Den Bayerischen Motorenwerken scheint es nicht besonders gut zu gehen: zu wenig kaufen deren teuren Autos. Als das Top-Management wieder aus den oberen Etagen auf die Parkplätze für die Mitarbeiter schaut, keimt eine Idee: Da stehen ja viele Nicht-BMW herum! Es gibt sie also doch, die Nicht-BMW-Fahrer unter den BMW-Mitarbeitern.
Das geht nicht! Das muss geändert werden. Und so geschah es: Am Abend fanden alle BMW-Mitarbeiter, die keinen BMW geparkt hatten, ein Kärtchen unter dem Scheibwischer, mit dem netten Text:
"Sie arbeiten gerne bei uns, Sie wissen Ihren Arbeitsplatz und Ihr Einkommen zu schätzen. Aber Sie fahren ein Fahrzeug der Konkurrenz."
Tja, wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl ist. Was heißt hier Zaunpfahl? Das ist mindestens ein Telegrafenmast! Immerhin über 7.000 solcher Kärtchen wurden verteilt. Wenn nun diese 7.000 ein schlechtes Gewissen bekommen und alle einen BMW kaufen. Schließlich gibt es ja als Einsteigermodell das 1er Modell, ist zwar auch nicht gerade billig, aber für die Firma machen wir doch alles, sogar Schulden!
Wieso sind eigentlich nicht andere Firmen auf diese Idee gekommen? Nehmen wir einen Zigarettenhersteller: Der verlangt als erstes, dass seine Mitarbeiter nur die hauseigene Marke rauchen. Und was gilt für die Nichtraucher? Die müssen natürlich wieder zu rauchen anfangen, ist doch klar!
Oder ein Fleischwarenhersteller: Alle Mitarbeiter werden überwacht, wehe einer von denen hat einen Metzger seines Vertrauens und kauft fremd! Das geht dann nicht mehr!
Oder die Mitarbeiter eines Möbelhauses: Die bekommen unangemeldet Besuch von Detektiven, die nachschauen, ob das Subjekt auch Fremdmöbel in seiner Wohnung stehen hat. Das geht natürlich nicht mehr!
Oder bei Versicherungskonzernen: Da müssen natürlich alle Mitarbeiter sich bei der eigenen Firma versichern, wehe, einer schert aus. Oder es passiert das, was bei vielen amerikanischen Firmen üblich ist: Da wird auf den Tod des eigenen Mitarbeiters eine Versicherung abgeschlossen, ohne dass der betroffene Mitarbeiter davon weiß! Nutznießer ist die Firma! Solche Fälle hatte ja einst der berühmte Michael Moore aufgedeckt ...
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Lieber Reiner,<br />
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Du musst ja nicht jeden Blödsinn nachmachen, auch wenn er anfangs sehr verlockend klingt.<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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