Ich kenne hier Jäger, vor denen haben mich deren früheren Lehrerinnen regelrecht gewarnt. Sie verstehen es überhaupt nicht, dass solche Menschen eine Waffe in die Hand nehmen dürfen.<br />
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Ich wünsche dir auch ein frohes Osterfest!<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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H
Heike
04/11/2009 14:22
Ich habe mich mal gefragt warum man darauf denn keine Steuern zahlen muß? (Bis auf Polizei und so).<br />
Für meinen Hund muss ich Steuern zahlen, unter anderen weil er ja gefährlich werden KÖNNTE.<br />
Nun bei Hund kommt es allgeimeinen nicht vor… aber wozu braucht der Mensch denn eine Waffe?
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Liebe Heike,<br />
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diese Frage stellt sich mir auch. Ich habe beileibe nichts gegen Sportschützen, aber ich sehe keinen einzigen Grund, weshalb ein Sportschütze seine Waffen und Munition zu Hause aufbewahren muss.<br />
Sogar in der Schweiz hat ein Demkprozess eingesetzt: Immer mehr Schweizer wollen, dass Waffen oder wengstens die Munition im Zeughaus verwahrt werden. Die jüngste Entscheidung ging allerdings<br />
äußerst knapp zugunsten der Waffenfetischisten aus.<br />
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Eine Reiterin hat mir mal erzählt, dass sie auf einem Grasweg gemütlich ritt, am Waldrand steht ein Hochsitz. Da schraubt sich plötzlich eine grüne gwandete Gestalt hoch, das Gewehr auf die<br />
Reiterin richtend. Dieser Jäger fängt an zu schimpfen, sie würde sein (!) WIld vertreiben. Da sagt die Reiterin: Erkennen Sie mich nicht? Ich bin doch die Notärztin von der vorletzten Nacht!<br />
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Da wurde dieser Jäger richtig schleimig und wollte sich wieder bei der Reiterin einkratzen ...<br />
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Die Frau zog die Konsequenzen: Erstens reitet sie nicht mehr in dieser Gegend und zweitens hat das BRK eine gute Notärztin weniger.<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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